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RMV Frankfurt aktuell

Mit der U5 ins Europaviertel: Vorbereitungen zum Tunnelbau

Das 72 Tonnen schwere Schneidrad der Tunnelvortriebsmaschine.

Das 72 Tonnen schwere Schneidrad der Tunnelvortriebsmaschine.
(© rms GmbH)

Die Arbeiten auf dem Baufeld in der Europa-Allee für den Ausbau der U5 ins Europaviertel laufen auf Hochtouren. Nun wurde das 72 Tonnen schwere Schneidrad der Tunnelvortriebsmaschine mit einem Autokran in die Startbaugrube eingelassen. Im Spätsommer wird die Maschine schließlich ihre Fahrt aufnehmen.

72 Tonnen-Schneidrad

Das 72 Tonnen schwere Schneidrad besitzt einen Durchmesser von 7,1 Metern und befindet sich am Kopf der insgesamt 580 Tonnen schweren Tunnelvortriebsmaschine. Das Schneidrad ist eine Sonderanfertigung, die speziell an die Gegebenheiten des Frankfurter Bodens angepasst ist (ca. 100 Schälmesser und 29 Schneidrollen).

Schneidrad eingehoben

Mit einem blauen 500 Tonnen schweren Autokran ist das Schneidrad nun in die Startbaugrube in 17 Metern Tiefe eingelassen worden. Dort ist bereits die Anfahrkonstruktion montiert - die halbrunde Schildwiege gibt dem runden Schild und dem Schneidrad Stabilität und bringt sie in die richtige Ausgangsposition. In den nächsten Wochen werden dann weitere vormontierte Komponenten nach unten gehoben und miteinander verbaut, bis die über 80 Meter lange Maschine fertiggestellt ist.

Mit 1.305 PS durch den Boden

Mit der Leistung von etwa zwei Formel-Eins-Rennwagen (1.305 PS) wird sie sich die Tunnelvortriebsmaschine dann durch den Frankfurter Boden arbeiten. Pro Tunnelröhre legt die Maschine eine Strecke von 850 Metern zurück - etwas mehr als zwei Runden um einen Sportplatz. Los geht es im Spätsommer.

Das Projekt

Zwei Tunnelröhren wird die Tunnelvortriebsmaschine bohren. Die beiden Tunnelröhren verlängern die U5 vom Hauptbahnhof in Richtung Westen. Mit einer unterirdischen und drei oberirdische Stationen erhält das Europaviertel einen leistungsfähigen Anschluss an das städtische Nahverkehrsnetz. Der tiefste Punkt des zukünftigen Tunnels - der Neubau zweigt unterirdisch am Platz der Republik von der Bestandsstrecke ab - liegt 22 Meter unter der Oberfläche.

Weitere Informationen

Alle Informationen zum Projekt gibt es auf der Seite der Verkehrsgesellschaft Frankfurt unter https://www.vgf-ffm.de/de/aktuellpresse/bauvorhaben/europaviertel/.

Das 72 Tonnen schwere Schneidrad der Tunnelvortriebsmaschine.

Das 72 Tonnen schwere Schneidrad der Tunnelvortriebsmaschine.
(© rms GmbH)

Schneidrad am Kran neben Baugrube.

Die Vorbereitungen zum Einheben des Schneidrads in die Startbaugrube laufen.
(© rms GmbH)

Schneidrad am Kran.

Los geht es: Das Schneidrad hebt jeden Moment ab.
(© rms GmbH)

Der Autokran schwenkt das Schneidrad Richtung Baugrube.

Der Autokran schwenkt das Schneidrad Richtung Baugrube.
(© rms GmbH)

Das Schneidrad verschwindet in der 17 Meter tiefen Grube.

Das Schneidrad verschwindet in der 17 Meter tiefen Grube.
(© rms GmbH)

Millimeterarbeit: Das Schneidrad wird am Kopf der Tunnelvortriebsmaschine platziert.

Millimeterarbeit: Das Schneidrad wird am Kopf der Tunnelvortriebsmaschine platziert.
(© rms GmbH)