Vertragsstrafe für Maskenverweigerer

Ab 1. Januar 2021 wird es leichter, gegen Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen vorzugehen: Dann kann auch das Kontrollpersonal eine Vertragsstrafe von 50 Euro erheben, wenn ein Fahrgast ohne Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist. Möglich macht dies eine Änderung der Beförderungsbedingungen, die der RMV-Aufsichtrat beschlossen hat.

Die Zahl der renitenten Maskenverweigerer bei den Fahrgästen liegt zwar bei unter einem Prozent. Dennoch war die Aufnahme der Maskenpflicht in die Beförderungsbedingungen ein großer Kundenwunsch, dem der RMV-Aufsichtsrat nun nachgekommen ist.

Dass die Fahrgäste Mund-Nasen-Bedeckungen in Bus und Bahn tragen, haben RMV und Verkehrsunternehmen bislang auf vielfältige Weise gefördert: Kostenlose Masken wurden verteilt, die Fahrgäste wurden auf allen möglichen Kanälen informiert und auch umfangreiche Kontrollen wurden durchgeführt.

Fahrgäste, die ohne Mund-Nasen-Bedeckung angetroffen wurden, konnten bislang auf Basis des Hausrechts von der Weiterfahrt ausgeschlossen werden. Aber nur die Ordnungsbehörden, die in regelmäßigen Schwerpunktkontrollen gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen und dem RMV in Stationen und Fahrzeugen unterwegs waren, konnten eine Geldbuße verhängen.

Ab Januar kann das Kontrollpersonal nun selbst die 50 Euro Strafzahlung erheben. Außerdem hat der Aufsichtsrat beschlossen, das RMV-Serviceteam um weitere 20 Personen aufzustocken. Damit kann das Team noch mehr Fahrgäste kontrollieren.

Ausgenommen von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sind Fahrgäste, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können und dies mit einem schriftlichen Attest nachweisen. Mehr Infos zum Umgang mit Corona im ÖPNV finden Sie hier: Coronavirus.