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RMV-Pressemitteilung vom 04.07.2019

RMV-Ticket, Bikesharing und Brötchenkauf in einer App: „Hub“-Konzept gewinnt RMV-Ideenwettbewerb

Den ÖPNV attraktiver machen und mehr Fahrgäste auch außerhalb der Stoßzeiten in die Bahnen und Busse des RMV bekommen – um neue Antworten auf diese Herausforderungen zu erhalten, haben der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und das ÖPNV-Branchenlabor im House of Logistics and Mobility (HOLM) Frankfurt zur Eröffnung des ÖPNV-Labs im HOLM einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Die Sieger stehen nun fest:

Erster Platz: 50.000 Euro Projektbudget und 5.000 Euro Preisgeld

Das „Regionale Hub für Media & Experience“ von Team KOTO (Khalil Ounzarni und Theresa Ohm) bündelt Mobilitätsdienstleistungen, lokale Nachrichten und Informationen und integriert einen Onlineshop. So kann der Fahrgast in der App nicht nur sein RMV-Ticket kaufen, sondern auch zum Beispiel am Zielbahnhof sein Brötchen vorbestellen und bezahlen, bevor er sich auf sein ebenfalls über die App gebuchtes Miet-Fahrrad schwingt, um die letzten Kilometer zum Ziel zurückzulegen. Zudem können App-Nutzerinnen und -Nutzer über ein Bonussystem Punkte sammeln, die sie in Form von Freifahrten in wenig ausgelasteten Zeiten einlösen können.

Damit überzeugte das Team KOTO die Jury aus RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat, rms-Geschäftsführer Jörg Puzicha, HOLM-Geschäftsführer Michael Kadow, RMV-Prokurist Thomas Kern, sowie dem Leiter des HOLM-Innovationsmanagements, Sascha Barthel und setzte sich gegen 26 konkurrierende Teams durch. „Die App greift die Sichtweise des RMV auf, den ÖPNV der Zukunft über Bus und Bahn hinaus zu denken und wird mit der Integration von Nachrichten und lokalen Geschäften zur Begleiterin in allen Lebenslagen“, lobt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat die Idee. „Damit macht sie die ÖPNV-Nutzung noch komfortabler. Zudem motiviert sie durch das Bonussystem, auch abseits der Hauptverkehrszeit zu fahren.“

Als Gewinner des Wettbewerbs können sich Ounzarni und Ohm über 5.000 Euro Preisgeld und einen damit verbundenen Projektvertrag im Wert von 50.000 Euro freuen, in dessen Rahmen der Prototyp ihrer Idee umgesetzt wird. Die unentgeltliche Nutzung des ÖPNV-Lab@HOLM und das Know-how der Experten von RMV und ÖPNV-Lab während der Projektlaufzeit von etwa sechs Monaten runden den Gewinn ab. „Die Anzahl und hohe Qualität der Einreichungen haben gezeigt, dass ein Branchenlabor für den ÖPNV wichtig ist. Das HOLM hat mit dem Ideenwettbewerb den ersten Schritt zur Denkfabrik von morgen getan“, sagt HOLM-Geschäftsführer Michael Kadow. „Wir freuen uns auf das Team KOTO und die Realisierung ihrer Idee.“

Umweltbonus bzw. Strategiespiel auf zweitem und drittem Platz

Den zweiten Platz – und damit 3.000 Euro Preisgeld – gewann das Start-up „Reachlix“ mit seiner Idee der GeenA-App. Die App soll die positiven Effekte der ÖPNV-Nutzung auf die Umwelt kalkulieren und diese belohnen. Auf dem dritten Platz können sich Michelle Theymann und Julian Michalowski für ihre Idee eines ÖPNV-Strategiespiels über 2.000 Euro freuen: Spielerinnen und Spieler von ‚Rhein Main-Mobility‘ stehen vor der Herausforderung, das ÖPNV-Netz im Rhein-Main-Gebiet nach einem verheerenden Sturm wiederaufzubauen. Durch die eigene Planung von Strecken und Fahrplänen soll bei den Spielenden ein einzigartiger Einblick und Verständnis für die Abläufe des RMV entstehen.

Der Wettbewerb

Den Ideenwettbewerb Zukunftsmobilität (kurz #IWZM) hatten RMV und das ÖPNV-Lab@HOLM Mitte Februar 2019 ausgeschrieben. Teilnehmen konnten Teams ab zwei Personen ab 18 Jahren sowie Unternehmen, Start-ups und Hochschulteams. Insgesamt 26 detailliert ausgearbeitete Ideen sind in der etwa zweimonatigen Konzeptionsphase eingereicht worden. Die Bandbreite war enorm und reichte von RMV-Erlebnisfahrten bis hin zu technisch anspruchsvollen Ideen, wie der Lokalisierung von Schlaglöchern beim Busfahren.

Zum RMV

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ist einer der größten deutschen Verkehrsverbünde. Er koordiniert und organisiert den regionalen Bus- und Bahnverkehr auf rund 14.000 Quadratkilometern. Das sind rund zwei Drittel der Fläche des Bundeslandes Hessen. Im Verbundgebiet wohnen zirka 5 Millionen Menschen, zählt man die Einwohner in den Übergangstarifgebieten dazu, sind es sogar 6,7 Millionen Menschen. An den Start ging der Verbund 1995. Seitdem entscheiden sich kontinuierlich mehr Menschen für den RMV: 788 Millionen Fahrgäste bewegt er jährlich. Damit trägt der RMV maßgeblich zur Entwicklung des Rhein-Main-Gebiets als pulsierende Metropolregion bei.

Zum ÖPNV-Lab@HOLM

Das ÖPNV-Lab@HOLM im House of Logistics and Mobility in Frankfurt am Main ist deutschlandweit das erste Branchenlabor für den ÖPNV der Zukunft. Hier haben Verkehrsverbünde, Mobilitätsdienstleister und andere Unternehmen der ÖPNV-Branche erstmals die Möglichkeit, in einem unternehmensübergreifenden Versuchsraum gemeinsam Konzepte und Geschäftsmodelle für die Tür-zu-Tür-Mobilität der Zukunft zu entwickeln. Das ÖPNV-Lab@HOLM ist im Februar 2019 eröffnet worden.

Datum: 04.07.2019


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