Land Hessen fördert Infrastruktur für Hessens erste Wasserstofftankstelle in Frankfurt-Höchst

Verantwortliche zeigen Förderbescheid für Wasserstofftankstelle in Frankfurt-Höchst

Gemeinsames Engagement für die Wasserstofftankstelle für Züge (v.l.): Dr. Joachim Kreysing, Geschäftsführer InfraServ, Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer RMV, und Jens Deutschendorf, Staatssekretär Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.
© Infraserv Höchst, 2021

Ab Dezember 2022 werden 27 Wasserstoffzüge auf den Strecken von Frankfurt nach Königstein und Brandoberndorf, von Frankfurt-Höchst nach Bad Soden und von Bad Homburg nach Friedberg unterwegs sein. Betankt wird die moderne Flotte künftig im Industriepark Höchst an Hessens erster Wasserstofftankstelle für Züge.

Das Land Hessen fördert den Bau der Schieneninfrastruktur für diese Tankstelle mit rund 2,5 Millionen Euro und investiert zudem für die Erstellung vorbereitender Gutachten und den Bau einer mobilen Zugbetankungseinrichtung über 800.000 Euro. Für die Betankungseinrichtung als solche stellt der Bund weitere Fördermittel bereit.

Das Land Hessen und der RMV engagieren sich stark im Bereich alternativer Antriebstechnologien und der Verkehrswende. Da Wasserstoff im Industriepark Höchst in großen Mengen als Nebenprodukt anfällt, kann er ohne zusätzliche Emissionen für den ÖPNV genutzt werden. Um jederzeit die Betankung der Züge sicherzustellen, baut Infraserv zudem einen Elektrolyseur, der Wasserstoff herstellt. 

Emissonsfrei und geräuscharm durch den Taunus

Die Alstom-Brennstoffzellenzüge des Typs "Coradia iLint" haben eine Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern und können so mehr als einen ganzen Tag mit einer Tankfüllung fahren. Sie ersetzen die mit Diesel betriebenen Loks auf den Linien

  • RB11 (Frankfurt-Höchst – Bad Soden),
  • RB12 (Frankfurt – Königstein),
  • RB15 (Frankfurt – Bad Homburg – Brandoberndorf) und
  • RB16 (Friedrichsdorf – Friedberg).

Die Fahrzeuge fahren emissionsfrei, sind geräuscharm und geben nur Wasserdampf und Kondenswasser ab. Die Bauarbeiten für die Wasserstofftankstelle haben im April begonnen und sollen bereits Anfang 2022 abgeschlossen werden.