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Eigene Gleise für die S6: Erste Fahrten auf neuem Teilabschnitt

Neues Bahngleis, links Baustellenfahrzeuge, rechts S-Bahn auf bestehendem Gleis

(© DB AG/Andreas Varnhorn)

Der Bau der neuen S-Bahn-Gleise zwischen Frankfurt West und Bad Vilbel geht voran: Jetzt fahren die Züge auf einem zweieinhalb Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Eschersheim und Frankfurt West nicht mehr auf dem alten, sondern bereits auf einem neu gebauten, zusätzlichen Gleis. So kann das erste der beiden bestehenden Gleise außer Betrieb genommen und umgebaut werden, damit Platz für den neuen Haltepunkt Frankfurt-Ginnheim entsteht.

Anspruchsvoller Ausbau im laufenden Betrieb

Aufgrund der beengten Platzverhältnisse entlang der Bahnstrecke und um den laufenden Bahnbetrieb so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, verläuft nahezu der gesamte viergleisige Streckenausbau in solchen Teilschritten. Schließlich werden die neuen Gleise nicht nur auf engem Raum inmitten der Großstadt errichtet, sondern auch bei vollem Zugbetrieb. Allein für den 2,5 Kilometer langen neuen Gleisabschnitt wurden 25.000 Kubikmeter Erdmaterial, 10.140 Tonnen Schotter, 5.200 Meter Schienen und 4.334 Bahnschwellen verbaut.

Erste Vorteile für die Fahrgäste

Während der Bauarbeiten wird die Strecke weiterhin täglich von rund 300 Züge befahren. Die Inbetriebnahme des ersten neuen Gleisabschnittes macht sich auch für die Fahrgäste sofort spürbar bemerkbar: Streckensperrungen, wie während der Sommerferien an den Wochenenden stattgefunden haben, sollen die Ausnahme bleiben. Mit den eigenen Gleisen für die S6 ist nicht nur der Weg für einen einheitlichen S-Bahn-Takt und die zusätzliche Station in Ginnheim, sondern auch für mehr Züge nach Mittelhessen frei.