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RMVaktuell

RMV-Aufsichtsrat stellt Weichen für 2018

Eine S-Bahn der Baureihe ET 430 im Frankfurter Hauptbahnhof

(© RMV - Jana Kay)

Eine erste positive Bilanz beim Schülerticket Hessen, das kostenfreie WLAN in Bus und Bahn, die Mitnahme von E-Scootern und die Zukunft des Regionalverkehrs: Dies und mehr stand am 30. November auf der Tagesordnung des RMV-Aufsichtsrats.

Schülerticket macht junge Hessen mobil

Beim Schülerticket Hessen kann eine erste positive Bilanz gezogen werden: Schon 350.000 Schülerinnen und Schüler sind mit der neuen Jahreskarte unterwegs, die zum 1. August dieses Jahres eingeführt wurde. Das Schülerticket Hessen macht Bus- und Bahnfahren für junge Menschen so attraktiv wie noch nie: Für nur 365 Euro pro Jahr gilt das Ticket in ganz Hessen und ersetzt die bisherigen Angebote, die nur zwischen Wohn- und Ausbildungsort beziehungsweise stadt- und kreisweit gültig waren. Rund 20 Millionen Euro pro Schuljahr stellt das Land Hessen zur Verfügung, um etwaige Mindereinnahmen der Verbünde auszugleichen. 

Kostenfreies WLAN in Bus und Bahn

Auf dem Main-Neckar-Ried-Express startet zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember die erste Zuglinie im RMV, die auf allen Fahrten kostenloses WLAN anbietet. Noch im Jahr 2018 soll dann das Surfen in den ersten S-Bahnen möglich werden. Wie positiv die Fahrgäste das WLAN aufnehmen und dass es technisch möglich ist, eine stabile Verbindung anzubieten, zeigen die Erfahrungen auf der Expressbuslinie X17: Schon seit Mai 2017 kann man hier jederzeit kostenlos ins Internet gehen.

Gruppentageskarte und Hessenticket: Schutz vor Missbrauch

Eine Änderung gibt es zum 1. Januar 2018 bei RMV-Gruppentageskarten und Hessentickets: Dann müssen die Namen aller Mitfahrer eingetragen werden, um den Missbrauch durch die Mitnahme wechselnder Mitfahrer zu unterbinden. Auf gedruckten Fahrkarten trägt man die Namen per Hand ein, beim Kauf als RMV-HandyTicket erfolgt die Eingabe direkt in der App.

Masterplan Regionalverkehr bis 2030

Heute die Mobilität von morgen zu planen, das ist Aufgabe des Regionalen Nahverkehrsplans (RNVP). Der neue "Masterplan" für den Verkehr im ganzen RMV-Gebiet wird an den bestehenden RNVP anknüpfen, der bis zum Jahr 2020 reicht.

Wie werden sich Beschäftigten- und Einwohnerzahlen an bestimmten Orten und damit die ÖPNV-Nachfrage entwickeln? Wie muss die Infrastruktur ausgebaut werden, um der steigenden Zahl von Fahrgästen gerecht zu werden? Welche neuartigen Angebote sind möglich und nötig? Diese und andere Fragen wird der neue Regionale Nahverkehrsplan bis 2030 beantworten, der gemeinsam mit Fachgremien und politischen Institutionen und unter Einbeziehung des RMV-Fahrgastbeirats entsteht.

E-Scooter: Mitnahme in Regional- und S-Bahnen wird möglich

E-Scooter können ab dem neuen Jahr in Regional- und S-Bahnen mitgenommen werden, sofern sie die Voraussetzungen erfüllen. Entsprechend einem bundesweiten Erlass ist auch die Mitnahme in U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen an Voraussetzungen z.B. zu Größe, Gewicht und Kennzeichnung geknüpft, die die Hersteller aktuell noch nicht realisiert haben. Ziel der bundesweiten Regelung ist es, einheitliche Vorgaben für die sichere Mitnahme von Elektroscootern zu definieren.