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Infrastruktur im RMV

Der RMV und die Infrastruktur

Gleisvorfeld Frankfurt am Main Hbf

Gleisvorfeld Frankfurt am Main Hbf
(© Deutsche Bahn AG / Max Lautenschläger)

Der Ausbau der Infrastruktur ist die Grundlage für die Zukunftssicherung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), bei der der Rhein-Main-Verkehrsverbund eine gestaltende Rolle einnimmt.

Nachdem im ersten Verbundjahr 1996 noch 530 Millionen Fahrgäste den RMV nutzten, erreichen jetzt rund 747 Millionen Fahrgäste ihre Ziele mit dem RMV. Um dieser wachsenden Nachfrage auch in Zukunft gerecht zu werden, setzt sich der RMV beständig für umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen ein.

Der Großraum wächst stetig

Die großen Städte in Hessen wachsen über ihre Grenzen hinaus: Immer mehr Menschen zieht es vor allem ins Rhein-Main-Gebiet. So nimmt auch der Verkehr seit Jahren kontinuierlich zu. Neben den Autobahnen ist längst auch die Schieneninfrastruktur an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen. Ursache sind die Überlastung von Schienenstrecken und Knotenbahnhöfen und der vergleichsweise hohe Anteil an Verbindungen, auf denen sich unterschiedlich schnelle Züge dieselben Gleise teilen. 

Das Limit ist erreicht

Ein weiterer deutlicher Anstieg der Fahrgastzahlen in S-Bahnen, Regional- und Fernzügen kann mit der bestehenden Infrastruktur kaum mehr bewältigt werden. Denn auf die bestehenden Gleise  insbesondere rund um den Bahnknoten Frankfurt  passen so gut wie keine zusätzlichen Züge mehr. Der Einsatz längerer Züge ist durch die vorhandenen Bahnsteiglängen an den Stationen ausgereizt. Die Infrastruktur ist an vielen Stellen an ihrem Limit.

Zusatzangebote des RMV

Bahnsteig mit S-Bahn und vielen Menschen

(© RMV / Jana Kay)

Der RMV verfügt über kein eigenes Schienennetz, über keine eigenen Stationen, Haltestellen etc. Im Rahmen seiner Zuständigkeiten schöpft er jedoch seine finanziellen Möglichkeiten aus, um den Fahrgästen möglichst viele Kapazitäten anzubieten: Er richtet neue Linien ein, bestellt zusätzliche Fahrten bei Verkehrsunternehmen und finanziert den Einsatz größerer Fahrzeuge. Jüngere Beispiele dafür sind die zusätzlich auf die Schiene gesetzten Fahrzeuge der Odenwaldbahn und das eigenständige Expressbusnetz, das wichtige ÖPNV-Knotenpunkte rund um Frankfurt mit kurzen Fahrtzeiten verbindet.

Daneben sind der Einsatz von Einstiegslotsen sowie die Verbesserung von Betriebsabläufen nur einige Beispiele, mit denen innerhalb der bestehenden Rahmenbedingungen um jede Sekunde und Minute für mehr Pünktlichkeit gerungen wird.

Keine Lösung ohne neue Infrastruktur

Baustelle mit Gleisbaumaschinen

Baustelle mit Gleisbaumaschinen
(© Deutsche Bahn AG / Kai Michael Neuhold)

Trotz dieser Anstrengungen ist allen Fachleuten klar, dass sich durchgreifende Verbesserungen bei der Pünktlichkeit und bei den Kapazitäten nur durch enorme Investitionen in die Infrastruktur erreichen lassen. Daher bewegt der RMV als Moderator und Impulsgeber in der Region wichtige Hebel im Bereich Verkehrsplanung und Infrastrukturentwicklung. In vielen Einzelgesprächen und Abstimmungsrunden mit den lokalen Verantwortlichen, den Landesvertretern und der Bundesebene werben die RMV-Fachleute und -Führungskräfte gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen und Infrastrukturbetreibern für Neubau, Ausbau und Ertüchtigung von Gleisanlagen und Signaltechnik.

Projekte in diesem Sinne sind der begonnene Ausbau der Strecke von Frankfurt nach Bad Vilbel von zwei auf vier Gleise, der Anschluss des neuen Frankfurter Stadtquartiers Gateway Gardens an den öffentlichen Schienennahverkehr, die Planung der Regionaltangente West (RTW) und der Nordmainischen S-Bahn, die die östliche Innenstadt Frankfurts, Maintal sowie westliche Stadtteile Hanaus besser anbinden soll.

Grundlage: Der Regionale Nahverkehrsplan des RMV

Ergebnis der politischen Abstimmung auf allen Ebenen und gleichzeitig die Grundlage für das planerische Handeln der kommenden Jahre ist der Regionale Nahverkehrsplan. Hier ist dokumentiert, wie der RMV auch künftig daran arbeitet, seinen Fahrgästen attraktive Wegeketten anzubieten – nicht nur mit Bussen und Bahnen, sondern auch mit Sharing-Angeboten für Autos und Räder. Der Plan fixiert verbindliche Ziele und Standards bei der künftigen Gestaltung der Infrastruktur – von konkreten Maßnahmen bis hin zu langfristigen Trends.

Infos zu den aktuellen Entwicklungen

Wie konkret die großen Infrastrukturprojekte umgesetzt werden und wie die aktuelle Entwicklung aussieht, zeigt die Website FRMplus.de. Die Planung von Bund, Land Hessen, Stadt Frankfurt, RMV und DB sieht vor, dass bis 2030 mehr als 12 Milliarden Euro in die Infrastruktur fließen. Der Nah- und Fernverkehr im Rhein-Main-Gebiet, in ganz Hessen und sogar im übrigen Bundesgebiet wird von diesen Projekten profitieren und die Region so fit für die Zukunft machen.