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Faltrad

Klein, aber flitz: Das Faltrad von A bis Z

Ein zusammengeklapptes Faltrad steht am Gleis, während die U-Bahn einfährt.

Zusammengeklappt fährt das Faltrad auch in Stoßzeiten mit.
(© König/rms GmbH)

Haben Sie schon einmal ein Rad gefaltet? Das lohnt sich! Ein Faltrad kann man jederzeit in Bus und Bahn mitnehmen - und kommt damit noch schneller ans Ziel. 

Um Ihnen die clevere Kombination aus Faltrad und öffentlichen Verkehrsmitteln näherzubringen, hat der RMV gemeinsam mit dem ADFC Hessen (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) ein Sondermodell zum Vorteilspreis aufgelegt. Unsere Redakteurin hat den kompakten Flitzer ausprobiert und ihre Eindrücke von A bis Z notiert.

A wie Auf geht’s: Der Sattel ist schnell auf die richtige Höhe gebracht, ich steige auf und trete los. Oha, etwas wacklig - aber das Gefühl legt sich nach dreihundert Metern. Dank der breiten Reifen liegt das Rad sogar stabil auf, auch über Bordsteine und Frankfurter Kopfsteinpflaster.

B wie Bergauf und bergab: Die acht Gänge laufen wie am Schnürchen, den Anstieg ins Frankfurter Nordend nehme ich entspannt. Entlang des Frankfurter Mainufers wünschen sich sportliche Fahrer ohne Gegenwind vielleicht ein, zwei Gänge mehr - für mich passt es. Bergab muss ich mich erst an die fehlende Rücktrittbremse gewöhnen. Das geht zum Glück sehr schnell, da die Handbremsen zuverlässig greifen.

C wie Coolness-Faktor: Den steigert das Faltrad auf jeden Fall. So einen Flitzer hat nicht jede(r)! 

D wie Design: Die Optik gefällt - klassisch weiß, darauf leuchtet ein oranger "Rallyestreifen". Schick!

E wie Ergonomie: Die Griffe liegen angenehm und sicher in der Hand, nichts dreht sich oder verrutscht. Das ergonomische Design soll die Handgelenke entlasten, in der Tat fühlen sich meine Hände nach der Fahrt übers Kopfsteinpflaster weniger durchgeschüttelt an.

F wie Fahrstuhl: Ich schiebe das Rad in unseren kleinen Büro-Fahrstuhl. Kein Problem - es können sogar zwei Kollegen in den fünften Stock mitfahren. So steht das gute Stück tagsüber sicher neben meinem Schreibtisch.

G wie Gewicht: Zusammengeklappt kann man das Rad mit einer Hand tragen. Es wiegt 14,1 kg - für muskulöse Menschen kein Problem, aber ich habe dünne Arme. Es empfiehlt es sich also, möglichst weit zu schieben und das Rad erst am Bahnsteig zusammenzufalten.

H wie Helm: Sie fahren viel Rad, aber "oben ohne"? Und denken über Anschaffung eines Helms nach? Dann finden Sie eine Kaufberatung sowie alles Wissenswerte zur Rechtslage auf der Website des ADFC.

I wie IKEA-Effekt: Allein die Tatsache, dass man ein Rad so klein klappen kann, macht mich neugierig. Das verspricht einen ähnlichen Selbermach-Spaßfaktor wie der Einkauf im schwedischen Möbelhaus. Also greife ich mir die Bedienungsanleitung und lege Hand an.

J wie Jetzt wird gefaltet: Pedale umklappen - autsch, fast den Finger geklemmt ... Sattel runter, alles klar. Dann kommt der eigentliche Spaß: Der spezielle Mechanismus teilt die Stange in der Mitte, das Rad ist plötzlich nur noch halb so lang. Nun wird die Lenkstange nach unten geklappt. Dabei drehe ich das Vorderrad zuerst in die falsche Richtung und wundere mich, bis mir mein Fehler auffällt. Aha, so herum! Noch mit der Gummilasche befestigen, fertig. Mit etwas Übung schafft man das in den vom Hersteller beworbenen zehn Sekunden. Ich klappe das Rad wieder auf und mache mich damit auf den Heimweg.

K wie Kurve zum Keller kriegen ohne Kinderwagen-Karambolage: Der ultimative Härtetest in Sachen Wendigkeit! Im extrem engen Altbau-Hausflur nehme ich die 155-Grad-Drehung im ersten Versuch. Mit meinem eigenen Rad habe ich das nie geschafft.

L wie Licht: Das Faltrad ist natürlich verkehrssicher und verfügt - neben Schutzblechen und Gepäckträger - über einen LED-Scheinwerfer. Dank Nabendynamo spüre ich beim Treten kaum einen Leistungsverlust. Bahn frei also auch für Nachteulen und frühe Vögel.

M wie Mitnahme: Gefaltet gilt das Rad als Gepäckstück. So fährt es zu jeder Zeit in den Bussen und Bahnen des RMV kostenlos mit - auch im Berufsverkehr, wenn normale Räder nicht mit an Bord dürfen. Das macht das Faltrad gerade für den Arbeitsweg interessant, denn mit Bus, Bahn und Rad sind viele schneller im Büro als mit dem Auto.

N wie Nicht gefaltet: Auch im "fahrbaren" Zustand ist das Faltrad wesentlich transportabler und wendiger als mein normales Rad: Ob U-Bahn, Fahrstuhl oder Treppenhaus, überall komme ich schnell hinein und wieder heraus.

O wie Ordentlich fahren: Ein Zwischenruf - Rücksicht hat Vorfahrt!

P wie Preis und Q wie Qualität: Ein hochwertiges Faltrad ist nicht ganz billig. Gerade deshalb lohnt sich das Sondermodell von ADFC und RMV: Gegenüber dem regulären Preis sparen Sie 100 Euro!

R wie Rolltreppe: Ich beherzige das Prinzip "Rechts stehen, links gehen". Runter zur U-Bahn, rauf zur Straße - die anderen U-Bahnfahrer können problemlos an mir und meinem schlanken Rad vorbeilaufen. Prima.

S wie Schloss: Wer lange Freude am Faltrad haben will, sollte unbedingt in ein gutes Fahrradschloss investieren! Am besten lässt man sich vom Fahrradhändler beraten. 

T wie TERN: Der Markenname leitet sich von der Küstenseeschwalbe ab, die auf Englisch "Arctic Tern" heißt. Wie sie ist das Faltrad klein, leicht, belastbar und ausdauernd. Ausgesprochen wird der Name übrigens wie das Englische "turn".

U wie Umweltfreundlich: Wer vom Auto auf die Kombination aus Faltrad und öffentlichen Verkehrsmitteln umsteigt, verkleinert seinen CO2-Fußabdruck erheblich. (Und meine persönliche Meinung: Radler-Waden sehen immer gut aus!)

V wie Verkäufer: Das ADFC-RMV-Faltrad gibt es nur bei autorisierten Fachhändlern - damit sind kompetente Beratung und fachgerechter Service garantiert. Schauen Sie doch bei Ihrem nächsten teilnehmenden Händler vorbei für eine kleine Testfahrt!

W wie Wetter: Echte Biker kann Regen nicht schrecken. Beim Falten und Tragen lässt es sich aber kaum vermeiden, dass Hose und Jacke das Rad berühren - also Vorsicht bei Matsch mit dem ganz feinen Zwirn.

X wie Xtra Tour: Jede Menge Tipps für kleine und große Ausflüge mit Bus, Bahn und Rad bieten die Xtra Tour-Broschüren des RMV!

Y wie Yay, Feierabend! Das Faltrad bringt mich nach getaner Arbeit gleich noch schneller in den Park. Absteigen, auf die Wiese setzen, Buch auspacken, Picknick machen.

Z wie Zusammenfalten: Das ist heute die clevere Art, mobil zu sein. Wann probieren Sie’s aus?


Bildergalerie: Das Faltrad von A bis Z

Ein zusammengeklapptes Faltrad steht am Gleis, während die U-Bahn einfährt.

Zusammengeklappt fährt das Faltrad auch in Stoßzeiten mit.
(© König/rms GmbH)

Das ausgeklappte Fahrrad steht im kleinen Fahrstuhl.

Das Faltrad passt bequem in den engen Fahrstuhl.
(© König/rms GmbH)

Das Faltrad steht auf einer Brücke. Im Hintergrund sieht man das Frankfurter Mainufer.

Auf in den lauen Feierabend - mit dem Faltrad noch schneller.
(© König/rms GmbH)

Das zusammengeklappte Faltrad steht in der S-Bahn neben der Tür.

In der Bahn macht sich das Faltrad klein.
(© König/rms GmbH)

Ein enger Hausflur, in dem ein Kinderwagen steht.

Der ultimative Härtetest: Trotz Kinderwagen kriegt das ausgeklappte Faltrad die Kurve zum Keller!
(© König/rms GmbH)


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