Pünktlichkeitsrekord der S-Bahn Rhein-Main im Jahr 2020

Ansicht von hinten einer S-Bahn am Frankfurt Hauptbahnhof

© RMV/Stefanie Kösling

Im vergangenen Jahr konnte die S-Bahn im RMV-Gebiet einen Pünktlichkeitsrekord verzeichnen: Die Züge waren im Jahr 2020 durchschnittlich zu 94,2 Prozent pünktlich. Das ist eine Verbesserung um mehr als zwei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr 2019. Ein ähnlich hoher Wert konnte zuletzt 2013 erzielt werden.

Qualitätsverbesserung sorgt für höhere Pünktlichkeit

Gründe für die Verbesserung sind neben der niedrigeren Auslastung des Netzes und der Züge im vergangenen Jahr vor allem zahlreiche Investitionen in die Qualität. Die S-Bahn Rhein-Main teilt sich den Großteil der Gleise mit anderen Zügen. Da auch der Fern- und der Regionalverkehr 2020 sehr gute Pünktlichkeitswerte erzielt haben, kam es zu deutlich weniger Folgeverspätungen.

Mehr Personal, mehr Züge und mehr Geld für die Infrastruktur

2020 hat die S-Bahn Rhein-Main knapp 100 Menschen für die Ausbildung zum Lokführer eingestellt. Die Fahrzeugflotte wurde um 14 Fahrzeuge der Baureihe ET 425 auf nunmehr 205 Fahrzeuge erweitert. Und auch in die Infrastruktur flossen allein in Hessen im letzten Jahr 900 Millionen Euro. Für eine höhere Leistungsfähigkeit sind mehr als 130 Kilometer Gleise und fast 170 Weichen erneuert worden. Die dringend benötigten Netzkapazitäten werden mit Neu- und Ausbaumaßnahmen, wie zum Beispiel dem Bau der eigenen Gleise für die S6 vorangetrieben

Die Pünktlichkeitswerte von 2020 wollen der RMV und die S-Bahn Rhein-Main auch nach der Corona-Pandemie erreichen, wenn Züge und Schienennetz wieder stärker belastet werden. Aus diesem Grund setzen sich beide Partner für einen schnellen Ausbau der Infrastruktur ein.