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RMV-Busschule

Zu Besuch bei der RMV-Busschule

Kinder mit Schulranzen stehen aufgereiht vor dem Bus und steigen nacheinander ein

Auch richtiges Einsteigen will geübt sein.
(© rms GmbH)

Die RMV-Busschule: In Hofheim-Langenhain waren wir dabei und haben einen Einblick bekommen, wie Grundschüler auf ihren Schulweg mit dem Bus vorbereitet werden.

Richtiges Busfahren will gelernt sein

Auf die Frage der RMV-Busschul-Trainerin Birgit Eggers, "Wer von euch kommt denn alles mit dem Bus zur Schule?", melden sich prompt 14 der 28 Kinder, die sich auf dem Parkplatz in Hofheim-Langenhain versammelt haben. Sie gehen in die Klassen 1b und 1c der Wilhelm-Busch-Schule und dürfen für einen Tag das Klassenzimmer gegen die RMV-Busschule tauschen.

"In den ersten Wochen", so Klassenlehrerin Judith Bengel, "wurden die Kinder noch von den Eltern begleitet. Nun sollen sie lernen, den Bus alleine zu nutzen". Am besten geht das natürlich am praktischen Beispiel und so ist RMV-Trainerin Birgit Eggers auch gleich mitsamt einem stattlichen Zwölf-Meter-Bus und dem Maskottchen "Paul Cool" angereist. Die gemeinsam vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft (MTV) durchgeführte Schulung zeigt den Erstklässlern altersgemäß, wie sie ihren Schulweg gut und sicher meistern. Richtiges Busfahren will gelernt sein und das fängt an der Haltestelle an. Ohne Gedrängel und Schubsen lässt es sich für alle schneller und angenehmer einsteigen.

Was tun, wenn die Fahrkarte vergessen wurde?

"Und was braucht man im Bus?", fragt die Trainerin die Kinder - natürlich die Fahrkarte! Wer mal seine Fahrkarte vergessen hat, meldet dies beim Fahrer, "denn Ehrlichkeit ist uns sehr wichtig". Meist findet der dann eine gute Lösung für diese Situation. Die Busschul-Trainerin rät, in einem Geheimversteck immer etwas Geld dabei zu haben. Im Notfall kann man dann eine Fahrkarte kaufen und braucht sich keine Sorgen zu machen.

Sicherheit geht vor

Im Bus selbst spielen Sicherheitsaspekte eine große Rolle. Spielerisch erkunden die Kinder die Sicherheitsvorkehrungen an den Türen und bekommen den Nothammer von Birgit Eggers erklärt. Nur im Notfall, wenn die Türen nicht geöffnet werden können, darf dieser benutzt werden.

Aktives und sicheres Mitfahren in Bus und Bahn sind zentrale Inhalte des RMV-Busschul-Trainings. Birgit Eggers erklärt deshalb, wie man besonders sicher und angenehm mit Bus und Bahn fahren kann. Am besten sichert man sich und seinen Schulranzen mit dem "doppelten Affengriff". Dabei wird der Ranzen etwas unter den Sitz geschoben und mit den Knien umklammert. Mit den Händen hält man sich gut an den Griffen fest.

Was geschieht, wenn man das nicht macht, zeigt uns Paul Cool, der sich lässig in der letzten Reihe auf dem Mittelplatz lümmelt. Bei einer Vollbremsung würde er durch den halben Bus fliegen. Paul ist zwar nur eine Puppe, aber die schmerzhaften Folgen können sich die Kinder gut vorstellen.

Testfahrt mit Lerneffekt

Auf der anschließenden Testfahrt durch Langenhain wird ein Zwischenstopp eingelegt. Busfahrer Thomas Schmidt stellt Verkehrshütchen auf. Die zeigen den Kindern, was passiert, wenn sie zu nah an der Bordsteinkante warten. Dann steigt Thomas Schmidt in seinen Bus und fährt die improvisierte Haltestelle an.

Die Erstklässler staunen über das, was nun passiert: Bei der Einfahrt des Busses in die Haltestellenbucht werden alle Verkehrshütchen umgefahren und einige sogar überrollt. Überrascht und erschrocken haben die Kinder genau beobachtet, warum der Bus die Pylonen umgefahren hat. Anschließend werden mit der Trainerin die richtigen Schlüsse aus dem Experiment gezogen und ein jeder findet für sich den richtigen Sicherheitsabstand heraus.

Haltestelle verschlafen?

"Und was ist, wenn man eingeschlafen ist und die Haltestelle verpasst hat?", will Finn wissen. Busfahrer Thomas Schmidt macht klar: "Auf keinen Fall irgendwo aussteigen, wo man sich nicht auskennt. Einfach dem Busfahrer Bescheid geben und der nimmt einen auf der Rückfahrt wieder mit an die richtige Haltestelle - schließlich ist er Helfer in der Not."

Ein gelungener Tag

Zum Abschluss der Busschule dürfen sich alle Kinder noch mal hinter das Lenkrad des 12-Tonnen-Busses setzen. Das ist nicht nur spannend für die Kinder, sondern vermittelt auch gleichzeitig einen persönlichen Eindruck, wie groß so ein Bus ist und wie wichtig es ist, die gelernten Busschul-Tipps stets zu beachten.

Mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen nehmen die Grundschüler und auch die begleitende Lehrerin der Wilhelm-Busch-Schule an diesem Tag Abschied von der Busschule. In den nächsten Tagen wird die Busschule noch einmal im Unterricht besprochen werden.

"Wer die Busschule erfolgreich mitmacht, kann anschließend auch eine Busschul-Urkunde erhalten, oft auch Fotos und eine zusätzliche Überraschung", informiert die Busschul-Trainerin Birgit Eggers. Sie freut sich immer über die gemalten Bilder mit Busschulregeln und die Texte, die sie von fast allen Busschul-Klassen nach dem Training zugeschickt bekommt.

Mehr zu den Schulprojekten und der Busschule des RMV?

Früh übt sich, was ein umwelt- und selbstbewusster Bus- und Bahnfahrer werden möchte und die RMV-Schulprojekte verhelfen zu einem gelungenen Einstieg. Es gibt viele gute Gründe für eine RMV-Busschule, denn dabei lernen Schüler ganz leicht in der Praxis das korrekte Verhalten im Bus.

Weitere Infos zu den RMV-Schulprojekten finden Sie auf unseren Seiten RMV macht Schule.


Zu Besuch bei der RMV-Busschule in Bildern

An der Bordsteinkante einer fiktiven Haltestelle sind Verkehrshütchen aufgestellt. Beim Einfahren des Busses werden sie überrolt

Ausreichend Abstand vom Bordstein (3-4 Kinderschritte) ist sinnvoll.
(© rms GmbH)

Schüler halten sich mit durchgedrückten Armen an der waagrechten Haltestange im Bus fest - dem so genannten Affengriff

Mit dem "doppelten Affengriff" fährt man besonders sicher.
(© rms GmbH)

Kinder mit Schulranzen vor sich stehen aufgereiht neben dem Bus

Die Grundschüler erarbeiten, wie man am besten und sichersten an der Haltestelle warten und am schnellsten einsteigen kann.
(© rms GmbH)

Kinder mit Schulranzen stehen aufgereiht vor dem Bus und steigen nacheinander ein

Auch richtiges Einsteigen will geübt sein.
(© rms GmbH)

Kinder lauschen der Busschul-Trainerin, die Puppe Paul Cool sitzt lässig auf dem Mittelplatz in der letzten Sitz-Reihe daneben

Die Puppe "Paul Cool" zeigt, was passieren kann, wenn man cool auf dem Mittelplatz der letzten Reihe sitzt, ohne sich festzuhalten.
(© rms GmbH)

Die Puppe "Paul Cool" landet nach einer Vollbremsung "verletzt" im Mittelgang

... bei einer Vollbremsung landet er auf der Nase und liegt "verletzt" im Mittelgang, weil er sich nicht auf einen Platz setzen wollte, an dem man sich besser festhalten kann.
(© rms GmbH)


Ansprechpartner für die RMV-Busschule

Die RMV-Busschulen werden gemeinsam mit unseren lokalen Partnern durchgeführt, die den Bus und das Fahrpersonal vor Ort stellen. Wenn Sie an der Durchführung einer RMV-Busschule interessiert sind, wenden Sie sich bitte an die

Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH

Tel.: (0 61 92) 2 94-1 15

E-Mail: busschulermvde