Einschränkungen im Busverkehr durch Schneefälle – VGO nimmt Stellung
Die starken Schneefälle am vergangenen Montag führten im gesamten Bediengebiet der VGO Verkehrsgesellschaft Oberhessen zu erheblichen Einschränkungen im Verkehr. Der Verkehr kam nicht nur auf den Bundes- und Landstraßen, sondern auch auf den Autobahnen teilweise völlig zum Erliegen. Dies hatte massive Auswirkungen auf den Buslinienverkehr im Vogelsbergkreis.
„Die von uns beauftragten Verkehrsunternehmen haben morgens alles versucht, um den Schülerverkehr aufrechtzuerhalten“, erklärt VGO-Geschäftsführer Volker Hofmann. Mehrere Linien konnten jedoch gar nicht erst starten.
Trotz Winterausrüstung seien Busse auf passierbare Straßen angewiesen: „Die Sicherheit von Fahrgästen und Fahrpersonal hat oberste Priorität“. Ob die Straßenverhältnisse einen sicheren Linienbetrieb zulassen oder Fahrten abgebrochen beziehungsweise eingestellt werden müssen, liege folgerichtig im Ermessen des jeweiligen Verkehrsunternehmens und des Fahrpersonals. Hinter diesen Entscheidungen stehe die VGO zu einhundert Prozent.
Wie die Berichterstattung zeige, gab es bereits in den Morgenstunden zahlreiche Pkw-Unfälle oder Blockaden durch havarierte LKW. Der Räumdienst arbeitete auf Hochtouren, konnte aber auch nicht überall gleichzeitig für bessere Straßenbedingungen sorgen.
„Die VGO bzw. die beauftragten Verkehrsunternehmen hatten in den Morgenstunden sowohl telefonisch als auch per Email die Schulen sowie das Schulverwaltungsamt mit Informationen zur Lage im Busverkehr versorgt. Es gab hier aus unserer Sicht keine Informationslücke“, führt Volker Hofmann weiter aus.
Im Verlauf des Vormittags verschlechterten sich die Straßenverhältnisse derart, dass ein sicherer Linienbetrieb nicht mehr gewährleistet werden konnte. Der Linienverkehr musste daher gegen 12:00 Uhr flächendeckend eingestellt werden. Dass diese Entscheidung bei einzelnen Schulen sowie bei der Kreisverwaltung auf Überraschung gestoßen ist, kann die VGO nur eingeschränkt nachvollziehen. „Angesichts der Tatsache, dass bereits Pkw Schwierigkeiten hatten, Straßen zu passieren, war der Einsatz von Bussen mit einem deutlich höheren Risiko verbunden“, so der VGO-Geschäftsführer weiter.
Die Einstellung des Linienverkehrs in den Mittagsstunden wurde umgehend an die Schulen kommuniziert und auf der Internetseite der VGO auf www.vgo.de sowie in den Verkehrsmeldungen veröffentlicht.
Die Verärgerung der Fahrgäste, dass Fahrten nicht stattfinden konnten, kann die VGO gut nachvollziehen, bittet jedoch darum die außergewöhnlichen witterungsbedingten Umstände zu berücksichtigen.
Darüber hinaus weist die VGO darauf hin, dass es im Ermessen des Schulverwaltungsamts liegt, den Präsenzunterricht vorsorglich ausfallen zu lassen und stattdessen auf Fernunterricht zu setzen. Diese Entscheidung kann die VGO nicht treffen. „Aufgabe der VGO bzw. ihrer beauftragten Verkehrsunternehmen ist es, den Linienverkehr durchzuführen und auch bei widrigen Witterungsverhältnissen aufrecht zu erhalten – solange dies sicher möglich ist“, stellt Volker Hofmann abschließend fest.
Pressemeldung vom 28.01.2026