Übersicht über aktuelle Pressemeldungen

Hier finden Sie die aktuellsten Pressemeldungen. Vorangegangene Pressemeldungen finden Sie im Archiv:

Weil gute Nachbarn zusammenhalten: RTV wirbt für die Citybahn

Straßenbahn hat für den Rheingau-Taunus-Kreis „einen enorm hohen Stellenwert“

Es sind nur noch wenige Tage bis zum Bürgerentscheid zur Citybahn am 1. November 2020 in Wiesbaden. Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) steht bei diesem Thema als einer der Vorhabenträger und Gesellschafter der Citybahn GmbH eng an der Seite der Nachbarstadt Wiesbaden. „Kreis wie RTV haben ein großes Interesse daran, dass der Bürgerentscheid positiv ausgeht“, betonen Landrat Frank Kilian und Verkehrsdezernent Günter F. Döring. Neben der RTV sind die Mainzer Stadtwerke AG, die ESWE GmbH, und der Rhein-Main-Verkehrsbund (RMV) am Projekt Citybahn beteiligt.

„Ganz im Sinne einer guten Nachbarschaft haben wir nicht nur einen Teil der Busse, die in unserem Kreis und Wiesbaden fahren mit Werbung zur Citybahn beklebt, sondern auch unseren Werkstattwagen kurzerhand zum Werbebotschafter umfunktioniert.“, freut sich Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV. „Eine solche Straßenbahn hat für unseren Kreis einen enorm hohen Stellenwert, sowohl für die Einwohner als auch unter wirtschaftlichen Aspekten. Daher hoffen wir auf einen positiven Entscheid am 1. November und unterstützen unsere Nachbarn nach Kräften.“, macht Günter F. Döring als Verkehrsdezernent des Rheingau-Taunus-Kreises die Wichtigkeit des Projektes nochmal deutlich.

Der Rheingau-Taunus-Kreis würde von einer Citybahn, die Bad Schwalbach und Taunusstein über Wiesbaden mit Mainz verbindet, in vielerlei Hinsicht profitieren. Der Kreistag hat sich bereits mehrfach mit großer Mehrheit für die geplante Straßenbahn positioniert. „Die Hoffnung ist nun, dass möglichst viele Einwohnerinnen und Einwohner des Kreises ihre Freunde und Verwandten in Wiesbaden dazu ermutigen, am 1. November für die CityBahn zu stimmen“, so Döring und Brunke abschließend.

 

Rheingau: Kontrollen im öffentlichen Personennahverkehr

Taunusstein, 29. September 2020: Fahrausweisprüfer der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) und des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) haben am vergangenen Freitag zusammen mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes der Stadt Geisenheim sowie der Polizeistation Rüdesheim eine gemeinsame Kontrolle in Linienbussen und an Haltestellen im Rheingau durchgeführt. Augenmerk lag auf dem Mitführen gültiger Fahrscheine sowie dem Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung der Fahrgäste in den Bussen. „Die Corona-Krise hat auch dazu geführt, dass vermehrt Fahrgäste ohne Fahrkarte den ÖPNV nutzen – was einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Schaden anrichtet, aber auch unfair denen gegenüber ist, die ordnungsgemäß einen Fahrschein lösen. Daher begrüße ich verstärkte Kontrollen ausdrücklich, die fortgesetzt werden.“, erklärt Günter F. Döring, Verkehrsdezernent des Rheingau-Taunus-Kreises.

„Für den RMV und seine Partner hat es oberste Priorität, dass seine Fahrgäste mit einem sicheren Gefühl in Bus und Bahn einsteigen. Deshalb führen wir im gesamten RMV-Gebiet neben den regelmäßigen Fahrkartenkontrollen auch partnerschaftliche Maskenkontrollen gemeinsam mit den Ordnungsbehörden durch. Die Kontrollen zeigen, dass der allergrößte Teil der Fahrgäste sich an die Maskenpflicht hält“, sagt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat.

Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe begleiteten ab dem Nachmittag mehrfach Busse der Linie 171 von Geisenheim nach Wiesbaden-Schierstein und zurück, um zu prüfen, ob die Fahrgäste ein gültiges Ticket vorweisen können. Anderenfalls wird ein sogenanntes „erhöhtes Beförderungsentgelt“ in Höhe von 60 Euro fällig. „Anfang des Jahres fand ein runder Tisch statt, an dem verschiedene Aktionen für dieses Jahr geplant wurden, Corona-bedingt musste davon leider auch einiges ausfallen. Deshalb freue ich mich, dass wir nun wieder eine groß angelegte gemeinsame Kontrolle mit dem RMV und der Polizei durchführen konnten. Weitere werden sicherlich folgen“, lobt Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV, die Aktion.

Zusätzlich zu den Kontrollen innerhalb der Busse erfolgten durch weitere Teams mit Unterstützung der Ordnungspolizei Geisenheim sogenannte „Standortprüfungen“ am Geisenheimer Bahnhof: Dort starten und enden die Linien 181 nach/aus Hallgarten, 183 nach/aus Presberg und 185 nach/aus Marienthal. Bei ein- und aussteigenden Fahrgästen wurde darauf geachtet, dass Mund-Nasen-Bedeckungen rechtzeitig vor dem Betreten angelegt beziehungsweise erst nach Verlassen der Busse abgelegt wurden.

Die Kontrollen liefen bis in die späten Abendstunden: Insgesamt wurden 1.000 Fahrgäste in 50 Fahrzeugen kontrolliert. 29 Personen wurden ohne gültigen Fahrschein im Bus angetroffen, für diese wurde das erhöhte Beförderungsentgelt von 60 Euro fällig. Lediglich eine Person trug keine ordentliche Mund-Nasen-Bedeckung und wurde mit einem Bußgeld in Höhe von 50 Euro verwarnt. Die Polizei führte auch eine allgemeine Personenüberprüfung durch. Dirk Sauerwein, Erster Polizeihauptkommissar des Polizeipräsidiums Westhessen, zeigt sich zufrieden mit der Aktion: „Die Resonanz der Fahrgäste war durchgehend positiv. Insbesondere die Kontrolle, dass alle Mitfahrenden im Bus eine Mund-Nasen-Bedeckung trugen und somit sich und andere nicht in die Gefahr brachten, mit dem Covid-19-Virus angesteckt zu werden, kam gut bei den Fahrgästen an.“

Bewährt hat sich auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen. Durch die Bildung gemeinsamer Teams konnten die jeweiligen Kompetenzen zielgerichtet und effizient eingesetzt werden. „Das abgestimmte Vorgehen der engagierten Kontrollteilnehmer der Polizei, der Ordnungsbehörde und den Kontrolleuren trug maßgeblich zum Gelingen der Überprüfung bei, wofür ich mich ganz ausdrücklich bedanke. Eine baldige Wiederholung der Maßnahmen wird von allen Beteiligten begrüßt“, resümiert der Geschäftsführer der RTV.

Zukunft der Mobilität trifft auf Mittelalter: Autonome Fahrzeuge am Kloster Eberbach

Test bis März 2021 / gemeinsamer Test von RMV, RTV, Rheingau-Taunus-Kreis und der Stiftung Kloster Eberbach / Kostenloses Mitfahren über Gelände des Ausflugsziels

Taunusstein, 24.09.2020: Ab dem 24. September ist ein autonomes Fahrzeug des Pilotprojekts EASY (kurz für Electric Autonomous Shuttle for You) am Kloster Eberbach unterwegs. Donnerstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, kostenlos mitzufahren und die Zukunft der Mobilität hautnah zu erleben. Das Fahrzeug fährt Haltestellen zwischen dem Besucherparkplatz, Haupteingang und der Erlebniswelt Hortus Ludi, oberhalb des Busparkplatzes an. „Autonome Fahrzeuge bieten perspektivisch eine tolle Möglichkeit, das klassische ÖPNV-Angebot zu ergänzen. Wir testen im Projekt EASY daher an verschiedenen Standorten Technik und Akzeptanz der autonomen Fahrzeuge. Nach Tests am Mainkai im Herzen Frankfurts und auf dem Unternehmensgelände der HELIOS-Kliniken in Wiesbaden freuen wir uns, am Kloster Eberbach die Fahrzeuge erstmals im Freizeitverkehr einzusetzen. Wir laden alle Besucherinnen und Besucher herzlich zu einer Probefahrt ein und sind gespannt auf alle Rückmeldungen“, so RMV-Chef Prof. Knut Ringat.

Das Fahrzeug bietet insgesamt acht Sitzplätze, welche abhängig vom Verlauf der Corona-Pandemie womöglich nicht immer alle besetzt werden. Es fährt völlig selbstständig mit bis zu 11 Stundenkilometern auf der Strecke. Sensoren sorgen dafür, dass das Fahrzeug Hindernisse erkennt, seine Geschwindigkeit verringert und wenn nötig stoppt. Zusätzlich ist bei jeder Fahrt ein sogenannter Operator im Fahrzeug, der den Betrieb überwacht, Fahrgästen beim Ein- und Aussteigen hilft und natürlich Fragen rund um die Technik und das Projekt beantwortet.

„Der ÖPNV ist in einem Flächenkreis wie dem Rheingau-Taunus-Kreis eine besondere Herausforderung“, so Frank Kilian, Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises. „Wir sind stolz und freuen uns, dass wir bei der Frage, wie der ´ÖPNV der Zukunft` aussehen kann, mitwirken dürfen. Kommt es irgendwann zum Einsatz von autonom fahrenden Bussen, wird das sicherlich eine große Bereicherung bei den Themen Kosten, Anbindung und Pünktlichkeit im Rheingau-Taunus-Kreis sein. Der Einsatz von autonomen Bussen wird sich positiv auf Attraktivität und Bedarfsorientierung des ÖPNV auswirken.“

„Gemäß unseres Leitspruchs „Uralt trifft Hochmodern“ passt dieses zukunftsweisende Projekt perfekt zu einem der bedeutendsten Kulturgüter Europas, das seine Hochphase der Entstehung im Mittelalter hatte und heute jährlich hunderttausende Gäste anzieht. Mit dem Angebot eines autonomen Shuttles erhöhen wir unsere Attraktivität als touristisches Ausflugsziel – und schaffen gleichzeitig Komfort in Form einer kostenlosen Tour rund um unser schönes Kloster! Das rein elektrisch betriebene Shuttle ist zudem eine sehr nachhaltige Lösung, da der bezogene Strom im Kloster aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Wir danken unseren Projektpartnern für ihr Vertrauen und die Zusammenarbeit“, so Timo Georgi, Mitglied des Vorstandes der Stiftung Kloster Eberbach.

„Für uns ist EASY eine tolle Möglichkeit, eine zukunftsweisende Technik wie autonomes Fahren in unserer Region zu testen. Gerade auf Linien oder in Zeiträumen, wo kein großer Bus lohnt, könnten autonome Fahrzeuge einen Attraktivitätssprung im ÖPNV bedeuten, da sie perspektivisch mit vergleichsweise geringen Kosten pro Fahrt viel flexiblere Taktungen und Linienführungen erlauben“, so Thomas Brunke, Geschäftsführer der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft.

Über das Pilotprojekt EASY

EASY (Electric Autonomous Shuttle for You) ist ein Pilotprojekt zum Test von autonomen Fahrzeugen und ihrer Nutzbarkeit für den öffentlichen Nahverkehr. Mit wechselnden lokalen Partnern untersucht der RMV im gesamten Verbundgebiet, wie und unter welchen Umständen sich autonome Fahrzeuge in den öffentlichen Nahverkehr eingliedern lassen. Für das Testfeld am Kloster Eberbach hat der Verbund sich mit dem Rheingau-Taunus-Kreis, der Stiftung Kloster Eberbach und der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft zusammengetan. Das RMV-Tochterunternehmen rms übernimmt in dem Projekt die Gesamtleitung und die RMV-Tochter fahma die Bereitstellung der Fahrzeuge. Die wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojektes erfolgt durch die University of Applied Sciences Frankfurt, die dabei seitens des House of Logistics & Mobility (HOLM) als regionaler Entwicklungs- und Vernetzungsplattform unterstützt wird. www.probefahrt-zukunft.de  

Über den RMV

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ist einer der größten deutschen Verkehrsverbünde. Er koordiniert und organisiert den regionalen Bus- und Bahnverkehr auf rund 14.000 Quadratkilometern. Das sind rund zwei Drittel der Fläche des Bundeslandes Hessen. Im Verbundgebiet wohnen zirka 5 Millionen Menschen, zählt man die Einwohner in den Übergangstarifgebieten dazu, sind es sogar 6,7 Millionen Menschen. An den Start ging der Verbund 1995. Seitdem entscheiden sich kontinuierlich mehr Menschen für den RMV: 805 Millionen Fahrgäste bewegte im vergangenem Jahr. Damit trägt der RMV maßgeblich zur Entwicklung des Rhein-Main-Gebiets als pulsierende Metropolregion bei. www.rmv.de

Über die RTV

Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft mbH (RTV) ist der serviceorientierte Mobilitätsdienstleister im Rheingau-Taunus-Kreis. Das Unternehmen verfügt über keine eigenen Busse oder Bahnen, sondern fungiert als Bestellerin und Steuerungszentrale für die lokalen Verkehrsleistungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit aktuell 137 Fahrzeugen beauftragter Verkehrsunternehmen. Als Teil der Verbundfamilie des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) wirkt die RTV zudem an dessen regionalem Bus- und Bahnangebot mit, als Gesellschafterin der CityBahn GmbH ist sie Teil des größten Infrastrukturprojektes in der Region Rheingau-Taunus-Wiesbaden-Mainz. Die RTV ist eine 100%ige Tochtergesellschaft des Rheingau-Taunus-Kreises. Die lokale Nahverkehrsorganisation (LNO) mit Sitz in Taunusstein feiert dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen.

Über den Rheingau-Taunus-Kreis

Der Rheingau-Taunus-Kreis entstand 1977 durch die Zusammenlegung der beiden Kreise Rheingau und Untertaunus. 17 Städte und Gemeinden gehören zum Kreis, der rund 185.000 Einwohner hat. Er gehört mit neun weiteren Kreisen sowie vier kreisfreien Städten zum Regierungsbezirk Darmstadt. Die räumliche Nähe zu den Zentren des Rhein-Main-Gebietes gewährleistet eine gute Anbindung an die großstädtische Infrastruktur (Wiesbaden, Frankfurt, Mainz). Diese Verbindung von Infrastrukturausstattung und Wohn- bzw. Freizeitwert entspricht den von Emnid ermittelten Anforderungen von Unternehmen an den idealen Wirtschaftsstandort. Seine zentrale geographische Lage macht ihn von überall her gut erreichbar. Einen hohen Bekanntheitsgrad erhielt der Rheingau-Taunus-Kreis vor allem durch den Weinanbau, der seit dem 12. Jahrhundert im Rheingau nachweisbar ist.

Über die Stiftung Kloster Eberbach

Das ehemalige Zisterzienserkloster Eberbach im Rheingau wurde 1136 vom später heiliggesprochenen Abt Bernhard von Clairvaux gegründet. Es ist es ein Ort, an dem Wein und Genuss, Tradition und Zukunft, Begegnung und Dialog, Werte und Ideen eine Symbiose eingehen. Es besteht bis heute als fast vollständig erhaltenes Gesamtensemble herausragender Bauten aus Romanik, Gotik und Barock und zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen Europas.

Parallel zur einmaligen Generalsanierung (begonnen im Jahr 1986) übertrug das Land Hessen 1998 die gesamte Liegenschaft Kloster Eberbach auf eine öffentlich-rechtliche Stiftung. Zu den Kernaufgaben der gemeinnützigen Stiftung Kloster Eberbach gehören, neben dem aufwendigen Unterhalt und Betrieb der denkmalgeschützten Klosteranlage, die Förderung kultureller Projekte und die Öffnung für die Öffentlichkeit. Besucherinnen und Besuchern die Bedeutung von Kulturgut erlebbar zu machen und zukunftsrelevant zu vermitteln, ist das erklärte Ziel. Die Stiftung finanziert sich über Eintrittsgelder, Spenden, Führungen, Veranstaltungen, Miet- und Pachteinnahmen.

Der Stiftungsauftrag: Werte erhalten, Zukunft gestalten, Dialog fördern.

Das autonome Fahrzeug fährt auf dem Gelände des Kloster Eberbach in Eltville.

Zu sehen ist das autonome Fahrzeug "Easy"auf dem Gelände des Kloster Eberbach in Eltville.
(© Copyright: RMV/Arne Landwehr)

Das autonome Fahrzeug wird von der RMV, des Kloster und dem Landrat des RTK vorgestellt

Auf dem Bild zu sehen sind (v.l.n.r.): Timo Georgi, Vorstandsmitglied der Stiftung Kloster Eberbach, Frank Kilian, Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) sowie RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat
(© Copyright: RMV/Arne Landwehr)

ITCS ermöglicht Echtzeitdatenübermittlung

RTV: Durch das System ist der Standort eines Busses jederzeit bekannt / Wichtige Hilfe bei der Optimierung der Fahrpläne

Taunusstein, 17.09.2020: Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) hat die erste Phase des Projektes zur Sicherung der Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Qualität von Fahrten und Bussen in eigener Verantwortung erfolgreich abgeschlossen, teilen der Verkehrsdezernent des Rheingau-Taunus-Kreises, Günter F. Döring, und RTV-Geschäftsführer Thomas Brunke mit. Das „ITCS-System“ (Intermodal Transport Control System) nimmt online eine Erfassung und Übermittlung von reinen GPS-Daten vor, beispielsweise von dem Standort eines Busses zu einer bestimmten Zeit.

„Bei Beschwerden seitens der Fahrgäste kann so objektiv nachvollzogen werden, ob der Linienbus beispielsweise pünktlich an einer bestimmten Haltestelle war oder zu früh beziehungsweise zu spät gefahren ist. Das System dient auch der Absicherung des Fahrers, falls es mal Unstimmigkeiten gibt, ob eine Haltestelle von ihm angefahren wurde“, erklärt Günter F. Döring. Es ist also zum Nutzen aller und soll dazu beitragen, dass die Busse exakt nach Fahrplan die Haltestelle an- und von dort wieder abfahren. Außer reinen GPS-Daten würden keinerlei Daten erhoben.

„Durch das GPS-System sind wir in der Lage, bei Kundenanfragen nachzuvollziehen, wann der Bus wo war und können dementsprechend Nachfragen von Kunden wie etwa Beschwerden besser bearbeiten. Wir sind in erster Linie daran interessiert, dass die Verkehrsunternehmen die geschuldete Busleistung vertragsgemäß erfüllen und unsere Fahrgäste zuverlässig und pünktlich von A nach B kommen“, erläutert Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV. 

Das System hat noch einen weiteren Nutzen: Es hilft bei der Optimierung des Fahrplanes und somit der Feststellung von objektiven Fahrzeiten auf den einzelnen Linien. „Auch zur Verbesserung des Fahrplans werden die Daten genutzt oder zur Qualitätssicherung in der Zusammenarbeit mit den Verkehrsunternehmen:  Nun können wir im Falle von wiederholten gravierenden Verspätungen auch MALUS-Gespräche (Gespräche zu vertraglich geregelten möglichen Vertragsstrafen) mit den Unternehmen führen“, ergänzt Gregor Prochaska, Leiter Qualitätsmanagement bei der RTV.  

Nachdem das System implementiert ist, erfolgt der Übergang zu Phase 2, in der die Daten auch für die Fahrgastauskunft via App in Echtzeit erfolgen könne.

„Damit würden dann die Fahrgäste in der RMV-App genau sehen können, ob und wenn ja wieviel Verspätung der Bus hat. Das wäre ein weiterer Service für unsere Fahrgäste,“ führt Brunke weiter aus. „Denn aktuell sind in der App lediglich die Soll-Daten angegeben“. Der Abschluss der Phase 2 ist für Anfang 2021 geplant.

ÖPNV: Polizei kontrolliert Maskenpflicht in Bussen

RTV verweist auf die Beförderungsrichtlinien des RMV und die Vergabe des Landes Hessen zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung

Taunusstein, 9. September 2020:

Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) weist erneut darauf hin, dass im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eine Maskenpflicht herrscht. „Die Vorgabe des Landes Hessens ist klar: Wer aktuell mit dem ÖPNV fährt, muss eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen“, erläutert Günter F. Döring, Verkehrsdezernent des Rheingau-Taunus-Kreises. Die meisten Fahrgäste im Kreisgebiet halten sich an die Vorgabe, aber wer die Maskenpflicht missachtet, muss damit rechnen, dass ein Bußgeld von 50 Euro sofort fällig werde, so Dörings Erfahrungen.

„Unabhängig davon, dass mittlerweile jeder von der Maskenpflicht im ÖPNV gehört haben sollte, weisen wir die Fahrgäste zusätzlich auf verschiedenen Wegen auf die Maskenpflicht hin; sei es per Durchsage im Bus, Aufkleber auf den Bussen, Plakaten an den Haltestellen, über die Kontrolleure etc. Wir wollen alle unsere Fahrgäste schützen, so gut es eben geht.“, so der Geschäftsführer der RTV, Thomas Brunke, weiter.

Die Überwachung, Kontrolle und Durchsetzung der Maskenpflicht ist nach einer Verordnung der Hessischen Landesregierung die Aufgabe der lokalen Ordnungsämter (Ordnungspolizisten oder Stadtpolizisten) oder der Hessischen Polizei. 

Laut Döring fordert der hessische Städtetag allerdings aktuell, dass zukünftig auch Kontrolleure in Bussen und Bahnen von Fahrgästen ohne Maske eine Strafe kassieren dürfen. Das jedoch weist der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) zurück und teilt laut Wiesbadener Kurier mit: „Die Maskenpflicht ist etwas anderes, als eine fehlende Fahrkarte, weshalb eine Vertragsstrafe zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen nur von geschultem Sicherheitspersonal verhängt werden sollte“. Demnach setze der Verbund auf weitere gemeinsame Schwerpunktkontrollen mit den Ordnungsbehörden.

Die Fahrscheinkontrolleure sind eigentlich aufgrund der Beförderungsbedingungen des RMV „nur“ dazu befugt, Fahrgäste in Bezug auf ihr Ticket zu kontrollieren und - wenn das ungültig ist - eine Zahlungsaufforderung über das sogenannte erhöhte Beförderungsentgelt in Höhe von 60 Euro an den sogenannten „Schwarzfahrer“ zu übergeben. Der RTV-Geschäftsführer warnt jedoch: „Das bedeutet aber nicht, dass ‚Maskenverweigerer‘ nichts zu befürchten haben, solange die Polizei im betreffenden Bus nicht kontrolliert. Die Beförderungsbedingungen des RMV sind ausreichend, um die Fahrgäste ohne Maske nicht zu befördern.“ Somit können Fahrgäste ohne die Schutzmaske von der Beförderung ausgeschlossen werden. Von dieser Regelung sind Personen ausgenommen, die ein Attest vorlegen, welches sie von der Maskenpflicht aus gesundheitlichen Gründen befreit.

Das heißt, dass das Verkehrsunternehmen sein Hausrecht ausüben darf und einen Fahrgast von der (Weiter-) Fahrt ausschließen kann. Dies ist gekoppelt an die aktuell geltende Verordnung des Landes Hessen, in der eine Maskenpflicht angeordnet ist.