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Der RMV klärt auf

Weichenstörungen durch Kälte, Eis und Schnee

Die Verfügbarkeit des Fahrweges stellt insbesondere im Winter eine hohe Herausforderung an die Technik dar. So können zum Beispiel Störungen an Weichen (die beim Umstellen durch Eis und Schnee blockiert werden können) zu kostspieligen und zeitraubenden Behinderungen im Bahnbetrieb führen.

Hier erklären wir Ihnen, welche Herausforderungen der Winter bringt, welche Vorkehrungen die Verkehrsunternehmen treffen und was geschehen muss, wenn es zu einer Weichenstörung kommt.

Vor welchen Herausforderungen stehen die Weichen im Winter?

Durch massiven Schneefall kann es an Weichen zu Störungen kommen. Große Schnee- und Eismassen zwischen Zunge und Backenschiene blockieren die Weiche in ihrem Weichenumlauf und führen damit zwangsläufig zu einer Störung. Auch verlieren Züge hin und wieder Eisbrocken, die dann die Arbeit der Weichen behindern.

Welche Vorkehrungen werden getroffen, um Weichenstörungen zu vermeiden?

Sogenannte Schneeräumer befahren die Strecken, die durch starken Schneefall bedeckt sind. Damit wird verhindert, dass sich große Schneemassen auf den Gleisen und speziell den Weichen ansammeln können. Viele Weichen sind mit Weichenheizungen ausgerüstet, um das Einfrieren zu verhindern. Sollte es jedoch zu einer Weichenheizungsstörung kommen, kann es passieren, dass die Weiche nicht in die erforderliche Position (Endlage) umgestellt werden kann.

Das Resultat ist immer gleich: Eine Störung wird dem Stellwerk gemeldet, und die Weiche kann nicht mehr befahren werden.

Wie werden Störungen an Weichen behoben?

Bevor die Störungen behoben werden können, müssen die Weichen gesichert, d.h. gegebenenfalls muss die Weiche gegen das Befahren und Umstellen gesperrt werden. Erst danach können Schnee und Eis entfernt und die Weiche wieder in die richtige Lage gebracht werden. Diese Arbeit darf nur von geschultem Fachpersonal ausgeführt werden.

Datum: 31.08.2015