"EASY"-Shuttle bald vollautonom unterwegs

Zwei EASY-Fahrzeuge hintereinander

(© rms GmbH/Pavlakis)

Weiterer Meilenstein beim Einsatz autonomer Fahrzeuge als Ergänzung von Bus und Bahn: Seit dieser Woche ist EASY (Electric Autonomous Shuttle for You) auf dem Gelände der Stadtbahnzentralwerkstatt der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) im Frankfurter Stadtteil Rödelheim unterwegs - und das bald auch ohne Operator an Bord.

Mobilität der Zukunft: Shuttle-Betrieb ohne Begleitperson

Erstmals testet der RMV den Betrieb autonomer Fahrzeuge ohne begleitenden Operator an Bord. Für die Mobilität der Zukunft ist das der nächste wichtige Schritt: Denn die Shuttles sind dann vollautonom und könnten so am besten auf Abruf den Bus- und Bahnbetrieb in den Randlagen und ländlichen Gebieten ergänzen.

Bis jetzt ist aus Sicherheitsgründen ein Operator an Bord autonomer Shuttles rechtlich vorgeschrieben. Dieser kann zum Beispiel eingreifen, wenn ein Fahrzeug außerplanmäßig stoppt. Um diese neue Entwicklungsstufe erreichen zu können, ist ein sicherer Einsatz der Kleinbusse ohne Begleitperson in mehreren komplexen Betriebssituationen auf einem vorgeschriebenen Testfeld nachzuweisen. Dazu eignet sich das weitläufige Gelände der Stadtbahnzentralwerkstatt hervorragend, hier wurde extra eine rund 1000 Meter lange Teststrecke mit fünf Haltestellen eingerichtet. Damit die Shuttles dort bald ohne Begleitperson fahren dürfen, müssen sie zunächst 200 Übungsstunden mit Operator absolvieren. Danach dürfen sie vollautonom fahren.

Beobachtet und überwacht werden die Fahrwege der Shuttles von einer Leitstelle im Gebäude der Stadtbahnwerkstatt. Die VGF wird den autonomen Betrieb auch in Bezug auf notwendige Genehmigungen und Begutachtungen begleiten. Sobald ausreichende Erfahrungen gesammelt wurden, dürfen Fahrgäste die vollautonom fahrenden Kleinbusse nutzen.

Über das Pilotprojekt EASY

EASY (Electric Autonomous Shuttle for You) ist ein Pilotprojekt zum Test von autonomen Fahrzeugen und ihrer Nutzbarkeit für den öffentlichen Nahverkehr. Mit wechselnden lokalen Partnern untersucht der RMV im gesamten Verbundgebiet, wie sich autonome Fahrzeuge unter welchen Umständen in den öffentlichen Nahverkehr eingliedern lassen. Für das Testfeld auf dem Gelände der Stadtbahnzentralwerkstatt hat der Verbund sich mit der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) zusammengetan, die VGF stellt die Operatoren sowie das Testfeld auf ihrem Betriebsgelände zur Verfügung. Das RMV-Tochterunternehmen rms GmbH übernimmt bei diesem Projekt die Gesamtleitung und die RMV-Tochter fahma den Kauf und die Bereitstellung der Fahrzeuge.

Weitere Informationen bietet die Website www.probefahrt-zukunft.de