Stabilisierung des Nahverkehrsangebots in Frankfurt

Bunt lackierter ÖPNV-Bus auf Mainbrücke vor der Frankfurter Skyline

© traffiQ / Vogler

Ab 27. Januar 2024 wird das Mobilitätsdezernat der Stadt Frankfurt am Main in Abstimmung mit traffiQ und den Verkehrsunternehmen Maßnahmen zur Stabilisierung des Angebots der städtischen Bahnen und Busse vornehmen. Damit begegnet die Stadt dem anhaltenden Mangel an Fahrpersonal.

Um zukünftig Ausfälle zu vermeiden, passt traffiQ den Fahrplan auf vielen Linien an. Der Fokus liegt dabei auf Linien und Verbindungen mit einem dichten Fahrtenangebot und guten Alternativen. In räumlichen oder zeitlichen Randlagen hingegen wird die notwendige Grundversorgung unangetastet bleiben

 

Ziel: verlässlicher Fahrplan

Aufgrund des anhaltenden Personalmangels wird das Angebot bei städtischen Bussen und Bahnen in Frankfurt angepasst. Dafür werden Takte ausgedünnt und Parallelverkehre eingestellt, aber jede Haltestelle wird weiterhin bedient. Soweit möglich, soll gleichzeitig das Platzangebot durch längere U-Bahnzüge und den Einsatz von Gelenkbussen erweitert werden. Für die Fahrgäste bedeutet das nur wenige Minuten längere Wartezeiten bei höherer Zuverlässigkeit.

Nach derzeitigen Planungen soll der reduzierte Fahrplan bis zu den Sommerferien 2024 gelten.

Wie sehen die Anpassungen aus?

Um zukünftig Ausfälle zu vermeiden, die heute in manchen Bereichen mehr als zehn Prozent der Fahrten ausmachen, passt traffiQ den Fahrplan auf vielen Linien an. Der Fokus liegt dabei auf Linien und Verbindungen mit einem dichten Fahrtenangebot und guten Alternativen. In räumlichen oder zeitlichen Randlagen hingegen wird die notwendige Grundversorgung unangetastet bleiben. Hier einige Beispiele:

  • Auf den U-Bahnlinien U5, U6 und U7 werden die Takte gedehnt, etwa bei den Linien U6 und U7 in der Hauptverkehrszeit von 7,5 auf zehn Minuten. Diese Taktdehnung um nur 2,5 Minuten soll möglichst ausgeglichen werden durch mehr Wagen, so dass die Zahl der angebotenen Plätze nahezu unverändert bleiben kann.
  • Die Linie U5 wird auf den Abschnitt Preungesheim – Konstablerwache zurückgenommen. Zur Weiterfahrt Richtung Hauptbahnhof stehen die Linie U4 sowie die S-Bahnen zur Verfügung.
  • Die Straßenbahnlinie 14, deren Takt gedehnt wird, wird aus der westlichen Mainzer Landstraße herausgenommen, ihre vorläufige Endhaltestelle ist vorerst wieder der Gustavsburgplatz.
  • Die Linie 12 wird meist nur mit jeder zweiten Fahrt über die Eissporthalle hinaus nach Fechenheim fahren.
  • Auf den Linien 17 und 18 wird der Takt gedehnt, in der Hauptverkehrszeit verkehren sie alle zehn statt derzeit alle 7,5 Minuten.
  • Im Busverkehr wird auf mehreren Linien, die sich durch kurze Fahrtabstände auszeichnen, der Takt gedehnt. Nach derzeitigen Stand sind hier auf den Buslinien 33, M34, 39, 40 und M43 Maßnahmen zur Stabilisierung des Fahrplans vorgesehen.
  • Die Buslinie 79, die im morgendlichen Berufsverkehr das Angebot im Lyoner Viertel in Niederrad ergänzte, verkehrt – wie schon seit Juli – weiterhin nicht. 

Die Feinplanungen finden zurzeit statt. Über die Angebotsanpassungen wird traffiQ im Januar 2024 im Detail informieren.