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Rund um den RMV

Der RMV ganz abgedreht

Zwei Darsteller im Gespräch mit dem Regisseur am Bahnsteig.

Drehbesprechung mit vulkanischem Gruß
(© rms GmbH)

Es ist spät am Abend, die meisten Menschen sind bereits zuhause, doch in der Frankfurter S-Bahn-Station „Taunusanlage“ ist noch einiges los. Ein Blick auf den Bahnsteig zeigt zwei Männer in Uniform, die gerade konzentriert den vulkanischen Gruß üben. „Bitte nochmal kurz abpudern“, schallt es herüber. Und schon sind wir mittendrin: in den Dreharbeiten zum RMV-Kinospot.

Video: RMV-Kinospot


Der RMV ganz abgedreht

Aufnahmeleitung: Meister des geordneten kreativen Chaos

Auf den ersten Blick ist es wuselig, die Produktionsmitarbeiter tragen Ausrüstung von A nach B, unterhalten sich, Schauspieler üben Gesten. Aber schnell wird offensichtlich, dass hier jeder weiß, was zu tun ist. Die Aufnahmeleitung bringt alle und alles zur richtigen Zeit an den richtigen Ort: Crew, Schauspieler, Statisten, Requisiten und manchmal auch ein belegtes Brötchen. Alle wollen dazu beitragen, dass hier ein kleines Meisterwerk entsteht - ein knackiger Kinospot. Ein Kurzfilm, der zeigen soll, dass der RMV unterschiedlichste Menschen fortbewegt: alte und junge, lustige und griesgrämige, spießige und coole, Skateboard- wie Rollstuhlfahrer. Und auch solche, die Filmstars zum Verwechseln ähnlich sehen.

Viele Mitarbeiter stehen hinter der Kamera und beobachten das Filmgeschehen.

Viele Mitarbeiter arbeiten für die optimale Einstellung.
(© rms GmbH)

Kamera: alles ins rechte Licht rücken 

Der Kameramann fordert einen zusätzlichen Scheinwerfer für die nächste Einstellung an. Es dauert nicht lange, da wird die Lampe installiert, das Kabel ausgerollt und die Szenerie ins rechte Licht gerückt. Das passt, alle sind zufrieden. Der Regisseur gibt das Startzeichen. „Stopp! S-Bahn fährt ein“, ruft ein DB-Mitarbeiter, der für den reibungslosen Ablauf während des Drehs in der Station sorgt. Das bedeutet für die Crew: kurz durchatmen, die Spannung und Konzentration weiter hoch halten.

Die Station

Filmset Taunusanlage
(© rms GmbH)

Daran ist sie bereits gewöhnt, diese Situation  gab es schon öfter an diesem Abend. Kein Wunder, wenn man bei laufendem Verkehrsbetrieb Filmaufnahmen macht. 

Kalter Wind fegt über den Bahnsteig. Die S-Bahn hält, „normale“ Fahrgäste steigen ein und aus. Ein letzter prüfender Blick auf die Kamera, die Kleidung, das Make-Up, das Licht und zu guter Letzt auf die Statisten, die sich kaum von den Menschen unterscheiden, die auf die nächste Bahn warten. Alles in Ordnung. Alle, die jetzt noch im Bild zu sehen sind, gehören zum Team. „Und bitte!“

Regie: die kreative Kunst

Im Lichtkegel steht ein junger Mann, der an Marty McFly aus der Filmtrilogie „Zurück in die Zukunft“ erinnert. Der Regisseur gibt ihm letzte Anweisungen. „Wenn die Kamera losfährt, flippst du das Skateboard hoch, guckst auf deine Uhr, fährst dir durch die Haare und läufst in diese Richtung davon.“ Einige Male wird der Ablauf geprobt. Über einen Monitor verfolgt der Regisseur das Kamerabild. Hier ist richtiges Timing gefragt - das zeitlich perfekte Zusammenspiel von Kamerabewegung und Schauspiel-Aktion. Die Statisten für diese Szene werden auf die passenden Kostüme und Requisiten hin überprüft. Auf dem Boden kleben Markierungen, damit die Darsteller wissen, wo sie stehen müssen. Im Hintergrund bringt eine Szenenbildnerin ein Filmplakat an eine Säule an. „Alle auf Anfang, wir drehen!“ - und der junge Mann flippt das Skateboard hoch.

Der Bahnsteig wird in eine Filmkulisse verwandelt.

Der Regisseur gibt den Schauspielern Anweisungen.
(© rms GmbH)

Maske und Catering: Koffein und Schminke gegen die Müdigkeit

Eine Schauspielerin im Gespräch mit den Maskenbildnerinnen.

Maske und Kostüm müssen sitzen, bevor gedreht wird.
(© rms GmbH)

Mittlerweile ist es spät in der Nacht, der S-Bahn-Betrieb ist eingestellt. Das Team kann jetzt störungsfrei arbeiten, allerdings muss es gegen die Müdigkeit ankämpfen. Ein paar Stunden wird noch gedreht. Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke aus dem Catering-Raum sind nun heiß begehrt. Es ist ruhig geworden am Gleis, und auch der kalte Wind hat sich verzogen.

Die Maskenbildnerin hat alle Hände voll zu tun. Blasser Teint und Augenränder werden weggeschminkt. Die Frisuren neu arrangiert. Und spätestens sobald die nächste Einstellung vorbereitet ist, sind alle Beteiligten wieder hellwach.

Abgedreht: zurück auf Anfang

In den Morgenstunden ist die letzte Einstellung im Kasten, der Spot abgedreht. Die Schauspieler werden abgeschminkt, die Requisiten zusammengeräumt und die Licht- und Kameraausrüstung verstaut. 

Eine intensive Nacht ist zu Ende. Die S-Bahnen fahren wieder im dichteren Takt und die Station „Taunusanlage“ verwandelt sich in ihren ursprünglichen Zustand. Nur die grün-blaue Beleuchtung an den Auf- und Abgängen zu den Gleisen erinnert Kinofreunde auch weiterhin an Lichtschwerter aus Science-Fiction-Filmen made in Hollywood.

Die Rolltreppe in der Station

Rolltreppen-Beleuchtung oder doch Lichtschwerter?
(© rms GmbH)

Nachbearbeitung: der letzte Schliff

Filmmaterial in Hülle und Fülle, jetzt gilt es, die besten Takes auszuwählen und wie Mosaiksteine ins große Ganze einzufügen. Das Material erhält den letzten Schliff, wird optimiert, geschnitten und vertont. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Über die Leinwand flimmerte der 1:30 Minuten lange Film der Frankfurter Werbeagentur "Bembel" eine Zeit lang in zahlreichen Kinos im RMV-Gebiet. Dann hieß es, Platz nehmen, abschalten und sich wie ein Star fühlen.


Dreharbeiten zum Kinospot

Schauspieler im Scheinwerferlicht neben einer S-Bahn.

Proben, lachen, drehen
(© rms GmbH)

Der Bildschirm an der Kamera zeigt zwei Darsteller mit Anzug und Sonnenbrillen.

Erst im Kamerabildschirm, dann auf der Kinoleinwand.
(© rms GmbH)

Ein Darsteller mit Skateboard wartet auf seinen Einsatz.

Volle Konzentration
(© rms GmbH)

Kameramann und Regisseur überprüfen eine Szene im Kameramonitor.

Ein prüfender Blick auf die zuvor gedrehte Einstellung.
(© rms GmbH)

Requisiten: ein Gartenzwerg und ein Volleyball mit Gesicht auf einer Bank.

Bereit für ihren Einsatz als Requisiten
(© rms GmbH)

Die Station "Taunusanlage" in Frankfurt als Filmset.

Filmset Taunusanlage
(© rms GmbH)

Die Kamera wird von zwei Teammitgliedern vor die S-Bahn transportiert.

Das wichtigste Teil der Ausrüstung: die Kamera.
(© rms GmbH)

Die Rolltreppe in der Station "Taunusanlage" in Frankfurt besticht durch ein grün-blaues Lichtkonzept.

Rolltreppen-Beleuchtung oder doch Lichtschwerter?
(© rms GmbH)

Zwei Darsteller im Gespräch mit dem Regisseur am Bahnsteig.

Drehbesprechung mit vulkanischem Gruß
(© rms GmbH)

Viele Mitarbeiter stehen hinter der Kamera und beobachten das Filmgeschehen.

Viele Mitarbeiter arbeiten für die optimale Einstellung.
(© rms GmbH)

Der Bahnsteig wird in eine Filmkulisse verwandelt.

Der Regisseur gibt den Schauspielern Anweisungen.
(© rms GmbH)

Eine Schauspielerin im Gespräch mit den Maskenbildnerinnen.

Maske und Kostüm müssen sitzen, bevor gedreht wird.
(© rms GmbH)

Die Kamera filmt einen Mann in Bahn-Uniform in der S-Bahn.

Volle Konzentration: während die Kamera läuft, ist es mucksmäuschenstill
(© rms GmbH)