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RMV aktuell

10-Minuten-Garantie: Mobile Antragstellung und neue Regeln ab 31. März

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Gleich mehrere Neuerungen erwarten die Nutzer der RMV-10-Minuten-Garantie zum 31. März. Ab diesem Zeitpunkt können Fahrgäste ihre Erstattungsanträge komfortabel via Smartphone einreichen. Daneben treten neue Regeln in Kraft, die gegen den zunehmenden Missbrauch der RMV-10-Minuten-Garantie vorgehen. 

Mobile Antragstellung und alternative Auszahlungsformen

Ab 31. März können Fahrgäste auch von unterwegs über das Smartphone ihren Erstattungsantrag stellen. Bisher war dies nur über den PC möglich. Voraussetzung für den Antrag ist, dass die verspätete Fahrt abgeschlossen ist. Perspektivisch soll die Beantragung mit nur wenigen Klicks über das Kundenportal meinRMV möglich sein.

Außerdem arbeitet der Verbund zusammen mit seinen Partnern an alternativen Auszahlungsformen. Derzeit müssen Fahrgäste die Erstattungsbeiträge noch unter Vorlage der Originalfahrkarte in einer RMV-Mobilitätszentrale oder einer RMV-Vertriebsstelle abholen.

Betrugsversuche nehmen zu

In den vergangenen Monaten kam es jedoch immer wieder vor, dass die 10-Minuten-Garantie missbraucht wurde: Kunden beantragten Erstattungen für Fahrten, die sie nicht angetreten haben. In besonders dreisten Fällen wurden Anträge für mehrere Fahrten gestellt, die zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten stattfanden. Teilweise kommen so von einer Person Anträge für zehn oder mehr Fahrten für einen Tag zusammen - der Rekord liegt bei mehr als 40 gestellten Anträgen.

Neue Regeln gegen Missbrauch

Mit der Begrenzung der maximalen Zahl der 10-Minuten-Garantie-Anträge auf drei erstattungsfähige Fahrten pro Tag wird diesem Verhalten nun Einhalt geboten. Dies gilt auch bei Fällen höherer Gewalt, wie zum Beispiel Unwetter oder Streiks. Zudem können Kundinnen und Kunden künftig maximal ein Drittel des Gesamtpreises einer Zeitkarte über die 10-Minuten-Garantie zurückerstattet bekommen. Ausgenommen von dieser Deckelung der Erstattungssumme sind Einzel- und Tageskarten.

Dass berechtigte Ansprüche auf Erstattung durch diese Regel beeinträchtigt werden, ist unwahrscheinlich, denn 95 Prozent aller Nutzer der 10-Minuten-Garantie stellen Anträge für weniger als drei Fahrten an einem Tag.

Über 1,5 Millionen gestellte Anträge

Die seit Juni 2017 angebotene RMV-10-Minuten-Garantie ist eine freiwillige Leistung des RMV, die weit über die gesetzlichen Fahrgastrechte im Eisenbahnverkehr hinausgeht. Ab zehn Minuten Verspätung am Ziel, gibt es - je nach Fahrkartenart - den Fahrpreis vollständig oder anteilig zurück. Erstattungsanträge können innerhalb von sieben Tagen gestellt werden. Seit Einführung der Garantie wurden so bis Ende Februar 2019 insgesamt rund 1,5 Millionen Anträge im Wert von rund 3,6 Millionen Euro gestellt.