RMV-Fahrplan 2022: mehr Platz für Fahrgäste, mehr On-Demand-Shuttles und X-Busse

Blick von einem Dach auf das Gleisvorfeld am Frankfurter Hauptbahnhof

© Deutsche Bahn AG / Max Lautenschläger

Der RMV weitet zum Fahrplanwechsel sein Angebot aus: Zusätzliche Fahrzeuge schaffen mehr Kapazität auf den Bahnlinien im Taunus und im Odenwald. Dazu sind im Laufe des kommenden Jahres gleich in mehreren Regionen neue On-Demand-Shuttles unterwegs und das X-Bus-Netz wächst um weitere Linien. Außerdem ermöglicht die Linie RE24 eine Zubringerverbindung zur neuen Fernverkehrsverbindung mit dem IC34.

Mehr Platz für Fahrgäste auf der Taunusstrecke und Odenwaldbahn

Zusätzliche Fahrzeuge sorgen für mehr Kapazität auf der Taunusstrecke sowie ab Sommer 2022 auch auf der Odenwaldbahn. Ein wichtiger Schritt für den RMV, um das geplante (Klima-)Ziel erreichen zu können, 30 Prozent mehr Fahrgäste bis 2030 für den Öffentlichen Personennahverkehr zu gewinnen.

Neue X-Bus-Linien

Schneller ans Ziel und das mit kostenlosem WLAN: Mit dem Fahrplanwechsel wird das X-Bus-Netz auf 29 Linien erweitert. Fahrgäste aus Alsfeld erreichen nun zum Beispiel mit der neuen Linie X35 mehr als eine Stunde schneller das Marburger Klinikum. Die Linie X95 zwischen Erlensee und Enkheim ist mit 28 Minuten Fahrtzeit nun fast so schnell wie die Fahrt mit dem Auto auf der Strecke.

Die neuen X-Busse:

  • X14/X15 (Darmstadt - Mörfelden-Walldorf - Flughafen Frankfurt Terminal 1)
  • X18 (Dietzenbach - Walldorf)
  • X35 (Alsfeld - Marburg)
  • X69 (Darmstadt - Reichelsheim)
  • X93/X94 (Hanau - Erlensee - Neuberg)
  • X95 (Büdingen - Erlensee - Frankfurt-Enkheim)

Die Linie X64 (Hanau Freiheitsplatz - Heusenstamm) wird über Obertshausen nach Heusenstamm verlängert und ist künftig innerhalb Hanaus über den westlichen Innenstadtring unterwegs.

Regionallinie RE24 als Zubringer zum IC34

Die Deutsche Bahn bringt mit dem IC34 zwischen Frankfurt und dem westfälischen Münster eine neue zweistündliche Fernverkehrsverbindung nach Mittelhessen. So sind Bad Nauheim, Wetzlar und Dillenburg an den IC-Verkehr angebunden. Damit auch Gießen und Weilburg vom IC-Angebot profitieren können, schafft der RMV mit der neuen Linie RE24 eine Zubringerverbindung über Wetzlar: Dort können Fahrgäste dann in den IC einsteigen.

Das größte On-Demand-Projekt Deutschlands wächst weiter

Im RMV-Gebiet sind zurzeit in Limburg, Taunusstein, Darmstadt, im Kreis Offenbach und im Frankfurter Norden On-Demand-Shuttles im Einsatz. Sie sind digital per App, aber auch telefonisch buchbar und ermöglichen den Einstieg in eine flexible, klimafreundliche und barrierefreie Mobilität. Nachfrage und Interesse sind groß: Allein im Jahr 2021 sind bisher rund 82.000 Fahrgäste über alle Testfelder hinweg mitgefahren.

Im Laufe des Jahres 2022 sollen nun auch in Hofheim, Kelsterbach, Wiesbaden, Hanau und im Landkreis Darmstadt-Dieburg On-Demand-Fahrzeuge Passagiere von A nach B bringen. Gemeinsam mit zehn Partnern baut der RMV das deutschlandweit größte On-Demand-Projekt weiter aus und bringt damit den ÖPNV noch einfacher und näher an die Haustüren.

Blick in die Zukunft mit neuem Regionalen Nahverkehrsplan (RNVP)

Als "Masterplan“ für die Verkehrsentwicklung im Verbundraum prognostiziert der RNVP künftige Verkehrsströme und gibt den Rahmen vor, wie sich der Nahverkehr im RMV bis 2030 und darüber hinaus entwickeln soll. Dabei werden Leistungsangebot, Infrastruktur, Fahrzeuge, Wettbewerb, Qualität, Tarif, Vertrieb und erstmals auch das Thema Digitalisierung miteingebunden.   

Der Plan sieht für die kommenden Jahre eine steigende Nachfrage auf nahezu allen Streckenabschnitten voraus. Für die Verbindungen über größere Distanzen soll das Regionalexpress-Netz zu einem Hessen-Express-Netz ausgebaut werden. Außerdem sieht der Plan umfangreiche Erweiterungen des S-Bahn-Netzes wie zum Beispiel die Verlängerung der Linie S5 und die Nordmainische S-Bahn vor. Dazu sind die Reaktivierungen der Horloff- und der Lumdatalbahn geplant.

Die DB Netz AG wird auf mehreren Strecken die Signaltechnik grundhaft erneuern. Außerdem bereitet der Bund umfangreiche Ausbaumaßnahmen im Fernverkehrsnetz vor.