Mit alternativen Antrieben für die Klimawende in Frankfurt

Elektrobus der Linie 75 an der Bockenheimer Warte

Durch ihre auffällige Gestaltung werden Frankfurts E-Busse im Stadtgebiet präsenter
© traffiQ / Vogler

Frankfurt stellt den Busverkehr konsequent weiter auf Zero-Emission-Fahrzeuge um, also auf elektrisch betriebene Busse. Und diese Entwicklung soll im Stadtbild auch sichtbar werden: Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ wird daher alle Elektrobusse mit dem auffälligen 'Stromer-Design' versehen.

Zudem wird in den kommenden Wochen in der Stadt mit ansprechenden Motiven für die Busse geworben, mit denen die Vorteile und positiven Effekte des alternativen Antriebs herausgestellt werden.

Mehr Luftqualität, mehr Ruhe

Mit Bussen mit alternativen Antrieben ist man in Frankfurt emissionsfrei unterwegs, denn es entstehen keine Emissionen bei der Fahrt. Damit leistet der Nahverkehr einen weiteren wichtigen Beitrag zur Senkung der Stickoxide in der Luft. Hinzu kommt eine deutliche Verminderung der Lärmemissionen.

Diese ist nicht nur von außen, sondern auch im Innenraum spürbar. Es macht das Fahren mit E-Bussen noch komfortabler. Die Busse werden ausschließlich mit Ökostrom geladen. Eine Besonderheit stellen die Busse der Metrobuslinie M60 dar. Diese werden mit "grünem" Strom aus der Müllverbrennung im Müllheizkraftwerk Frankfurt geladen.

Schnellerer E-Ausbau

Frankfurt setzt auf alternative Antriebe bei Bussen, um einen nachhaltigeren und klimagerechteren ÖPNV zu schaffen und beschleunigt den E-Ausbau weiter: Zum Neustart des Busbündels B im Frankfurter Westen im Dezember werden nicht wie ursprünglich geplant 18, sondern insgesamt 27 elektrische Busse auf den Linien zum Einsatz kommen.

Zusammen mit den 13 Brennstoffzellenbussen, die ab Mitte 2022 auf der Metrobuslinie M36 zum Einsatz kommen sollen, wächst die E-Busflotte binnen eines Jahres von 41 auf 81 Fahrzeuge an. Das sind schon 19 Prozent der gesamten Frankfurter Busflotte. Der Förderbescheid des Landes für den Bau der Wasserstofftankstelle auf dem Betriebshof Römerhof der In-der-City-Bus GmbH liegt auch bereits vor.

Eine der modernsten und umweltfreundlichsten Busflotten

Vor einem Jahr konnte traffiQ die Metrobuslinie M60 auf batterieelektrische Busse umstellen. Im Frühjahr folgten die Buslinien 33 und 37. Insgesamt werden aktuell etwa zehn Prozent der gesamten Busflotte elektrisch betrieben. Die Elektrobusse im Bündel B werden auf der Buslinien 50, 59 und N11 eingesetzt. Bereits seit 2018 fährt die Linie 75 als erste Buslinie Hessens komplett lokal emissionsfrei.

Wobei auch die Dieselbusflotte einen hohen Umweltstandard pflegt: Fast alle Busse erfüllen die anspruchsvollste Norm, Euro VI. Die über 400 Fahrzeuge starke Stadtbusflotte in Frankfurt ist eine der modernsten und umweltfreundlichsten bundesweit. Sie wird ab Fahrplanwechsel zu drei Vierteln (310 Fahrzeuge oder 76%) aus besonders umweltfreundlichen Euro VI-Bussen bestehen. Weitere 57 Busse (14%) erfüllen den EEV-Standard. Und seit 12. Dezember 2021 ergänzen insgesamt schon 41 Elektrobusse (10% aller Fahrzeuge) diese Dieselflotte.

U-Bahnen und Straßenbahnen, mit denen Dreiviertel aller Fahrgastfahrten durchgeführt werden, sind ebenso wie die S-Bahn traditionell elektrisch unterwegs.

Kamapagnenmotiv: Weniger Gebrumme, mehr Gezwitscher

Mit der Kampagne von traffiQ werden technische Begrifflichkeiten der Elektrifizierung des Busverkehrs emotional erlebbar
© traffiQ Frankfurt am Main

Weitere Informationen

Die Internetseite mehr.rmv-frankfurt.de/zukunft bringt alle wichtigen Informationen zur Bus-Elektrifizierung auf den Punkt.