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RMV-Fahrgäste entlasten die Umwelt

Grüner Bahnverkehr im RMV-Gebiet

Der Coradia iLint 54 auf Tour

Komplett emissionsfrei: Der Wasserstoff-Brennstoffzellenzug Coradia iLint auf Tour
(© Alstom - René Frampe )

Wasserstoffzüge für Hessen: Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hat 27 Brennstoffzellenzüge vom Typ Coradia iLint 54 bei dem französischen Hersteller Alstom bestellt. Die Fahrzeuge ersetzen ab Ende 2022 Dieseltriebwagen auf vier Regionalzuglinien im Taunus.

Wasserdampf statt Dieselruß

Mit der Inbetriebnahme der neuen Fahrzeuge ab 2022 wird im RMV die weltweit größte Brennstoffzellenzug-Flotte im Personenverkehr unterwegs sein. Für die Fahrgäste bedeutet dies künftig eine weitere Möglichkeit, emissionsfrei zu reisen. Pendler profitieren zudem von mehr Platz in den Zügen und einer wesentlichen ruhigeren Fahrt, weil das Motorengeräusch der Fahrzeuge aufgrund des Elektroantriebs leiser ist. Dies wird auch ein Vorteil für die Anwohner an den Strecken.

Die emissionsfreien Coradia iLint Regionalzüge von Alstom werden zukünftig die bisherigen mit Diesel betriebenen Züge auf den Linien RB11 (Frankfurt-Höchst – Bad Soden), RB12 (Frankfurt – Königstein), RB15 (Frankfurt – Bad Homburg – Brandoberndorf) und RB16 (Friedrichsdorf – Friedberg) ersetzen. Das Gesamtauftragsvolumen beziffert sich auf rund 500 Millionen Euro, der Bund hat die Anschaffung der Fahrzeuge mit 15 Millionen Euro gefördert.

160 Sitzplätze pro Fahrzeug

Alle 27 neuen Brennstoffzellenzüge werden mit umfangreichen Fahrgastinformationssystemen wie Monitore mit Echtzeitinformationen ausgestattet sein, über Platz für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen verfügen und den Fahrgästen während der Fahrt kostenfreies WLAN bieten. Die neuen Züge verfügen über 160 Sitzplätze. Damit steigt insbesondere bei den Zügen im Berufsverkehr die Kapazität auf den Linien im Teilnetz Taunus um bis zu 40 Prozent.

Weltweit erster Personenzug mit Wasserstoffantrieb

Der Coradia iLint ist weltweit der erste Personenzug, der mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle betrieben wird, die elektrische Energie für den Antrieb erzeugt. Die Züge sind so leise wie eine S-Bahn und lokal emissionsfrei, weil sie lediglich Wasserdampf und Kondenswasser abgeben. Zudem zeichnet sich der Fahrzeugtyp durch mehrere Innovationen aus: saubere Energieumwandlung, flexible Energiespeicherung in Batterien sowie intelligentes Management von Antriebskraft und verfügbarer Energie in Verbindung mit entsprechenden Fahrerassistenzsystemen. Gezielt entwickelt für den Einsatz auf nichtelektrifizierten Strecken, ermöglicht der Coradia iLint einen sauberen, nachhaltigen Zugbetrieb unter Beibehaltung einer hohen Leistung.

RMV setzt auf umweltfreundliche Technologie

Seit September 2018 befinden sich die weltweit ersten zwei Wasserstoffzüge im Elbe-Weser Netz in Niedersachsen bereits im regelmäßigen Fahrgasteinsatz. Ab 2021 setzt die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) 14 Coradia iLint auf der Strecke ein. Der RMV ist damit der zweite Aufgabenträger, der mit Hilfe der Fahrzeugbereitstellung über die fahma auf umweltfreundliche Wasserstofftechnologie ohne Abgase setzt.


Der Coradia iLint in Bildern

Der Coradia iLint 54 auf Tour

Komplett emissionsfrei: Der Wasserstoff-Brennstoffzellenzug Coradia iLint auf Tour
(© Alstom - René Frampe )

Coradia iLint im Einsatz

Coradia iLint - Einsatzbereite Wasserstofftechnologie in Deutschland
(© Alstom - Michael Wittwer)

Der Coradia iLint von innen.

Der Coradia iLint verfügt über 160 Sitzplätze.
(© Alstom - Michael Wittwer)