365 Tage DadiLiner in Groß-Umstadt
Am 15. Dezember 2025 fährt der On-Demand-Shuttle seit genau einem Jahr in seinem neuen Bediengebiet
(DADINA). Es war ein Start der besonderen Art: Vor einem Jahr, am 15. Dezember 2024, startete der DadiLiner seinen Betrieb in Groß-Umstadt und Otzberg. Der On-Demand-Shuttle war zwar im Landkreis Darmstadt-Dieburg bereits zuvor bekannt. Doch nun wurden die kleinen Fahrzeuge erstmals in den regulären Linienbetrieb integriert.
„Unsere Idee war, die Shuttles genau dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen bringen“, schildert Lutz Köhler, Vize-Landrat und Verkehrsdezernent des Landkreises Darmstadt-Dieburg. „Das ist nicht dort, wo der ÖPNV ohnehin eng verknüpft und rund um die Uhr stark ausgelastet ist, sondern im ländlichen Raum, wo eine große Fläche bedient werden muss. Der DadiLiner fährt genau dorthin, wo er gebraucht wird. Er ist nur dann unterwegs, wenn er gerufen wurde. Und er ist leiser und flexibler als ein Linienbus.“
Ein Jahr später zeigt sich, dass die Groß-Umstädter das neue Angebot sehr gut angenommen haben. Besonders beliebt sind dabei gerade die Bedarfslinienfahrten Freitagsabends und am Wochenende. Dann verkehrt der DadiLiner auf Bestellung nach den Fahrplänen der Linien GU3 und GU4. Seit 22. August 2025 sind zudem die Haltestellen „Krankenhaus“ und „Im Rech“ in dieses Angebot eingebunden.
Für die Fahrgäste bedeutet das, dass sie nur ein gültiges RMV-Ticket besitzen müssen, also zum Beispiel ein Job-, Senioren- oder Deutschlandticket. Darüber hinaus fallen für die Linienbedarfsfahrt keine Kosten an. Wer ein Ziel abseits des Linienwegs wählt oder zu einer anderen Uhrzeit fahren möchte, bucht stattdessen eine On-Demand-Fahrt, für die zusätzliche Kosten anfallen. Diese berechnen sich nach der Strecke zwischen Start- und Zielpunkt. Wie teuer die Fahrt wird, erfahren die Kunden verbindlich vor der Buchung.
„Der DadiLiner ist ein echter Gewinn für Groß-Umstadt“, zieht Bürgermeister René Kirch Bilanz. „Durch den Shuttle sind nun auch Ziele angebunden, die man zuvor mit dem Öffentlichen Nahverkehr am Wochenende nicht erreichen konnte, wie beispielsweise der Waldfriedhof. Auch die Bedarfsfahrten zur Kreisklinik sind eine große Verbesserung. Und wer eines der Advents-Events oder den lebendigen Adventskalender besuchen möchte, kann das bequem tun, wenn die Heimfahrt schon gebucht ist.“