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RMV aktuell

RMV und DB starten Qualitäts-Intensivprogramm

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Deutsche Bahn (DB) packen zusammen an: Um die Betriebsqualität zu verbessern und für die wachsenden Fahrgastströme der Zukunft gewappnet zu sein, haben die Partner ein umfangreiches Intensivprogramm gestartet, das die Voraussetzungen dafür schaffen soll, gemeinsam mit dem Land Hessen den Eisenbahnverkehr in der Region fit für die Zukunft zu machen.

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Intensivprogramm Schiene für das Rhein-Main-Gebiet (v.l.n.r.): Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV), Dr. Jörg Sandvoß, Vorsitzender Vorstand der DB Regio AG, Bernd Koch, Vorsitzender Vorstand der DB Station&Service AG, Frank Sennhenn, Vorsitzender Vorstand der DB Netz AG und Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.
(© RMV - Holger Peters)

Pünktlich, sicher, sauber, zuverlässig und gut informiert

Besonders im Fokus steht der Knoten Frankfurt, durch den zwei Drittel des deutschen Eisenbahnverkehrs verlaufen.

Das Intensivprogramm bündelt geschäftsfeldübergreifend Maßnahmen der DB-Sparten Netz, Regio und Station&Service zu einem umfassenden Katalog, der Verbesserungen von A wie Abfahrtszeiten bis Z wie Zuverlässigkeit vorsieht. Pünktlich, sicher, sauber, zuverlässig und gut informiert – das sind die Qualitätskriterien, die es zu erfüllen gilt.

Inhalte des Intensivprogramms

Im Bereich Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit setzt die DB insbesondere auf eine stärkere Personaldecke, verbesserte Fahrzeuginstandhaltung und -bereitstellung, eine noch flexiblere Steuerung der Züge zwischen Fulda und Mannheim sowie Infrastrukturmaßnahmen, wie die schrittweise Digitalisierung der Schiene. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Fahrgastinformation und das Erscheinungsbild der Bahnhöfe. Damit sich Fahrgäste an den Bahnhöfen wohlfühlen, investieren DB, Land, Bund und Kommunen 2019 rund 116 Millionen Euro in Hessens Bahnhöfe.

Verbesserung der Reisendeninformation

Schon heute profitieren Reisende in Hessen von besseren Informationen an kleinen Bahnhöfen, von innovativen Projekten wie Holoplot für verständlichere Durchsagen und in Kürze von der neuen DB Information im Frankfurter Hauptbahnhof. Zudem ist eine einheitliche Reisendeninformation ein ganz großes Thema des Intensivprogramms: Ab 2020 soll ein zentraler Datentopf in Hessen alle Kanäle von der Bahnsteiganzeige bis zur RMV-App in Echtzeit bespielen und so für eine noch umfassendere Fahrgastinformation sorgen. Damit gehen die Partner das Problem an, dass die verschiedenen Informationskanäle ihre Daten derzeit aus unterschiedlichen Quellen bekommen. Dass am Bahnsteig teilweise andere Informationen angezeigt werden wie zum Beispiel auf der RMV-Website, soll damit der Vergangenheit angehören.

Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive und mehr Fahrzeuge

Seit 2016 konnten in Hessen für den Regional- und S-Bahn-Verkehr 300 neue Lokführer und Lokführerinnen ausgebildet werden. Über die Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive sollen 2019 weitere 170 Neueinstellungen erfolgen. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, wird darüber hinaus die S-Bahnflotte aufgestockt: 14 zusätzliche Fahrzeuge sollen die Flotte verstärken und so mehr Langzüge ermöglichen. An den Start gehen die neuen Wagen schrittweise ab Mai.

Bessere Fahrzeugverfügbarkeit und präventive Instandhaltung

Beim Main-Neckar-Ried-Express und beim Mittelhessen-Express konnte die Verfügbarkeit der Fahrzeuge mithilfe von zusätzlichen Mitarbeitern in den Werkstätten, aber auch durch mobile Instandhaltungsteams verbessert werden. Die DB investiert zudem kurzfristig sechs Millionen Euro in Stellwerke, Weichen, Signale, Bahnübergänge und Brücken, um Störungen beheben zu können, bevor sie überhaupt entstehen und die Fahrgäste so zuverlässig und pünktlich an ihr Ziel kommen.

Verbesserung der Infrastruktur auf Engpass-Abschnitten

Zudem soll ein neu eingerichtetes Expertenteam die Züge in dem stark ausgelasteten Korridor zwischen Fulda und Mannheim noch effizienter steuern. Das Ziel: verspätete Züge dürfen keine pünktlichen Züge beeinträchtigen. Zehn Millionen Euro investiert die Bahn dieses Jahr zusätzlich in den Korridor, um die Qualität der Infrastruktur auf diesem Engpass-Abschnitt zu steigern.

Zur Qualitätsoffensive gehört jedoch auch der Ausbau der Infrastruktur. Die Umsetzung der Projekte von FrankfurtRheinMainPlus ist in diesem Zusammenhang unabdingbar. Perspektivisch setzt das Land Hessen wie auch der RMV zudem auf einen Schienenring um Frankfurt und einen Fernbahntunnel am Hauptbahnhof, die die Kapazität und die Qualität des Bahnverkehrs weiter steigern werden.

Land Hessen unterstützt Qualitätsoffensive

Insgesamt unterstützt das Land Hessen die Qualitätsoffensive von Bahn und RMV mit einem dreistelligen Millionenbetrag. Um beispielsweise die Stabilität und die Betriebsqualität der S-Bahn zu verbessern, investiert das Land im Rahmen des Programms S-Bahnplus mehr als 70 Millionen Euro in zusätzliche Weichen und Signale. Rund 35 Millionen stellt das Land alleine in diesem Jahr für die Modernisierung von Bahnhöfen zur Verfügung.

Die Maßnahmen des Intensivprogramms im Überblick

  • Neue DB-Information und innovative Formate für bessere Kundeninformation am Bahnhof
  • Konsistente Fahrgastinformation über alle Kanäle durch neue Reisendeninformations-Plattform
  • 116 Millionen Euro Gesamtinvestitionen in 2019 für modernisierte und barrierefreie Bahnhöfe in Hessen
  • Bessere Fahrzeugverfügbarkeit im Regionalverkehr durch zusätzliche Mitarbeiter und mehr Werkstattkapazitäten
  • Mehr Fahrzeuge für eine stabilere Qualität und mehr Leistung: zusätzliche S-Bahnen der Baureihe ET 425
  • Mehr Lokführer für Hessen – Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive
  • Mehr Verlässlichkeit im Knoten Frankfurt und auf stark belasteten Zulaufstrecken durch PlanStart und PlanKorridor Mitte
  • Mehr Stabilität im Netz durch präventive Instandhaltung
  • Reibungsloser Bahnbetrieb durch moderne Stellwerke
  • S-Bahnplus-Programm für schnelle Qualitätseffekte