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RMV Frankfurt aktuell

Ferry Ahrlés Bilder schmücken Konstablerwache

Ferry Ahrlés Zeichnungen an der Konstablerwache

Ferry Ahrlés Zeichnungen an der Konstablerwache
(© rms GmbH)

Der am 4. April letzten Jahres verstorbene Künstler, Zeichner und Autor Ferry Ahrlé, begleitete den U-Bahnbau in Frankfurt in den 1970er Jahren mit faszinierenden Zeichnungen der Großbaustellen. Diese eindrucksvollen Zeitzeugnisse bekommen jetzt ihren angemessenen Platz an den Wänden der U-Bahn-Station "Konstablerwache".

Der in Frankfurt geborene Künstler Ferry Ahrlé (1924 bis 2018) war in vielen Gattungen zu Hause: Er malte, zeichnete, schrieb Bücher und moderierte Fernsehsendungen. Mit Pinsel, Tuschfeder oder Stift war er unterwegs, porträtierte Prominente aus Kunst, Politik und Wirtschaft und hielt Stadtlandschaften auf Leinwand fest. Darüber hinaus finden sich auch ungewöhnliche Arbeiten des Künstlers, wie die zum Frankfurter U-Bahnbau vor über 50 Jahren.

Ferry Ahrlés U-Bahn-Zeichnungen

Gefesselt von den Großbaustellen, den tiefen Baugruben und vor allem von den dort arbeitenden Menschen, schuf Ferry Ahrlé im Laufe der Zeit mehr als 20 Zeichnungen der neuentstehenden U-Bahn-Strecken und -Stationen. Mit feinem Pinselstrich dokumentierte er die Atmosphäre des Frankfurter U-Bahnbaus eindrucksvoll. Dabei faszinierte ihn nicht nur die Technik, sondern auch die harte Arbeit der Tunnelbauer, denen er mit seinen Zeichnungen ein Gesicht verleiht. 

Großformate entlang des Bahnsteigs

Die künstlerischen Interpretationen des Baugeschehens werden ab nun dauerhaft in der Station "Konstablerwache" die Wände auf dem Bahnsteig der U4/ U5 (Richtung Hauptbahnhof) schmücken. Die feierliche Präsentation der Großformate fand am 26. März durch Oberbürgermeister Peter Feldmann, VGF-Geschäftsführer Thomas Wissgott und Frau Sigrid Ahrlé statt, die die Bilder zur Verfügung stellte. Zu sehen sind sechs großformatige Werke des Südbahnhofs, der Fressgass, des Römers, der Hauptwache, der Konstablerwache und der Berger Straße. 

Würdigung eines Frankfurter Künstlers

Oberbürgermeister Feldmann sprach bei der Präsentation von "einem der vielfältigsten Künstler seiner Zeit." Der in Frankfurt geborene Künstler wuchs in Berlin auf, wo er an der Hochschule für Bildende Künste studierte. Mitte der fünfziger Jahre ging er zurück nach Frankfurt und entwarf Plakate u.a. zu Filmen von Fellini, Bergman, Bunuel, Truffaut und Polanski. Ende der 1970er Jahre begann Ahrlé eine Fernsehkarriere, schrieb Drehbücher, war Schauspieler und Talkmaster. In der Fernsehserie "Sehr ähnlich, wer soll's denn sein" unterhielt er sich mit Prominenten und zeichnete sie vor laufender Kamera. Für seine vielfältigen Arbeiten erhielt er unter anderem die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und den Hessischen Verdienstorden. 


Impressionen der "U-Bahn-Kunst"

v.l.n.r. VGF-Geschäftsführer Thomas Wissgott, Sigrid Ahrlé, Oberbürgermeister Peter Feldmann bei der Präsentation der Zeichnungen

v.l.n.r. VGF-Geschäftsführer Thomas Wissgott, Sigrid Ahrlé, Oberbürgermeister Peter Feldmann bei der Präsentation der Zeichnungen
(© Heike Lyding)

Zeichnung aus dem Jahr 1975, die den U-Bahn-Tunnel an der Station Römer zeigt

Zeichnung aus dem Jahr 1975, die den U-Bahn-Tunnel an der Station Römer zeigt
(© rms GmbH)

Ferry Ahrlés Zeichnung der Hauptwache von 1975

Ferry Ahrlés Zeichnung der Hauptwache von 1975
(© rms GmbH)

Zeichnung der Bergerstraße an der Konstablerwache

Zeichnung der Bergerstraße aus dem Jahr 1976
(© rms GmbH)

Zeichnung des Südbahnhofs von 1980 von Ferry Ahrlé

Zeichnung des Südbahnhofs von 1980 von Ferry Ahrlé
(© rms GmbH)

Zeichnung aus dem Jahr 1974 der Baustelle Fressgasse von Ferry Ahrlé an der Konstablerwache

Zeichnung aus dem Jahr 1974 der Fressgass Baustelle von Ferry Ahrlé
(© rms GmbH)