Positive Bilanz nach letztem Fußball-EM-Spiel in Frankfurt

Eine bunt beklebte S-Bahn im EM-Design mit vielen verschiedenen Farben fährt durch Frankfurt.

© Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Rund 230.000 Fans waren an den fünf Spieltagen im Stadion. Ein Großteil der Zuschauerinnen und Zuschauer nutzte Bus, Bahn und Straßenbahn während des Turniers.

Um eine möglichst reibungslose Hin- und Rückfahrt der Fans zum/vom Stadion gewährleisten zu können, wurden zusätzliche Straßenbahnen eingesetzt, die Haltestellen am Stadion an Spieltagen von bis zu 16 Bussen pro Stunde bedient, S-Bahn-Verbindungen aufgestockt und Zusatzhalte von Regionalzügen am Stadion eingerichtet.

Auch zur Fanzone am Mainufer verlief die An- und Abreise bisher weitestgehend reibungslos.

Mobilitätskonzept ist aufgegangen

Um dem Besucherstrom und den höheren Fahrgastzahlen gerecht werden zu können, waren mehr Bahnen und Personal im Einsatz. Fahrgästen standen täglich rund 300 Züge von und nach Frankfurt mit 190.000 Sitzplätzen zur Verfügung. Am Frankfurter Hauptbahnhof waren während der EM an Spieltagen rund 100.000 Reisende mehr pro Tag zu Gast als sonst.

Neben mehrsprachigen Reisendenlenkerinnen und -lenkern waren hier Volunteers der Stadt Frankfurt sowie freiwillige Helferinnen und -helfer der Deutschen Bahn (DB) im Einsatz. Rechtzeitig zum EM-Beginn öffnete die DB auch den ersten Abschnitt der neuen B-Ebene unter dem Hauptbahnhof. Die Gäste kamen so komfortabel und schnell zu den Zügen, den Public Viewing-Bereichen in der Stadt und zum Stadion.

Auch Bundespolizei zieht positives Fazit

Das Einsatzkonzept der Bundespolizei hat sich bewährt. Der Schwerpunkt der Einsatzmaßnahmen lag auf der An- und Abreise der Fans über den Frankfurter Hauptbahnhof sowie die Zu- und Ableitung am Bahnhof Stadion zur Frankfurt Arena. Für das Einsatzkonzept konnte auf die Erfahrungen aus Bundesliga- und europäischen Fußballspielen sowie die Erkenntnisse aus Großereignissen wie der NFL oder Konzerten zurückgegriffen werden.

An den Spieltagen waren am Spielort Frankfurt am Main in der Spitze jeweils zwischen 500 und 800 Kräfte in den Einsätzen gebunden und sorgten dafür, dass es zu keinen nennenswerten Vorfällen kam und die Fahrten zum/vom Stadion friedlich und sicher verliefen. Dazu beigetragen hat vor allem auch die Unterstützung ausländischer Kräfte (AUK) sowie von Polizisten aus Nicht-EU-Staaten als Einsatzbeobachter (EB). Durch sie konnten die Fans in der jeweiligen Landessprache über aktuelle Maßnahmen, Sperrungen oder ihre Zugfahrten informiert werden.