Bahnhof Oestrich-Winkel barrierefrei umgebaut

Eine Gruppe Menschen schneidet am Bahnhof Oestrich-Winkel ein Band durch, Bahnhof ist barrierefrei.

Vertreterinnen und Vertreter von RMV, Deutscher Bahn und der Gemeinde Oestrich-Winkel eröffnen den umgebauten Bahnhof.
© RMV

Mehr Komfort für Reisende und Pendler: In Oestrich-Winkel sind Fahrgäste durch den stufenfreien Aus- und Neubau der Bahnsteige und der neuen Personenunterführung noch komfortabler und barrierefrei unterwegs. Er ist der 206. barrierefreie Bahnhof im RMV-Gebiet.

Auch alle anderen Fahrgäste auf der RheingauLinie profitieren, denn durch den Umbau kann auch die Pünktlichkeit der Linie erhöht werden.

Umbau für Barrierefreiheit und Sicherheit

Nach einem Jahr Bauzeit ist es soweit: Am Bahnhof Oestrich-Winkel ist nun der stufenfreie Einstieg in die Regionalbahnen der RheingauLinie möglich. Gleichzeitig wird der bisherige Mittelbahnsteig am Gleis 2, der nur über die Gleise zu erreichen war, durch einen neuen zweiten Außenbahnsteig ersetzt, für den eine Personenunterführung gebaut wurde. Rund 1200 Fahrgäste, die hier täglich ein- oder aussteigen, profitieren vom modernisierten und barrierefreien Bahnhof.

Baumaßnahmen im Einzelnen 

Am Gleis 1 wurde der Bahnsteig auf 55 Zentimeter angehoben und auch der neue Außenbahnsteig am Gleis 3 wurde auf dieser Höhe gebaut. Damit ist nun der ebenerdige Einstieg in die Fahrzeuge der Regionalbahn möglich. Auch ein taktiles Wegeleitsystem für sehbeeinträchtigte Reisende ist nun an den Bahnsteigen 1 und 3 vorhanden.

Ebenso bedeutsam ist die Verbesserung des Bahnsteigzugangs in Fahrtrichtung Wiesbaden. Bislang war er nur ebenerdig über die Gleise zu erreichen und musste dafür bei jedem Zughalt vom Bahnhofspersonal gesichert werden. Auch die Barrierefreiheit war damit nicht gegeben. Das Gleis ist durch die neu gebaute Personenunterführung ebenfalls über Rampen stufenfrei zu erreichen.

Auswirkungen für alle Fahrgäste

Vom Umbau profitieren auch alle anderen Fahrgäste der RheingauLinie: Während des Zughaltes in Oestrich-Winkel durfte aus Sicherheitsgründen bislang kein anderer Zug durch den Bahnhof fahren. Durch den Umbau können nun mehrere Züge gleichzeitig halten oder passieren. So kann die Pünktlichkeit auf der Linie verbessert werden.

Investition für zukunftsweisende Mobilität

In Zukunft ist geplant, das Fahrtenangebot auf der Linie auszuweiten. Vorbehaltlich der Finanzierung sollen zum Start des Vertrages Ende 2024 über 20 Prozent mehr Fahrten mit einem weitgehenden Halbstundentakt angeboten werden. In der zweiten Stufe ab Ende 2026 soll die Anzahl der Fahrten noch einmal steigen, die Linie RE9 häufiger fahren und bis Koblenz verlängert werden.

Finanziert wurde das Projekt am Bahnhof Oestrich-Winkel von der Deutschen Bahn AG, dem Bund, der Stadt Oestrich-Winkel und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund.