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Neuvergabe an Fischle: Bewährte Partnerschaft mit neuem Antrieb

Vor dem Hauptbahnhof in Darmstadt treffen sich anlässlich der Neuvergabe (von links) Gerd Weibelzahl (DADINA), Ralf Steinmetz (FS Omnibus), Frank Fischle (FS Omnibus), Lutz Köhler (Vizelandrat und Verkehrsdezernent des Landkreises Darmstadt-Dieburg) und Jörg Gerhard (DADINA).
© Guido Schiek

Auch in den kommenden zehn Jahren bedient FS Omnibus die Linienbündel „Darmstadt / Ober-Ramstadt“ und „Reinheim“ – Solobusse fahren künftig elektrisch

 

(DADINA). An mangelnder Konkurrenz hat es nicht gelegen: Auch nach dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 und bis zum 12. Dezember 2036 werden die Buslinien GB, MO1 bis MO4, RH und NHX vom Verkehrsunternehmen FS Omnibus betrieben, besser bekannt als Fischle. Das Unternehmen mit Sitz in Esslingen und Betriebsstätte in Reinheim hat sich in der Ausschreibung der Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation DADINA mit dem besten Gebot durchgesetzt. Maßgeblich waren dabei die Faktoren Preis und Qualität.

„Wir freuen uns, dass wir die bewährte Partnerschaft mit FS Omnibus in Zukunft fortsetzen können“, erklärt Lutz Köhler, Verkehrsdezernent und Vize-Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg. „Einerseits profitieren wir von einem Verkehrsangebot, das passgenau auf die Gegebenheiten vor Ort zugeschnitten ist. Andererseits fördern wir gleichzeitig unsere lokale Wirtschaft. Fischle ist schließlich nicht nur ein Dienstleister, sondern auch ein wichtiger Arbeitgeber im Landkreis.“

„So eindeutig fällt das Ergebnis einer Ausschreibung nur selten aus“, ergänzt Paul Georg Wandrey, Stadtrat und Verkehrsdezernent der Stadt Darmstadt. „Sowohl bei den Kosten als auch bei der angebotenen Leistung hatte Fischle ganz eindeutig die Nase vorne. Wir erhalten also ein optimales Ergebnis.“

Ziel der Flottenstrategie: Effiziente Umstellung auf emissionsarme oder emissionsfreie Antriebe

Aufgrund der Flottenstrategie der DADINA fiel die Ausschreibung der Linienbündel komplex aus. Ihr Ziel ist eine möglichst effiziente Umstellung auf emissionsarme oder emissionsfreie Antriebe aller eingesetzten Fahrzeuge. Ersteres ist dank moderner Treibstoffe wie HVO100 mit Dieselbussen möglich. Letzteres erfolgt durch den Einsatz von E-Bussen.

Fischle punktet nun mit einer Kombination aus beidem: Die Linien MO2, MO3, MO4 und NHX, auf denen Solobusse fahren, werden mit batterielektrischen Fahrzeugen bedient. „Das übertrifft die Anforderungen unserer Ausschreibung“, lobt DADINA-Geschäftsführer Jörg Gerhard: „Darin war eine schrittweise Umstellung der Busflotte vorgesehen. FS Omnibus geht jedoch direkt mit Elektrofahrzeugen an den Start. Neben den besseren Emissionswerten bedeutet das auch leisere Motoren, was für die Anwohner der Strecken von Vorteil ist.“

Nicht ganz so schnell geht die Umstellung bei den Linien GB, MO1 und RH, auf denen Gelenkbussen eingesetzt werden. „Diese Fahrzeuge sind schwerer, der Energieverbrauch dadurch höher und die Reichweite mit einer Akkuladung geringer“, erläutert Gerhard. „Gegenwärtig genügen die verfügbaren E-Gelenkbusse unseren Anforderungen noch nicht.“ Was nicht heißt, dass das für die kommenden zehn Jahre so bleiben muss: „Gemeinsam mit FS Omnibus behalten wir die Entwicklung der Fahrzeuge und der Förderrichtlinie im Blick.“

 

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