Premiere: Elektro-Gelenkbusse auf der Linie 37

Vier Personen stehen vor einem Elektro-Gelenkbus

v.l.n.r. ICB-Geschäftsführer Christian Schaefer, ICB-Geschäftsführerin Stephanie Schramm, traffiQ-Geschäftsführer Dr. Dipl.-Ing. Tom Reinhold, Stadtrat und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling präsentieren den E-Gelenkbus Irizar ie18
© ICB

Erstmals sind in Frankfurt E-Gelenkbusse im regulären Linienbetrieb unterwegs: Auf der Linie 37, die das Gallus mit dem Hauptbahnhof verbindet, setzt die ICB nun neun Fahrzeuge des spanischen Herstellers Irizar e-mobility ein.

Sie sind leise, emissionsfrei und haben eine deutlich höhere Reichweite als bisherige E-Busse. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Erreichung der Klimaziele der Stadt Frankfurt gemacht.

 

Weniger Emissionen auf dem Weg zum Klimaziel 

Durch den Einsatz von Elektrobussen auf den Frankfurter Linien werden die lokalen Emissionen des innerstädtischen Verkehrs maßgeblich verringert. Bereits traditionell wird ein Großteil des öffentlichen Nahverkehrs in Frankfurt schon elektrisch abgewickelt, nämlich mit S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn. Schritt für Schritt wird jetzt der Busverkehr elektrifiziert.

Fünf Linien mit E-Bussen bis Ende des Jahres 

Nachdem 2018 die Linie 75 als erste hessische Buslinie komplett auf E-Busse umgestellt wurde, folgte Anfang 2020 die Metrobuslinie M60 mit 13 Bussen und jetzt die Linie 37 mit neun E-Gelenkbussen. Die beiden nächsten emissionsfreien Buslinien sind bereits geplant: Auf der Linie 33, die ebenfalls durch das Gutleutviertel führt, kommen in den nächsten Wochen zwei weitere E-Busse zum Einsatz. Ende des Jahres folgt die Linie 52 im Gallus.

Daten zum Gelenkbus Irizar ie 18

Die neuen Gelenkbusse der ICB erzielen mit einer Batteriekapazität von 560 kWh eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern. Zum Vergleich: Bei den seit 2018 eingesetzten Solobussen liegt die Reichweite bei etwa 170 Kilometern. Damit können zukünftig auch längere Kurse elektrifiziert werden. Die Fahrzeuge sind so genannte "Nachtlader", die nachts mit neun interoperablen Ladegeräten mit CCS Combo 2-Adaptern aufgeladen werden.

Innenausstattung auf hohem Frankfurter Standard

Die Busse sind mit drei Türen, 46 Sitzen und zwei Plätzen für Rollstühle oder Kinderwagen ausgestattet. Zudem finden 43 Fahrgäste Stehplätze. Die Fahrzeuge sind niederflurig; an der zweiten Tür befindet sich eine Klapprampe, über die in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen die großzügige Sondernutzungsfläche mit dem Rollstuhlstellplatz erreichen.

Ausblick in die nähere Zukunft

Die ICB hat in den letzten Jahren die interne Expertise zur Bewältigung des Technologiewechsels von Diesel auf lokal emissionsfreie, geräuscharme E-Busse aufgebaut. Derzeit wird die Integration eines zweiten alternativen Antriebs in den ICB Fuhrpark vorbereitet: Kürzlich wurde der Auftrag für 13 Wasserstoffbusse an den Hersteller Solaris erteilt.