RMV-Aufsichtsrat beschließt neue Preisstufe zwischen Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis

Neue Preisstufe für Fahrten zwischen Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis / Viele Verbindungen günstiger

Nachbarschaftlich fahren, kleinerer Preis: Dieses Motto gilt ab dem Fahrplanwechsel im Dezember für Fahrgäste zwischen der Stadt Wiesbaden und umliegenden Gemeinden im Rheingau-Taunus-Kreis. Am Montag beschloss der RMV-Aufsichtsrat in Bad Homburg, dass für Fahrten zwischen den gesamten Kommunen Niedernhausen, Taunusstein, Schlangenbad, Kiedrich sowie Eltville und Wiesbaden analog zum Nachbarschaftstarif in Frankfurt auch die Preisstufe 30 eingeführt werden soll. Damit werden die Fahrten fast 20 Prozent günstiger.

"Als wir den Nachbarschaftstarif über die Frankfurter Stadtgrenze eingeführt haben, war die Resonanz hervorragend. Das hat uns bestärkt, das Konzept auf weitere Regionen auszuweiten", sagt Prof. Knut Ringat, RMV-Geschäftsführer. "Im Sinne unserer Fahrgäste haben wir uns dafür eingesetzt, für Fahrten zwischen Wiesbaden und naheliegenden Gemeinden im Rheingau-Taunus-Kreis eine schnelle Lösung zu finden. So tragen wir unseren Teil dazu bei, Dieselfahrverbote zu vermeiden und lassen die Region noch enger zusammenrücken."

Bestandteil des Luftreinhalteplans

"Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ist ein zentraler Bestandteil unseres Luftreinhalteplans", sagt Andreas Kowol, Verkehrsdezernent der Stadt Wiesbaden. "Um umweltschädliche Emissionen zu vermeiden, ist es wichtig, dass mehr Menschen vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen. Besonders bedanken möchte ich mich beim RMV für sein Entgegenkommen, dass auch die Stadtteile Amöneburg, Kastel und Kostheim von den neuen Preisstufen profitieren können und dass er nun mit vollem Tempo die Umsetzung dieser Entscheidung vorantreibt."

"Aus dem Rheingau-Taunus-Kreis pendeln jeden Tag fast 20.000 Menschen nach Wiesbaden. Viele von ihnen kommen aus nahegelegenen Gemeinden, die teilweise nur wenige Kilometer hinter der Wiesbadener Stadtgrenze liegen. Diese oft vergleichsweise kurzen Fahrten nun günstiger zu machen, ist ein jahrzehntealter Wunsch der Menschen aus dem Rheingau- Taunus-Kreis", so Günter Döring, Verkehrsdezernent des Rheingau-Taunus-Kreises. "Ich bin dem RMV sehr dankbar, dass er diesem Wunsch nachkommt und danke auch Taunussteins Bürgermeister Sandro Zehner, dass er das Thema erneut angestoßen hat. So ermutigen wir noch mehr Menschen, ohne ihr Auto nach Wiesbaden zu pendeln."

Die Preisstufe 30 hatte der RMV vergangenen Dezember für kurze Fahrten über die Grenzen des Frankfurter Tarifgebiets eingeführt, um Preissprünge einzuebnen. Dafür hatte der Verbund das bestehende Frankfurter Tarifgebiet feingliedriger unterteilt, wodurch die tatsächliche Wegelänge bei der Tarifbildung noch stärker berücksichtigt wird.

Vergleich ausgewählter Strecken (Einzelfahrkarte Erwachsene, Preisstand 2020)

 Bisherige Preisstufe 4  Neue Preisstufe 30
Wiesbaden – Eltville5,00 €  4,15 €
Wiesbaden – Taunusstein5,00 €  4,15 €
Wiesbaden – Schlangenbad5,00 €  4,15 €
Wiesbaden – Niedernhausen  5,00 €  4,15 €
Wiesbaden – Kiedrich5,00 €  4,15 €


Stand 28.05.2019


Pressemitteilung zum Herunterladen