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Pressemitteilungen 2018

Runder Tisch zur Buslinie 566

RMV, Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig, Hanau LNO GmbH, Gemeinde Großkrotzenburg, Gemeinde Kahl, und Landkreis Aschaffenburg treffen sich zum Runden Tisch / Verlängerung einzelner Fahrten möglich / Finanzierung muss geklärt werden

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hat die Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig, Vertreter der Gemeinden Großkrotzenburg und Kahl, des Landkreises Aschaffenburg sowie der Hanau LNO GmbH bei einem Runden Tisch getroffen, um die Hintergründe des Fahrplans der Buslinie 566 und Lösungen für die derzeitige Situation zu besprechen.

Schon vor dem Runden Tisch hat der RMV mit dem Unternehmen BRH Viabus, das die Linie 566 betreibt, Kontakt aufgenommen, um Möglichkeiten einer Wiederaufnahme des Abschnitts Großkrotzenburg Ost – Kahl auszuloten. Kurzfristig besteht die Möglichkeit, einen zusätzlichen Bus zur Verfügung zu stellen, mit dem zwischen Groß-Auheim und Großkrotzenburg Montag bis Freitag wieder weitestgehend ein 15-Minuten-Takt eingeführt werden könnte und wieder 18 Fahrtenpaare von Großkrotzenburg Ost bis Kahl fahren könnten.

Zeitlich begrenztes Pilotprojekt unter Finanzierungsvorbehalt

Wie diese zusätzliche Leistung finanziert werden kann, ist Gegenstand weiterer Gespräche mit den Lokalen Partnern in den kommenden Tagen. Wenn die Finanzierung zustande kommt, kann das zusätzliche Fahrtangebot voraussichtlich kurzfristig zum Ende der hessischen Sommerferien in Betrieb gehen.

Unter Vorbehalt der Finanzierung ist Zusatzleistung als zeitlich begrenztes Pilotprojekt angelegt, in dessen Rahmen die Fahrgäste der Linie erneut von zwei unabhängigen Quellen zu unterschiedlichen Zeitpunkten gezählt werden. Auf Basis der festgestellten Inanspruchnahme der Zusatzfahrten werden die Partner endgültig entscheiden, ob der Abschnitt Großkrotzenburg Ost – Kahl auch langfristig wieder in den Fahrplan der Linie 566 aufgenommen werden soll.

Kappung wegen geringer Fahrgastzahlen

Mit der Übernahme des Linienbündels Ende Juni durch die BRH Viabus wurde auf der Linie ein neues Buskonzept eingeführt und der Fahrtweg auf Hanau – Großkrotzenburg verkürzt. Grundlage des neuen Fahrplans waren Fahrgastzählungen. Auf dem eingestellten Abschnitt zwischen Großkrotzenburg Ost und Kahl wurden am Tag bei mehr als 40 Fahrten in beiden Richtungen lediglich rund 130 Fahrgäste gezählt. In den nachfrageschwachen Zeiten waren nur sehr wenige, zum Teil überhaupt keine Fahrgäste unterwegs.

Leistungsstarke Schienenverbindung

Eine der Ursachen hierfür sind die parallel zu der Buslinie angebotenen vier Regionalzuglinien (RB56, RB58, RB59, RE55) zwischen Großkrotzenburg und Kahl, die in dichtem Takt die Fahrgäste in zwei Minuten zum jeweils anderen Ort bringen. Der RMV ist angehalten, stets auch die Wirtschaftlichkeit bei der Planung zu berücksichtigen und Parallelverkehre zu vermeiden – vor allem, wenn leistungsstarke Schienenangebote in attraktiver Taktung zur Verfügung stehen.

Änderungen von Fahrplänen und Linienführungen geht jedoch ein umfangreicher Abstimmungsprozess voraus, der alle Beteiligten miteinbezieht. Im konkreten Fall hat der RMV bereits 2013 im verbundweiten Nahverkehrsplan den Parallelverkehr zur Buslinie 566 benannt und unter anderem der KVG, der Gemeinde Großkrotzenburg und dem Landkreis Aschaffenburg Veränderungsbedarf angekündigt.

Datum: 25.07.2018


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