Gemeinsame Mobilitätszentrale: SWG und VGO bündeln Kräfte

„Die mit der Corona-Pandemie einhergegangene Entwicklung, dass Kundinnen und Kunden sehr stark auf digitale Vertriebskanäle wie Handyticket oder andere RMV-Angebote wechseln und die Prognose, dass sich dies auch in Zukunft nicht ändern wird, haben bei den SWG und der VGO die Überzeugung reifen lassen, mit der schon mehrere Jahre alten Idee einer gemeinsam betriebenen Mobilitätszentrale Gießen »die Weichen für die Zukunft« zu stellen.“ Mit diesen Worten fasst Jens Schmidt, Kaufmännischer Vorstand der Stadtwerke Gießen AG (SWG), den Anstoß für die nun anstehenden Veränderungen zusammen.

Ab 01.05.2021 gemeinsames Angebot am bisherigen SWG-Standort Marktplatz

Die gefundene Lösung berge mehrere Vorteile in sich. „Bisher haben die Teams von SWG und VGO bis auf wenige Ausnahmen schon identische Teilaufgaben, deren Erfüllung sich heute schon teilweise übergreifend auf das Stadtgebiet und den Landkreis richtet. Zukünftig wollen wir zentral am heutigen Standort der SWG unsere Services für die Kunden aus der Stadt und dem Landkreis – sozusagen aus „einer Hand" anbieten. Der Kunde muss nun nicht mehr überlegen, an wen er sich wenden muss; er geht in die gemeinsame Mobilitätszentrale und erhält dort die passgenaue Beratung“, erläutert Armin Klein, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO), die Vorteile für die Kundinnen und Kunden.

Aber auch für SWG und VGO erschlössen sich durch die gemeinsame Mobilitätszentrale Synergien. „Der spürbare Rückgang des personenbedienten Vertriebs würde es in Zukunft für SWG und VGO schwieriger machen, entsprechende Umsätze zu erzielen, wenn beide weiterhin getrennt voneinander arbeiten würden. Und zwei RMV-Mobilitätszentralen mit denselben Angeboten in einer Entfernung von gerade einmal 170 Metern haben nie wirklich Sinn gemacht. Daher ist es nur folgerichtig, wenn wir nun unsere Kräfte bündeln“, führt Stadträtin Gerda Weigel-Greilich aus.

„Ein Team – eine Mobilitätszentrale. Diese Worte beschreiben sehr gut, was nun passieren wird. Wir werden das Personal beider bisherigen Mobilitätszentralen an einem Standort zusammenführen. Für die Kundinnen und Kunden der VGO ändert sich lediglich der Ort, an den sie mit ihren Anliegen gehen können. Das Angebot an Dienstleistungen rund um den ÖPNV bleibt unverändert und auch die Gesichter werden Sie wiedererkennen“, ergänzt Landrätin Anita Schneider die Änderungen für die Kundinnen und Kunden.

„Die gemeinsame Mobilitätszentrale ist ein wichtiger Bestandteil unserer Vertriebstätigkeit in Gießen. Wir wollen zum einen mit der Vor-Ort-Präsenz Nähe schaffen und damit ganz gezielt jene Kunden abholen, die sich in Ruhe kompetent und umfassend beraten lassen wollen unabhängig davon, wo sie im Landkreis wohnen. Zum anderen ist sie Ausdruck des beiderseitigen Willens einer gemeinsamen Aufgabenerledigung für alle Belange des Nahverkehrs in der gesamten Gießener Region. Wir sind überzeugt, dass dies zum Nutzen aller Beteiligten, nicht zuletzt unserer Kundinnen und Kunden ist“, legt Jens Schmidtdie hinter der Entscheidung stehende Überzeugung dar.

Das bedeute im Umkehrschluss aber selbstverständlich auch, dass sich die VGO nicht aus Gießen zurückziehen werden. Wir werden nach wie vor Einfluss nehmen und uns aktiv in Projekte und zukunftsträchtige Entwicklungen im Bereich Vertrieb einbringen“, ergänzt Armin Klein.

Alle Beteiligten sind davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg richtig und notwendig ist. „Nur, wenn wir gemeinsam für die Belange des ÖPNV und der Kundinnen und Kunden im Landkreis Gießen eintreten, können wir auch flexibel auf zukünftige Herausforderungen reagieren. Hierzu ist die gemeinsame Mobilitätszentrale der richtige Schritt“, sind sich alle Beteiligten abschließend sicher.


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Pressemeldung 29.04.2021

Gemeinsame Mobilitätszentrale: SWG und VGO bündeln Kräfte