Frontkameras in Bussen lichten mehr als 400 Falschparker ab
Für Fahrgäste zählt vor allem eines: freie Busspuren und Haltestellen sorgen für einen pünktlicheren Nahverkehr. Seit vier Monaten gibt es in Frankfurt deshalb ein neues Pilotprojekt, bei dem Frontkameras in Linienbussen Falschparker aufzeichnen. Eingesetzt werden die Frontkamera-Busse vorwiegend auf den Linien M36, M46, M55 und 64. Ein Einsatz, der sich lohnt!
Seit Beginn eines Pilotprojekts wurden bereits 421 Falschparker erfasst, die Busse behindert oder Haltestellen blockiert haben. Alle Verstöße wurden angezeigt und werden von der Stadt verfolgt.
Die Kameras kommen nur zum Einsatz, wenn der Busbetrieb tatsächlich gestört wird. Busfahrer können per Knopfdruck Fotos aufnehmen, die anschließend datenschutzkonform ausgewertet werden. Seit dem Start im Februar steigt die Zahl der erfassten Verstöße kontinuierlich an – zuletzt wurden im Mai 170 Fälle gemeldet.

Zwei Falschparker blockieren eine Busspur in Alt-Sachsenhausen: So hat die Frontkamera in einem Linienbus die Situation festgehalten, die Fahrzeughalter können nun mit Anzeigen belegt werden.
© traffiQ Frankfurt am Main
Projekt wird ausgeweitet
Besonders häufig werden Busspuren in Alt-Sachsenhausen sowie Haltestellen in der Farbenstraße in Sindlingen blockiert. Für die Behinderung des ÖPNV drohen Bußgelder von mindestens 70 Euro.
Nach den anfänglich je fünf Bussen der Verkehrsunternehmen In-der-City-Bus (ICB) und Deutsche Bahn Regio Mitte (DBRM) sollen demnächst mindestens zehn weitere hinzukommen. Im nächsten Schritt sollen im Lauf des Jahres auch fünf Straßenbahnen der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) für einen Pilotbetrieb mit Frontkameras ausgestattet werden. Das Projekt soll dazu beitragen, Behinderungen des Nahverkehrs zu reduzieren und Fahrgäste zuverlässiger und pünktlicher ans Ziel zu bringen.