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Der RMV klärt auf

Wie funktioniert das Tarifsystem des RMV?

Die Themen "Preissprünge" und "Tarifungerechtigkeiten" werden im RMV öffentlich viel diskutiert. Es ist richtig, dass manche Fahrten, auch wenn sie nur über zwei oder drei Stationen gehen, deutlich teurer sind als andere, wesentlich längere Verbindungen. Warum ist das so?

1995 ging der RMV als einer der größten Verkehrsverbünde Europas an den Start. 15 Landkreise, sieben Sonderstatusstädte und vier Großstädte mit unterschiedlichen Verkehrsstrukturen einigten sich auf eine einheitliche Tarifstruktur, um der wachsenden Anzahl von Pendlern die Fahrt in einem einheitlichen Tarifsystem mit einer Fahrkarte zu ermöglichen. Zuvor mussten Pendler neben einer Fahrkarte der Deutschen Bahn zusätzlich noch Tickets von womöglich mehreren lokalen Verkehrsunternehmen für eine einzige Fahrt in der Tasche haben. Für sie endete diese unkomfortable Situation mit Einführung des RMV-Tarifs, aber die Interessen der lokalen Partner und auch der Verkehrsunternehmen mussten ebenfalls weiterhin angemessen berücksichtigt werden.

Dazu wurde das RMV-Gebiet in 60 Obertarifgebiete aufgeteilt, die wiederum in kleinere Einheiten, die sogenannten A0-Tarifgebiete, unterteilt wurden. Die Tarifstruktur sah sieben Preisstufen vor, wobei die Preisstufen 1-3 bis heute vorwiegend bei Fahrten innerhalb der Obertarifgebiete verwendet werden. Die Preisstufen 4-7 kommen bei längeren Strecken zum Tragen. Bei kurzen Fahrten können einzelne A0-Tarifgebiete freigegeben sein, bei längeren Fahrten werden ganze Obertarifgebiete, also große Flächen, freigegeben. Je länger eine Fahrt, desto größer die freigegebene Fläche und desto höher die Preisstufe. Die Preisbildung im Regionalverkehr basiert nicht auf einer einfachen Abzählregel, da die räumlichen Ausdehnungen der einzelnen Tarifgebiete zu unterschiedlich sind. Grundsätzlich gilt aber, dass zwei Obertarifgebiete zusammen zur Preisstufe 4 verkauft werden, es sei denn, man benötigt nur zwei oder drei A0-Tarifgebiete.

Die Stadt Frankfurt besteht von Anfang an aus einem einzigen, ungeteilten Tarifgebiet (5000), das so vom Vorgängerverbund FVV übernommen wurde. Fahrten in Frankfurt haben daher - mit Ausnahme von Kurzstrecken - immer einen einheitlichen Preis, Fahrten über die Stadtgrenze hinaus immer mindestens die Preisstufe 4. Auch bei Wiesbaden, das schon vor Gründung des RMV zusammen mit Mainz ein gemeinsames Tarifgebiet bildete (6500), ist das der Fall. Diese Regelung gestattet es, die Preise lokalen Erfordernissen anzupassen. Frankfurt, Wiesbaden und Mainz waren Vorreiter für die Einführung  der Stadtpreisstufen. Diese sind ein erster Schritt auf dem Weg zur Tarifstrukturreform. Denn zukünftig soll sich die Preisbildung auch im Regionalverkehr stärker am Leistungsangebot und an den tatsächlich gefahrenen Kilometern orientieren. Die Abstufung der Preise soll feiner werden, so dass die großen Tarifsprünge gar nicht mehr entstehen können. Mittlerweile haben alle größeren Städte ab 50.000 Einwohner eigene Stadtpreisstufen. Dadurch kann das unterschiedliche Angebot in Städten und in ländlichen Regionen bei der Preisbildung besser berücksichtigt werden.

Das Tarifsystem umzubauen ist eine Aufgabe, die sehr sorgfältig gemacht werden muss, denn zum einen müssen die Einnahmen des Verbundes auch weiterhin auf einem bestimmten Niveau bleiben, damit das Leistungsangebot gehalten werden kann. Zum anderen sollen mit der Tarifstrukturreform die Preise für die Kunden nicht sprunghaft ansteigen. Die Preise werden sich verstärkt an der Entfernung, aber auch am vorhandenen Leistungsangebot orientieren. Eine Strecke, die schnell und mit hoher Taktfrequenz zurückgelegt werden kann, ist dann unter Umständen höherwertig als die gleiche Strecke, die mit vielen Umstiegen in längerer Zeit überwunden wird.

Konkrete Tarifinformationen findet man unter "Wichtige Tarifinformationen"

Datum: 31.08.2015

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