Tarifwechsel 2022: Das ändert sich zum 1. Januar im RMV

Durchschnittliche Preisanpassung in Höhe von 1,5 Prozent / Ausweitung der Tarifanerkennung zwischen RMV und VRM

Der RMV-Tarifwechsel bringt zum 1. Januar neue Preise und Änderungen im Westen des Verbundgebiets: Der RMV und der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) weiten dort die gegenseitige Tarifanerkennung aus.

Zum 1. Januar passt der RMV seine Fahrkartenpreise wie in den vergangenen Jahren auch um durchschnittlich 1,5 Prozent an. "Die Tarifanpassung liegt damit nicht nur deutlich unter der aktuellen Inflationsrate, sondern angesichts der steigenden Diesel- und Energiepreise auch deutlich unter unserer Kostensteigerungsrate und ist im Sinne der Fahrgäste und des Klimaschutzes damit auf das absolut zwingend notwendige begrenzt", sagt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. "Den dreifachen Spagat zwischen steigenden Kosten, attraktiven Fahrpreisen und einem dichten Angebot kann der ÖPNV jedoch nur dann dauerhaft vollziehen, wenn die Finanzierung nachhaltig gesichert ist, zum Beispiel über alternative Finanzierungsformen."

Tarifbeispiele (Erwachsene):

   Beispielstrecke   Preis bis 31.12.2021     Preis ab 01.01.2022     Veränderung in Prozent  
   Einzelfahrt Frankfurt  2,75 Euro   2,75 Euro   0
   Einzelfahrt Frankfurt - Wiesbaden  8,80 Euro   8,95 Euro   1,7
   Jahreskarte Wiesbaden - Frankfurt Flughafen     1.396,50 Euro      1.417,10 Euro      1,5
   SchülerTicket Hessen  365,00 Euro   365,00 Euro   0
   SeniorenTicket Hessen  365,00 Euro   365,00 Euro   0


Die vollständige Preistabelle finden Sie auf www.rmv.de.

Einfacher verbundübergreifend unterwegs im Westen

Ab dem kommenden Jahr können Kundinnen und Kunden des VRM den Busverkehr innerhalb des Kragens Limburg-Westerwald ohne Aufpreis nutzen. Das Schülerticket Hessen gilt nun auch auf der Linie 570 im Aartal. Außerdem dehnt der RMV sein Tarifgebiet aus: Durch einen neu geschaffenen Übergangstarif gibt es erstmals durchgängige Fahrkarten von Frankfurt nach St. Goarshausen. So können die Gemeinden Kaub und St. Goarshausen ab Januar mit RMV-Fahrkarte angefahren werden.

"Gerade im Mittelrheintal fahren viele Menschen regelmäßig zwischen den Verbünden hin und her. Mit der erweiterten Tarifanerkennung schaffen wir mehr Anreize für Fahrten über Verbundgrenzen hinweg und sorgen so dafür, dass unser Angebot noch komfortabler nutzbar ist", so RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat.

Der RMV weitet außerdem die Nutzbarkeit des VRM-Gästetickets aus: Dieses wird nun auch im Tarifgebiet 6300 bis Hattenheim auf der Schiene und im Busverkehr anerkannt. Davon ausgenommen ist die Gemeinde Heidenrod.

Stand: 28.12.2021