Geheimnisvoller Keltenfürst und dampfspeiende Modellbahnen - rund um den Glauberg

Der Fund war eine Sensation und ist bis heute einmalig - die nahezu vollständig erhaltene und lebensgroße Sandsteinfigur eines unbekannten Keltenfürsten. Liebevoll "Wetterauer Micky Maus" genannt, bildete ihr Fund den Anlass, direkt neben dem Ausgrabungsfeld ein eigenes Keltenmuseum zu gründen und diesem ein Zentrum der Keltenforschung anzuschließen.

Besucher können im Museum und im archäologischen Park hautnah erleben, wie die Kelten auf dem Glauberg vor 2500 Jahren gelebt haben. Und noch immer gibt es Geheimnisse, die sie hinterlassen haben und auf die Lösung warten.

 

 

Vergrößerte Ansicht: Grüne Wiese mit einem rechteckigen, langgezogenen Gebäude.

(© rms GmbH)

Vergrößerte Ansicht: Sandsteinfigur eines Mannes auf Spitzbart und riesigen Ohren

Die Fürstenstatue vom Glauberg: Etwa zwei Meter hoch ist die gesamte Sandsteinfigur - nur die Füße fehlen
(© rms GmbH)

Im Museum präsentiert die Ausstellung neben dem Sensationsfund viele mühevoll ausgegrabene Einzelstücke, die wie im Puzzle nur langsam ein Gesamtbild der Kelten am Glauberg ergeben.

Die Ergebnisse werden anschaulich dargestellt: Die Kelten gelten als Erfinder der Sense, was die landwirtschaftliche Arbeit revolutionierte. Ihr Hang zu Luxus ähnelt dem unseren - sie liebten genauso Leckereien und hatten bereits einen Hang zum Besonderen - das zeigen die Überbleibsel mit weitgehandelten Gütern aus dem Mittelmeergebiet wie Wein oder Korallen.

 

Vergrößerte Ansicht: Lange Metallstangen, am Ende um 90 Grad gebogen in einer Ausstellungsvitrine

(© rms GmbH)

Vergrößerte Ansicht: Die Fürstenstatue und weitere Statuenfragmente

(© rms GmbH)

Doch es bleiben viele ungelöste Fragen. Die Forscher werden in Sichtweite der Grabungsfelder noch lange zu tun haben, um den Artefakten weitere Geheimnisse zu entreißen.

Daran können die Besucher und vor allem der Keltenwelt teilhaben: In vielen Bereichen des Museums warten interaktive Elemente mit Entdeckerfragen, Guckklappen etwa mit einem "Blick in die Vergangenheit" auf alle Forschungsreisende. Wie in einen Forscherlabor können sie spielerisch den Fragen der Archäologen folgen.

Ein besonderes Highlight ist für Gruppen die einstündige "Grabhügelführung" im Außenbereich, die derzeit für bis zu neu Personen angeboten wird. Sie kostet 60,- Euro, die Anmeldung ist unter anfragenkeltenwelt-glaubergde oder telefonisch unter (060 41) 8 23 30-0 möglich.

Vergrößerte Ansicht: Grüne Wiese mit Hügel und verschiedenen Pfählen

(© rms GmbH)


Anfahrt

Keltenwelt am Glauberg
Museum - Archäologischer Park - Forschungszentrum
Am Glauberg 1
63695 Glauberg

Webseite: http://www.keltenwelt-glauberg.de

Aktuelle Einschränkungen

Infos finden Sie auf der Homepage des Museums.


Weitere Ziele in der Umgebung

Nur wenige Meter oberhalb der Keltenwelt liegt der Gipfel des Glauberg - eher ein kleines Plateau. Auf dem Weg dorthin geht es vorbei an einem aufgelassenen Steinbruch, in dem einst Basalt abgebaut wurde. Eine Erläuterungstafel erklärt Lavaströme und den geologischen Aufbau.

Auf dem Plateau angekommen, gibt es Reste einer Burg mit wenigen Grundmauern zu entdecken. Wer Glück hat, kann vielleicht sogar eine weitere archäologische Grabung beobachten.

Eine Belohnung wartet ebenfalls auf Besucher: Von der Aussichtsplattform gibt es einen herrlichen Rundblick auf die Wetterau und bei guter Fernsicht lässt sich sogar die Skyline des fernen Frankfurt erkennen. Schaffen Sie es auf diese Entfernung, einzelne Gebäude zu identifizieren?

Mit viel Liebe und Enthusiasmus haben die Mitglieder des Vereins die Wetterauer Bahnwelt im Kleinen nachgebaut - und das über die gesamte Erdgeschossfläche des Bahnhofgebäudes.

Detailgetreu können Besucher die Bahnstrecke Stockheim − Gedern bewundern und wie in einem überdimensionalen Wimmelbild fündig werden: Da fahren die unterschiedlichsten Zugmodelle auf der Strecke, Dampfloks rauchen und qualmen, das Festkarussell dreht seine Kreise und viele weitere kleine Entdeckungen sind zu machen - ein Fest für die Sinne der ganzen Familie.


Modellbahnhof Stockheim
Bahnhofstraße 51
63695 Glauburg - Stockheim

E-Mail: kontaktmodellbahnhof-stockheimde
Webseite: www.modellbahnhof-stockheim.de