Ausbau des Nahverkehrs in schwierigen Zeiten

 

Hochtaunuskreis. Die Corona Krise hat auch Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr im Hochtaunuskreis. Dennoch hält der Hochtaunuskreis an seinem Ziel fest durch einen kontinuierlichen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs mehr Fahrgäste zu gewinnen, um seinen Beitrag zur Verkehrswende zu leisten. „Durch weitere Angebotsausweitungen zum Fahrplanwechsel am 13.12.20 steigern wir die Attraktivität des Nahverkehrs. Hierdurch verbessern wir die Erreichbarkeit des ländlichen Raums und gehen einen weiteren Schritt Richtung Verkehrswende." meint Landrat Ulrich Krebs.

Im Kreisgebiet kommt es ab dem 13.12.20 auf Regionalbahn- und Buslinien zu einer Erweiterung der Fahrpläne. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund baut das Angebot auf den Linien RB 12 (Königsteiner Bahn) und RB 15 (Taunusbahn) aus. Auf der Taunusbahn fährt Montag bis Freitag um 9:23 Uhr ein zusätzlicher Zug von Usingen nach Bad Homburg. Somit bestehen nun unter der Woche am Tag stündlich zwei Fahrtmöglichkeiten auf der RB 15. Im Auftrag des Verkehrsverbandes Hochtaunus (VHT) verkehrt an Schultagen ein Bus auf der Linie 59 von Grävenwiesbach mit Anschluss zu dem neuen Zug in Usingen. Außerdem wird sonntags ein neues morgendliches Zugpaar angeboten. Der erste Zug fährt ab Grävenwiesbach um 5:23 Uhr und ab Bad Homburg um 6:49 Uhr. An den Wochenenden wird es auf der Taunusbahn verstärkt zu Baustellen mit Schienenersatzverkehr (SEV) kommen. Damit zum SEV optimale Anschlüsse bestehen, werden die Fahrpläne der Buslinien des VHT angepasst. In den Nächten vor Sams-, Sonn- und Feiertagen bietet der RMV ein zusätzliches Zugpaar der Königsteiner Bahn an. Somit besteht künftig um 0:31 Uhr eine Fahrtmöglichkeit nach Frankfurt und der letzte Zug aus Frankfurt erreicht Königstein um 2:22 Uhr.

Die Unterstützung des VHT ermöglicht es der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft das Angebot auf der Linie 252 (Eschborn – Oberursel) auszubauen. So wird Montag bis Freitag im Zeitraum 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr eine stündliche Verbindung im Abschnitt von „Weißkirchen Ost" bis „Oberursel Bahnhof"

angeboten und die zeitliche Lage der Fahrten nachmittags angepasst. Neben den zusätzlichen Fahrtmöglichkeiten gibt es in Steinbach auch Veränderungen der Haltestellen. Die Haltestelle „Steinbach Sportpark" wird in „Steinbach Taunus Campus" umbenannt. Der Haltestellenname Sportpark entfällt jedoch nicht. In Fahrtrichtung Taunus Campus halten die Busse an einer neuen Haltestelle „Steinbach Sportpark" im Bereich der Kreuzung Waldstraße/Neuwiesenweg.

Auch auf den Linien des VHT kommt es zu einer Vielzahl von Änderungen. Eine Anpassung der Schulzeiten der Astrid-Lindgren-Schule in Usingen ermöglicht Veränderungen im öffentlichen Nahverkehr vor Ort. So fahren zukünftig zwei Busse ab „Usingen Wenckstraße" nach „Usingen Grundschule" und die Fahrten zur Schule werden durch die Anpassungen zuverlässiger. An Schultagen wird morgens eine neue Fahrt ab Friedrichsthal über Kransberg und „Wernborn Am Betzenberg" nach Usingen angeboten. Nach Unterrichtschluss zur sechsten Stunde fährt ein weiterer Bus von Königstein über Schloßborn nach Glashütten. Auch an letzten Schultagen vor den Ferien und Tagen der Zeugnisvergabe baut der VHT sein Angebot aus. So werden zusätzliche Busse auf den Linien 61, 62, 63, 65, 68, 80, 82, 83 und 85 eingesetzt.

Die Linien 51 und 86 führen nach der baubedingten Unterbrechung wieder in beide Fahrtrichtungen durch Niederreifenberg. Hieraus resultierten geänderte Abfahrtszeiten an der Grundschule Reifenberg. Sonntags morgens bietet der VHT auf den Linien 50, 62, 65, 69, 82 und 83 zusätzliche Fahrtmöglichkeiten mit dem Anrufsammeltaxi (AST) an. „Die neuen Fahrtmöglichkeiten verbessern vor allem die Erreichbarkeit des ländlichen Raums. Somit wird der Nahverkehr noch attraktiver, da er während eines längeren Zeitraums genutzt werden kann." erläutert Frank Denfeld, Geschäftsführer des VHT. Neben einer Ausweitung des Betriebszeitraums werden auch neue Fahrtrelationen angeboten. So verkehren in Zusammenarbeit mit der Stadt Kronberg zukünftig AST von „Kronberg Bahnhof" über das Thal zum Stift Kronthal. Hierbei werden die neuen Haltestellen „Kronberg Rathaus", Kronberg Grundweg", „Kronberg Talweg" und „Kronberg Stift Kronthal" bedient. Hierdurch können der Friedhof Thalerfeld und das Stift ohne lange Fußwege mit dem Nahverkehr erreicht werden. Des Weiteren besteht ab dem Fahrplanwechsel die Möglichkeit mit dem AST der Linie 66 nach Maibach und Bodenrod zu fahren. In Zusammenarbeit mit der Stadt Butzbach ermöglicht der VHT somit Fahrten über die Kreisgrenze hinaus.

Auch der höchste Punkt im Hochtaunuskreis wird besser mit dem Bus erreichbar sein. So verstärkt der VHT das Angebot zwischen Königstein und dem Gipfel des Rhein-Main-Gebietes. Die Feldberglinie, Linie 57, verkehrt zukünftig am Wochenende auch zwischen dem Großen Feldberg und Königstein stündlich. Der Linienabschnitt von „Königstein Bahnhof" bis „Oberursel Hohemark" wird jede Stunde befahren, wobei jeder zweite Bus weiter nach Bad Homburg fährt. Die Linie 80 verkehrt am Wochenende nur noch außerhalb der Betriebszeiten der Linie 57. Sonntags fahren hierdurch doppelt so häufig Busse zwischen Reifenberg und Königstein. „Durch diese Anpassung ist der große Feldberg als wichtiges Ziel vieler Ausflügler besser angebunden." erklärt Landrat Krebs. Damit Arnoldshain weiterhin mit Königstein verbunden bleibt, werden die Fahrten der Linie 60 nach Arnoldshain verlängert.

Neben diesen Änderungen gibt es eine Vielzahl weiterer Anpassungen. Deswegen bittet der VHT die Fahrgäste sich zu informieren.