Noch besser mit Abstand unterwegs: RMV und Partner präsentieren Auslastungsprognose

Hand mit Handy vor U-Bahn-Abgang Römer

(© RMV/Alex Schwander)

Seit September können sich RMV-Fahrgäste bereits vor Fahrtantritt über das geschätzte Fahrgastaufkommen in den Verkehrsmitteln ihrer Route informieren. Die prognostizierte Fahrzeugbelegung wird als Piktogramm in der Verbindungsauskunft auf der für Smartphones angepassten mobilen RMV-Website (m.rmv.de) angezeigt. Ist das zu erwartende Fahrgastaufkommen auf der gewünschten Verbindung hoch, werden alternative Routen mit geringerem Aufkommen vorgeschlagen.

Pilotprojekt der Partner schnell umgesetzt

Das Pilotprojekt haben RMV, VGF, traffiQ und der Auskunftsspezialist HaCon nach Zuspitzung der Corona-Krise innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt. Die Funktion soll zu einem späteren Zeitpunkt auch in der RMV-App verfügbar sein.

Geändertes Fahrverhalten: Abstand gewünscht

Das Mobilitätsverhalten der Fahrgäste hat sich in den vergangenen Wochen stark verändert, viele Fahrgäste möchten nach Möglichkeit auch während einer Fahrt in Bussen und Bahnen Abstand halten. Für den RMV und seine Partner ist es das oberste Ziel, dass die Fahrgäste auch zu Zeiten von Corona mit einem sicheren Gefühl in Bus und Bahn einsteigen.

Mit der RMV-Auslastungsprognose geben wir unseren Fahrgästen nach sehr kurzer Entwicklungsarbeit ein Tool an die Hand, um ihre Fahrt im öffentlichen Nahverkehr noch besser planen zu können. Damit sind wir in Deutschland Vorreiter, was eine Auslastungsprognose im Nahverkehr angeht, denn anders als der Fernverkehr können wir nicht auf Reservierungsdaten zugreifen.

So funktioniert die RMV-Auslastungsprognose

Die Prognose für das Fahrgastaufkommen basiert auf Daten von über zwei Millionen täglichen Abfragen aus der RMV-Verbindungsauskunft sowie Daten aus dem RMV-HandyTicket. Das und zusätzliche Daten aus automatischen Fahrgastzählsystemen des Stadtverkehrs Frankfurt (U-Bahn, Straßenbahn und Bus) und der S-Bahn werden zunehmend präzise Prognosen für das Fahrgastaufkommen bereithalten. Die verwendeten Informationen wurden datenschutzrechtlich geprüft, als unbedenklich eingestuft und lassen keinerlei personenbezogene Rückschlüsse zu.

Zusätzlich berücksichtigt der selbstlernende Algorithmus in seiner Prognose auch planbare externe Einflüsse, wie zum Beispiel Baustellen und Großveranstaltungen. Mittelfristig plant der RMV weitere Datenquellen in die Auslastungsprognose zu integrieren, um auch kurzfristige Einflüsse wie Störungen und Ausfälle zu berücksichtigen und eine Prognose in Echtzeit zu ermöglichen. Zudem ist mittelfristig geplant, auch die Verteilung der Fahrgäste innerhalb eines Fahrzeugs anzuzeigen.

Zunächst abrufbar über mobile Verbindungsauskunft

Die Auslastungsprognose ist zum Start zunächst ausschließlich in der mobilen Verbindungsauskunft verfügbar. Mit der mobilen Verbindungsauskunft können Fahrgäste bei der Planung ihrer Reiseroute neben den klassischen ÖV-Verbindungen mit Bussen und Bahnen auch weitere Verkehrsmittel bzw. Mobilitätsangebote einbeziehen: Möglich sind auch Kombinationen mit Carsharing, Bikesharing, dem Taxi oder dem eigenen Fahrrad. Die mobile RMV-Website ist für alle Smartphones und Tablets einfach über den Browser erreichbar. Bei Desktop-PCs gibt man im Browser einfach m.rmv.de ein.