Limburg entdecken - von gemütlich bis sportlich

Die Domstadt an der Lahn ist mit Bus, Bahn, Fahrrad und sogar Kanu gut erreichbar, hat kurze Wege und so einiges zu bieten: eines der ältesten Fachwerkhäuser in Deutschland, die sieben Todsünden in Holz gehauen, den Blick auf den Domfelsen aus einer neuen Perspektive und eine sehr originelle Sportart. Aber sehen Sie selbst! 

 

Blick in das Gewölbe des Doms

(© shutterstock - Lev Levin)

Der Limburger Dom wirkt trotz seiner sieben Türme gar nicht wuchtig. Seit dem 12. Jahrhundert blickt er hinunter auf die Stadt, die Lahn und das Tal. Das können Sie auch, wenn Sie links vorbei gehen, auf den Domherrenfriedhof, oder rechts am Gotteshaus vorbei, durch den Schlosshof. Doch werfen Sie zuerst einen Blick in die Kirche mit den mittelalterlichen Fresken. Die intensive rote Farbe lässt den Dom außen und innen hell und freundlich erscheinen, ohne dass es überladen wirkt.

Schauen und lauschen

Der Taufstein ist so alt wie der Dom selbst und wird bis heute genutzt. Besonders im Sommer kann man im Dom abschalten und vor allem abkühlen. Ein weiteres Highlight können Besucher vor allem hören: die Klais-Orgel. Besichtigen lässt sich der Dom den gesamten Tag über. Oder Sie buchen eine Führung. Für Kinder und Jugendliche sind gesonderte Programme nach Anmeldung möglich.

Alt und malerisch

Mit dem Dom im Rücken können Sie nun über 62 Treppenstufen weiter durch die Altstadt gehen. Am Fuß der Treppe stoßen Sie auf das Haus Römer 2-4-6, eines der ältesten Fachwerkhäuser in Deutschland aus dem 13. Jahrhundert. Hinter dem Haus fand man bei Ausgrabungen ein jüdisches Kultbad aus dem 12. Jahrhundert. Die Überreste sind noch heute zu sehen.

 

Blick auf die Todsünden

Kinder können jetzt ein Abstecher auf den nahgelegenen Spielplatz machen. Am Ausgang der Altstadt (Brückengasse 9) fällt das Haus der sieben Laster auf. Im Jahr 1567 wurde das Fachwerk auf den Steinsockel gesetzt. Wer nach oben guckt, kann eine Reihe geschnitzter Fratzen erkennen, die als die sieben Todsünden gedeutet werden. Dies sind nur zwei der vielen aufwendig restaurierten Fachwerkhäuser in der Limburger Altstadt. Für Architekturinteressierte bietet sich eine Stadtführung an.

Fotofinish

Nun sind Sie an der Alten Lahnbrücke angekommen. Den schönsten Blick auf den Dom hat man vom Heiligen Nepomuk, dem Brückenheiligen. Als hätte man schon vor vielen Jahrhunderten von den heute obligatorischen Selfies gewusst, gibt es hier eine praktische Nische. Wer nicht gerade zum Freibad oder zum Campingplatz will, dreht hier am besten um und geht Richtung Dom zurück in die Altstadt. Oder Sie halten sich rechts und stoßen dann auf den Katzenturm, den letzten der erhaltenen Türme der Stadtmauer. Über die Grabenstraße gelangen Sie zurück zum Bahnhof.

hohes Fachwerkhaus mit roten Balken und überdachtem Eingang

(© Stadt Limburg)

Fratze mit rausgestreckter Zunge an einer Hauswand

Schon mal der Unmäßigkeit in die Augen geguckt?
(© Stadt Limburg)

Statue eines Mannes, im Hintergrund Dom

(© shutterstock - M. Volk)



Anfahrt

Limburg Bahnhof
DB Fahrkartenausgabe/ Reisezentrum
Bahnhofsplatz 1
65549 Limburg

Weitere Ziele in der Umgebung

Eine andere Art, Limburg und die Umgebung zu entdecken, ist vom Wasser aus. Die Lahn bildet die natürliche Grenze zwischen Westerwald und Taunus. Einige Kanuverleiher bieten ihre Dienste an, teilweise holen sie die Kanuten am Zielort samt der Kanus ab und bringen Sie ganz bequem zum Startpunkt zurück. 

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Kanufahrt von Runkel nach Limburg? Die 10 km flussabwärts überwinden Sie gemütlich in drei Stunden - ein großer Spaß, auch für Kinder. Auf dieser "Kurzstrecke" unterqueren Sie drei Brücken: die Holzbrücke von Dietkirchen, die ICE-Brücke und die Autobahnbrücke. So nähern Sie sich dem Dom von Osten her. Das Besondere: Nur aus dieser Richtung sehen Sie alle sieben Türme des Limburger Wahrzeichens gleichzeitig. Also nicht vergessen, die Kamera bereitzuhalten. Ziel dieser kurzen Tour ist die Kanu-Aussteigstelle vom Limburger Ruderclub. Ganz in der Nähe können Besucher auch einkehren. 

Wenn Sie noch sportlicher sind, können Sie Ihre Tour bis Diez, einem Nachbarort von Limburg, verlängern. Bei dieser Route schippern Sie am Domfelsen und zwei Schleusen vorbei. Mit etwas Glück gelingt Ihnen ein Blick auf Enten und Graureiher. In Diez angekommen, haben Sie Hessen verlassen und befinden sich schon in Rheinland-Pfalz.

Egal, ob Sie weiter flussaufwärts starten oder zwischendrin, die Verleiher an der Lahn planen für Sie die Tour nach Ihren Wünschen. Der RMV hat für Kanu-Begeisterte ein besonderes Angebot.

Dom mit rot-weißer Fassade erhebt sich über Fluss mit Baum-bewachsenem Ufer

(© pixabay – Eifelhunter)

Keine Lust auf Sightseeing und altes Gemäuer? Ihnen ist nach mehr Action zumute? Dann ist der Limpark, etwas außerhalb von Limburg, der richtige "Spielplatz" für die kleinen und die großen Kinder: Probieren Sie Lasertag, Arrow Tag, Paintball, Live Escape (auch als Virtual-Reality-Variante möglich) aus oder setzen Sie sich in ein Kart. Aber da geht noch mehr.

In Zeiten von Corona dürfte Bubble Ball die Sportart der Stunde sein: Man spielt zwar mit mehreren Leuten, aber es gibt keinen Körperkontakt, da sich alle Spieler in einem aufblasbaren Ball befinden, aus dem nur die Beine rausgucken. Denn laufen sollte man schließlich können für diese Fun-Sportart.

 


Limpark
Elzer Straße 2-4
65556 Limburg - Staffel

E-Mail: maillimparkde
Webseite: www.limpark.de