Übersicht über aktuelle Pressemeldungen

Hier finden Sie die aktuellsten Pressemeldungen. Vorangegangene Pressemeldungen finden Sie im Archiv:

Taunussteiner „EMIL“: Fahrzeuge und Fahrbetreiber stehen fest

Mercedes-Benz liefert elektrische Kleinbusse eVito Tourer und GHT Mobility GmbH ist Fahrdienstleister

Abgebildet ist ein Mercedes eVito

Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) kann zwei wichtige Meilensteine im Projekt um das On-Demand-Angebot in Taunusstein verkünden: Die Fahrbetriebsleistung wurde an die GHT Mobility GmbH, bekannt unter der Marke CleverShuttle, vergeben und Mercedes-Benz wird die Fahrzeuge liefern. In einer europaweit erfolgten Ausschreibung der RTV hat sich das Berliner Unternehmen, das bereits in Darmstadt, Offenbach, Essen und Leipzig in Partnerschaft mit öffentlichen Aufgabenträgern On-Demand-Verkehre betreibt, durchgesetzt.

„Wir setzen bei EMIL, dem On-Demand-Shuttle in Taunusstein, auf den Partner GHT, an dem auch die Deutsche Bahn beteiligt ist“, so Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV.

 

Der Vertrag laufe bis Ende 2024. GHT Mobility hat langjährige Erfahrung im Aufbau von elektrischen Pooling-Verkehren und übernimmt ab August 2021 den offiziellen Betrieb für den Taunussteiner On-Demand-Service. Das Unternehmen ist für die komplette Aussteuerung des Verkehrs verantwortlich, von der Disposition bis hin zum Management der E-Flotte und des Fahrpersonals.

Bruno Ginnuth, Geschäftsführer und Co-Gründer bei GHT Mobility: „Wir stehen für die Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Mit über sechs Jahren Expertise im operativen Betrieb von Bedarfsverkehren erreichen wir höchste Qualitätsstandards für einen komfortablen und emissionsfreien On-Demand-Service. Gerade in ländlichen Gebieten ist On-Demand-Ridepooling ein wichtiger Hebel, um ein flächendeckendes Mobilitätsangebot für die Menschen zu schaffen. Wir freuen uns, dass wir ab Sommer nun auch in Taunusstein unterwegs sein dürfen.“

„Der neue Service schließt sozusagen die Lücke zwischen ÖPNV und Taxi und ich rechne fest damit, dass die Taunussteiner von dieser neuen Art der Beförderungsmöglichkeit profitieren werden“, äußert sich Verkehrsdezernent Günter F. Döring.

Neben der Vergabe der Fahrbetriebsleistung steht nun auch der Gewinner der europaweiten Ausschreibung zu den Fahrzeugmodellen fest: Der Rhein-Main-Verkehrsverbund hat den Zuschlag an Mercedes-Benz gegeben. Ab dem Sommer wird der mid-size Van eVito Tourer lokal emissionsfrei durch Taunusstein fahren. Von den insgesamt 74 bestellten rein elektrischen Vans des RMV für sieben Partner sind sechs Fahrzeuge für Taunusstein bestimmt. Das Fahrzeug zeichnet sich vor allem durch einen komfortablen Ein- und Ausstieg, eine großzügige Gestaltung des Innenraums sowie individuelle Einstellungsmöglichkeiten bei der Klimatisierung aus.

 

RTV und Ordnungspolizei kontrollieren Fahrschein und Maske im Rheingau

Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) gibt bekannt, dass Mitte Mai im Rheingau eine größere Kontroll-Aktion zusammen mit der Polizeidirektion Rheingau-Taunus bezüglich der Pflicht zum Tragen einer Maske im öffentlichen Personennahverkehr stattgefunden hat. Beteiligt waren neben Fahrausweisprüfern der RTV auch Beamte der Polizeidirektion Rheingau-Taunus und der Ordnungspolizei Geisenheim. Von Seiten der Ordnungs-Polizei wurde die Maskenpflicht kontrolliert, seitens der Polizeidirektion gab es Personenüberprüfungen. Die Mitarbeiter der RTV überprüften das Vorhandensein eines gültigen Fahrscheins. Die Kontrollen fanden am 19. Mai für fünf Stunden am Geisenheimer sowie am Eltviller Bahnhof statt.

In Bezug auf die Bedeckung von Mund und Nase verhielten sich die Fahrgäste vorbildlich: „Wir haben den Kontrollen zufolge ein sehr diszipliniertes Fahrgast-Aufkommen, das sich weitestgehend an die Maskenpflicht hält“, freut sich Günter F. Döring, Verkehrsdezernent im Rheingau-Taunus-Kreis. Auch wenn aufgrund von aktuellen Studien davon ausgegangen werden könne, dass der ÖPNV kein HotSpot ist, sei es beruhigend zu wissen, dass die Fahrgäste die Regelungen einhalten. Der Dezernent dankt allen Beteiligten an der Aktion „Sichtbare Sicherheit“.

Insgesamt zwölf Fahrgäste mussten ein sogenanntes „erhöhtes Beförderungsentgelt“ in Höhe von 60 Euro zahlen, weil sie keinen gültigen Fahrausweis vorzeigen konnten. „Im letzten Jahr fanden circa zehn gemeinsame Kontrolltage mit der Polizei oder den Ordnungsbehörden im Rheingau-Taunus-Kreis statt. Dieses Jahr gab es zusammen mit der Polizei bereits zwei Prüfungen in Taunusstein, eine in Eltville und eine in Rüdesheim. Wir möchten, dass unsere Fahrgäste sich sicher fühlen. Daher bedanken wir uns bei der Polizeidirektion und Ordnungspolizei, unter deren Beteiligungen es weiterhin solche Aktionen geben wird“, so Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV. 

 

TV und Engelhardt Omnibusbetrieb starten Pilotprojekt mit Luca-App

Taunusstein, den 25.05.2021: Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) und das Verkehrsunternehmen Engelhardt Omnibusbetrieb starten mit der Einführung der Luca-App gemeinsam ein Pilotprojekt im Rheingau-Taunus-Kreis. Fahrgäste können sich die kostenfreie App (aus dem Applestore oder Playstore) auf dem Smartphone installieren und müssen sich lediglich einmalig registrieren. Dann scannen sie beim Einsteigen den QR-Code, der sich im Bus befindet und checken in der App ein und beim Verlassen des Busses wieder aus. So ist die Dauer des Fahrtwegs klar begrenzt und das Gesundheitsamt könnte im Falle eines Falles aus den Daten erkennen, wer alles über einen Kontakt mit einer infizierten Person informiert werden müsste. Der Code ist in jedem Bus mehrfach angebracht in den Maßen von 20x20 Zentimeter, so dass auch bei dichterem Gedränge jeder Fahrgast den Code scannen kann.

„Die kürzlich veröffentlichte Studie des Verbands der Verkehrsunternehmen (VDV) brachte das Ergebnis, dass das Risiko, sich mit COVID19 anzustecken für Fahrgäste des ÖPNV genauso hoch ist, wie bei der Nutzung eines Autos. Dennoch ist die Nutzung der App für die Fahrgäste eine sinnvolle Lösung, wenn sie sich aufgrund der Nähe zu anderen Fahrgästen unwohl fühlen“, so Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV.  Trotz voranschreitender Impfkampagne und sinkender Inzidenz im Rheingau-Taunus-Kreis sei es wichtig, mit der Möglichkeit der Kontaktverfolgung per App zusätzliche Sicherheit zu bieten.

Der Geschäftsführer der Engelhardt Omnibusbetrieb GmbH, Frank Engelhardt ergänzt: „Wir möchten unseren Fahrgästen ein gutes Gefühl bei der Nutzung unserer Busse geben. Daher haben wir entschieden, dass wir den Service gerne anbieten möchten und freuen uns über die Unterstützung der RTV. Die schnelle und lückenlose Kontaktverfolgung soll unserer Meinung nach nicht an der Busfahrertür enden, daher möchten wir unseren Beitrag dazu leisten und das geringe Übertragungsrisiko weiter eingrenzen.“

2017 erhielt das Verkehrsunternehmen nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für zwei Linienbündel im Rheingau-Taunus-Kreis und befördert Fahrgäste im Bereich Bad Schwalbach / Heidenrod und Taunusstein. Beide Unternehmen laden weitere Verkehrsunternehmen ein, sich diesem Projekt anzuschließen und helfen gerne bei der Umsetzung weiter.

 

 

Kein erhöhtes Ansteckungs-Risiko im ÖPNV

Aktuelle Studie der Charité Research Organisation im Auftrag des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen und der Bundesländer stuft ÖPNV als genauso sicher ein, wie den Individualverkehr, wenn es um das Risiko geht, sich mit Covid19-Viren anzustecken

Taunusstein, 10. Mai 2021: Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) weist darauf hin, dass vom öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) im Rheingau-Taunus-Kreis kein erhöhtes Ansteckungs-Risiko ausgeht: Denn so lautet das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung, die der Verband der Verkehrsbetriebe (VDV) im jetzigen Frühjahr hat durchführen lassen. Die Berliner Charité Research Organisation (CRO) hat eine sogenannte Kohortenstudie im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) durchgeführt. Dort leben etwa fünf Millionen Menschen sowohl in Großstädten und Ballungsräumen, aber auch in ländlicheren Gebieten, wie dem Rheingau-Taunus-Kreis. An einem durchschnittlichen Werktag legen zirka 2,5 Millionen Fahrgäste rund elf Kilometer mit Bussen oder Bahn zurück.

An der Studie nahmen 681 Personen im Alter zwischen 16 und 65 Jahren teil, die für einen Zeitraum von vier Wochen werktags entweder mit dem ÖPNV oder mit dem Individualverkehr (Auto / Fahrrad) zur Arbeit, Schule oder Ausbildung pendelten und dabei einen Fahrweg von 15 bis 30 Minuten (einfache Fahrt) im öffentlichen Nahverkehr hatten. „Die Ergebnisse der Studie passen zu anderen, auch internationalen Studienergebnissen, die besagen, dass der ÖPNV keinesfalls als Hotspot einzustufen ist,“ kommentiert ÖPNV-Dezernent des Kreises, Günter F. Döring, die Studie des VDV. „In dieser Studie wurde das Infektionsrisiko im wirklichen Alltag untersucht, nicht nur unter Laborbedingungen.“

Mehrere Faktoren tragen dazu bei, dass die Nutzung von ÖPNV kein höheres Infektionsrisiko darstellt, als wenn man mit dem Auto, dem Motorrad oder dem Rad zur Arbeit fährt: Zum einen wird im Bus oder Bahn, insbesondere von Alleinreisenden, kaum gesprochen. „Natürlich trägt auch die Maske einen großen Teil dazu bei, dass Busse nicht als Hot Spot zählen. Das heißt, der Ausstoß von Tröpfchen oder Aerosolen ist deutlich geringer, als setzt man sich zum gemütlichen Abendessen mit der Familie an einen Tisch“, zieht der Geschäftsführer der RTV, Thomas Brunke, einen Vergleich. Zum Untersuchungszeitraum war es bereits Pflicht, im ÖPNV eine FFP2-Maske zu tragen, was im Rheingau-Taunus-Kreis auch in den letzten Wochen mehrfach kontrolliert wurde. Die allermeisten Fahrgäste hielten sich an die Vorgabe. Außerdem seien die Menschen nicht sehr lange beisammen, viele Fahrgäste sind nur ein paar Minuten im Bus. Die Klimaanlagen und Belüftungsmechanismen in den Bussen seien weitere wichtige Faktoren, ebenso die Frischluftzufuhr, die automatisch bedingt durch die Haltestellen und dem Ein- und Aussteigen der Fahrgäste erfolgt.

Initiatoren und Auftraggeber der Studie waren die Bundesländer und der VDV. Die Federführung der Länder als Fördermittelgeber liegt beim Land Baden-Württemberg. Finanziell beteiligen sich zudem die Länder Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Durchgeführt wurde die Studie im Februar und März 2021.

Das Factsheet zur Meldung finden Sie hier.

 

Rheingau-Taunus-Kreis: FFP2-Masken im ÖPNV

Taunusstein, 26.04.2021: Aufgrund den neuen Verordnungen seit Samstag geltenden Infektionsschutzgesetz (IfSG) im Rheingau-Taunus-Kreis weist die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) darauf hin, dass in Bussen und Bahnen sowie Haltestellen und Bahnhöfen nun eine FFP-2 Maske zwingend erforderlich ist. „Eine medizinische Maske wie etwa eine OP-Maske reicht für die Fahrgäste ab sofort nicht mehr aus, so schreibt es das neue Gesetz vor“ erklärt Thomas Brunke, der Geschäftsführer der RTV. Kontroll- und Servicepersonal gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (Mund-Nase-Schutz). Fahrgäste, die aktuell nur mit einer medizinischen Maske im ÖPNV unterwegs sind, müssen mit einer Vertragsstrafe von 50 € rechnen.

Die auch als „Bundesnotbremse“ bezeichnete Verordnung greift dann, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten wird, was im Rheingau-Taunus-Kreis aktuell der Fall ist. Diese Änderung gilt solange, bis die Sieben-Tage-Inzidenz im RTK an 5 aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 liegt. Um Zeit für alle organisatorischen Maßnahmen zu haben, die dann ergriffen werden können, tritt das Gesetz dann am übernächsten Tag außer Kraft.

Kunden, die einer der knapp 20 Vorverkaufsstellen oder den MobiInfos Taunusstein oder Idstein Zeitkarten (also Wochen- Monats- oder Jahreskarten sämtlicher Art) kaufen, erhalten aktuell eine FFP2-Maske gratis zum Fahrschein dazu.

Wer sich weiter über zugelassene Masken im Internet informieren möchte, wird beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte fündig.

RTV: Regulärer Fahrplan nach den Osterferien

Busse laut aktuellen Studien kein Hot-Spot

Taunusstein, 14. April 2021: Aufgrund der sich weiterhin negativ entwickelnden Infektionszahlen wird es in Hessen vorerst keine weiteren Öffnungen der Schulen geben. Auf diese Festlegung des hessischen Kultusministeriums reagiert nun die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV). mit. Diese Regelung für die Schulen ist zunächst für vier Wochen vorgesehen. „Die Entscheidungen des Kultusministeriums haben natürlich auch Auswirkungen auf den Schülerverkehr und die Menge der zu befördernden Schülerinnen und Schüler. Da zurzeit deutlich weniger Schüler als sonst unterwegs sind, sind die Busse verhältnismäßig leer und ein mögliches Ansteckungsrisiko auch dadurch recht gering.“ sagt Kreisverkehrsdezernent Günter F. Döring.

„Unter anderem durch die kurze Dauer des Aufenthalts im Bus, den funktionierenden Klimaanlagen und der Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mundschutzes sind Busse nicht als Hot-Spots einzustufen – das bestätigen laut dem Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) diverse nationale und internationale Studien,“ führt der Geschäftsführer der RTV, Thomas Brunke, weiter aus.

Wenn die Infektionszahlen rückläufig sind, die Schulen geöffnet werden, steht die RTV in den Startlöchern, um flexibel auf die neuen Gegebenheiten zu reagieren, ergänzt Thomas Brunke. „Zunächst – ab Montag, 19. April 2021 – halten wir den regulären Schulfahrplan aufrecht. Sollten aufgrund kurzfristiger Änderungen wieder deutlich mehr Schüler in die Schule strömen, kann die RTV darauf reagieren“, so Döring. Dies kann bis zum Einsatz größerer Linienbusse oder zusätzlicher Reisebusse führen. „Weiterhin sind Änderungen am Fahrplan – wie bereits im Winter geschehen – möglich, um den Schülerverkehr zu entzerren. Auch die Bereitschaft der Schulen zum zeitversetzen Unterricht, wie es ebenfalls im Winter der Fall war, trägt dann zur Entspannung bei“, führt Brunke weiter aus.

Taunussteiner On-Demand-Shuttle heißt „Emil"

Taunussteiner durften online abstimmen, wie das neue Angebot „On-Demand-Shuttle“ heißen soll

Taunusstein, 18. März 2021: Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft GmbH (RTV) stellt den Namen für das neue On-Demand-Angebot in Taunusstein vor: Der Service läuft zukünftig unter dem Namen „EMIL“, abgeleitet aus Elektromobil. Emil war einer von vielen Namen, der bei einer spontanen Abfrage durch die Stadt Taunusstein auf Sozialen Medien genannt wurde. Vier Namen standen letztlich auf der Website der RTV zur Abstimmung durch die Bürgerinnen und Bürger.

„Insgesamt haben 301 Personen an der gut vierzehntägigen Abstimmung teilgenommen“, bedankt sich Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV bei den Taunussteinern Bürgern für ihre Mitwirkung bei der Namensvergabe: „Wir freuen uns, dass wir mit EMIL ein besonders umweltfreundliches Produkt anbieten können. Vor allem für Taunussteiner Pendler, Senioren und natürlich die Jugend ist das Shuttle ein äußerst attraktives ÖPNV-Angebot. Mit dem zukunftsträchtigen Pilotmodell in Taunusstein wird das Beste aus individueller Mobilität und öffentlichem Nahverkehr zusammengebracht, digital, einfach und kundenorientiert.“

So in etwa wird EMIL, das Taunussteiner On-Demand-Shuttle aussehen, wenn es ab Sommer 2021 den ÖPNV in Taunusstein verstärkt.
© RTV

Kreisverkehrsdezernent Günter F. Döring ist sich sicher: „Das neue Angebot wird den öffentlichen Personennahverkehr im ländlichen Raum um einiges bereichern und mehr Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV bewegen.“ Der neue Service werde erheblich flexibler und individueller, als man das bislang vom öffentlichen Nahverkehr gewohnt sei.

„Ob EMIL in Taunusstein, der Hopper im Kreis Offenbach oder der DadiLiner im Landkreis Darmstadt-Dieburg – das On-Demand-Angebot im RMV hat viele Gesichter und einen gemeinsamen Anspruch: Die Fahrgäste richten sich nicht nach einem Fahrplan, sondern der Fahrplan richtet sich nach den Fahrgästen“, sagt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. „Insgesamt zehn hessische Landkreise und Kommunen vernetzen ihr On-Demand-Angebot unter dem Dach des RMV, sodass die Kundinnen und Kunden über ein und dieselbe App ihr Shuttle buchen können – egal, ob sie mit EMIL oder dem DadiLiner fahren. Diese Zusammenarbeit ist deutschlandweit einmalig und ich freue mich, dass Taunusstein dabei ist.“

Der Produktname „EMIL“ lag zuletzt mit 33,9 Prozent der Stimmen vorne, auf Platz zwei kam „Smart-e“ mit 29,6 Prozent der Stimmen, auf den dritten Platz kam die Bezeichnung „Stromer“ mit 24,2 Prozent. Der Vorschlag „Gondel“ konnte lediglich 12,3 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen. EMIL, das On-Demand-Shuttle in Taunusstein, wird voraussichtlich ab Sommer starten und zunächst innerhalb der Stadtgrenzen Taunussteins unterwegs sein. Auf Bestellung per Telefon oder via App holt der Minibus Fahrgäste ganz in der Nähe ihres Standorts ab und bringt sie so nah wie möglich an ihr Ziel – dafür wird es rund 1000 virtuelle Haltestellen geben. Ob die Fahrt direkt oder über kurze Umwege durchgeführt wird, hängt davon ab, ob es mehrere Fahrgäste gibt, die zeitgleich einen ähnlichen Weg haben: Kanalisiert und berechnet wird dies über einen Algorithmus, dessen Entwicklung vom Rhein-Main-Verkehrsverbund beauftragt wurde. Bezahlt wird der Service schnell und unkompliziert per App oder bei telefonischer Buchung bargeldlos beim Fahrpersonal.

„Wenn EMIL, das Taunussteiner On-Demand-Shuttle von den Bürgern gut angenommen wird, kann das Angebot als fester Bestandteil über die Pilotphase etabliert werden. Dann können auch weitere Gemeinden im Rheingau-Taunus-Kreis angeschlossen werden,“ erklärt Brunke. Deshalb sei ein wichtiges Kriterium bei der Namensfindung gewesen, dass er in Zukunft auch in anderen Städten und Gemeinden funktioniere. Mehr Infos zu den genauen Bedienzeiten, den Preisen etc. sind auch unter www.r-t-v.de zu finden.


 

RTV hat Busdrucker auf LTE-Standard umgerüstet

Bevorstehende UMTS-Abschaltung ist Herausforderung für die ganze Mobilitätsbranche

Die Busdrucker und Bordrechner der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV), die relevant sind unter anderem für den Fahrscheinverkauf, sind seit Anfang März 2021 LTE-fähig, meldet der Mobilitätsdienstleister im Rheingau-Taunus-Kreis. Die Abschaltung der Frequenzen des Mobilfunkstandards UMTS / 3G, die kurz bevorsteht, beeinflusst aktuell die ganze Verkehrsbranche: Die Drucker müssen täglich und von unterwegs aus umfangreiche E-Ticket- und Tarifdaten über Mobilfunk austauschen, um Fahrscheinverkauf- und -Prüfung im Bus gewährleisten zu können. Auch für die Sendung von Echtzeitdaten ist der Mobilfunkstandard essentiell.

Im Jahr 2020 teilte die Telekom mit, dass sie das UMTS-Netz zu Ende Juni 2021 abschalten würde. Kurzfristig hat sich dann herauskristallisiert, dass dieser Termin für den Großraum Koblenz/Limburg auf den 15.03.21 vorverlegt wurde. Umgesetzt wurde das Projekt in einem knappen halben Jahr mithilfe der timIT GmbH, einem IT-Dienstleister aus Bad Vilbel mit Schwerpunkt im Bereich Mobilität. „Wir konnten für die RTV eine neue Lösung entwickeln, bei welcher die Busdrucker durch die Vorschaltung eines externen Modems nachgerüstet und somit LTE-fähig gemacht werden. So gibt es nun eine hochwertige, kostengünstige und schnelle Lösung für das Problem, das aktuell noch viele andere Aufgabenträger und Unternehmen haben.“, so der Geschäftsführer der timIT, Holger Drechsler. Darüber hinaus konnte sogar die Echtzeitdatenübermittlung, die bislang über ein separates Tablet lief, integriert werden und somit wurde die Gerätestruktur in den Bussen durch die neue Lösung ganz nebenbei deutlich vereinheitlicht. Da das LTE Modem bereits zertifiziert ist, ist auch keine separate Zertifizierung für die Lösung nötig.

Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV, zeigt sich äußerst zufrieden über den Projektverlauf: „Mit der timIT haben wir einen kooperativen und kreativen Partner, mit dem wir auch spontane Herausforderungen im Bereich unserer digitalen Infrastruktur gut und zielgerichtet lösen können“. Auf Seiten der RTV verantwortete Gregor Prochaska, Leiter für Marketing und Qualitätssicherung, die Umstellung: „Wir als relativ kleiner Mobilitätsdienstleister sind froh, dass wir eine so schnelle und sehr kostengünstige Lösung gefunden haben. Wir sind einer der ersten Partner im Rhein-Main-Verkehrsverbund, die diese Herausforderung bereits gemeistert haben.“

Eine Neubeschaffung von entsprechend LTE-fähigen Busdruckern hätte Kosten in mittlerer sechsstelliger Höhe nach sich gezogen und bedeutet, dass alle Fahrer in die neuen Drucker hätten eingewiesen werden müssen. Dazu wäre noch die Entsorgung der Altgeräte gekommen. Ganz abgesehen davon, dass eine Beschaffung neuer Busdrucker europaweit hätte ausgeschrieben werden müssen, was nochmal erheblichen zeitlichen und finanziellen Aufwand bedeutet hätte. „Durch die von der timIT bereit gestellte Lösung belaufen sich die Kosten nur auf einen Bruchteil und liegen in Summe gerade mal bei zirka 15 Prozent dessen, was alleine die Neubeschaffung gekostet hätte.“, so Prochaska weiter. Seit Anfang März ist die Lösung in allen 126 Linienbussen der RTV im Einsatz. Aktuell werden noch die weiteren 19 Rufbusse, die mit anderen Geräten ausgestattet sind, sukzessive umgerüstet.

Beide Unternehmen bewerten die bisherige Zusammenarbeit bei diesem und bei anderen Projekten sehr positiv und hoffen, auch künftige Digitalisierungsprojekte gemeinsam erfolgreich umsetzen zu können, so Brunke und Drechsler abschließend.

Name gesucht: RTV startet Abstimmung für neuen Service in Taunusstein

Taunussteiner dürfen abstimmen, wie das neue Angebot „On-Demand-Mobilität“ heißen soll

Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) wird voraussichtlich ab Sommer diesen Jahres mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) in Taunusstein ein neues Angebot im ÖPNV einführen: „Die RTV als serviceorientierte lokale Nahverkehrsgesellschaft ist Partner im Projekt ‚On-Demand-Mobilität für die Region Frankfurt/RheinMain‘ und wird mit der Pilotkommune Taunusstein das neue Angebot umzusetzen. Das Vorhaben wird vom Land Hessen als auch vom Bundesverkehrsministerium gefördert“, freut sich Günter F. Döring, Verkehrsdezernent des Rheingau-Taunus-Kreises über den neuen Service.

„Mit dem On-Demand-Shuttle schaffen wir im RMV ein völlig neues Verkehrsmittel. Egal, ob unsere Fahrgäste im Kreis Offenbach, Limburg oder Taunusstein spontan unterwegs sein wollen – über die RMV-App können sie ganz einfach ein Shuttle buchen und so ganz flexibel im Nahbereich unterwegs sein. Ich bin stolz, dass wir dieses Projekt 2021 gleich in zehn verschiedenen Regionen mit 10 verschiedenen Partnern

Die Abbildung zeigt, wie der On-Demand-Verkehr in Taunusstein zu verstehen ist

Das On-Demand-Shuttle für Taunusstein kommt "wie gerufen".
© RMV

starten und Taunusstein zu den Pionieren gehört. Nirgendwo in Deutschland gibt es bisher ein regional übergreifendes On-Demand-Angebot, wo mehrere Partner mit den gleichen Fahrzeugen fahren und über die gleiche Plattform buchbar sind“, sagt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat.

Der sogenannte On-Demand-Verkehr ergänzt den lokalen Busverkehr um einen flexiblen Baustein: Auf Bestellung holt der Minibus Fahrgäste ab und bringt sie so nah wie möglich an ihr Ziel. Aktuell ist geplant, den Verkehr ab Sommer 2021 zunächst innerhalb von Taunusstein anzubieten. Das neue Angebot orientiert sich an den Bedürfnissen der einzelnen Fahrgäste und ist einfach, komfortabel und umweltfreundlich, da vollelektrische Fahrzeuge eingesetzt werden. Der Service schließt die Lücke zwischen Bus und Taxi innerhalb des Stadtgebiets Taunusstein: Man ruft den Minibus ähnlich wie ein Taxi per App oder Telefon für den Zeitpunkt, zu dem man ihn benötigt und steigt an einem vereinbarten Platz (virtuelle Haltestelle) ein. Es können im „On-Demand-Shuttle“ bis zu 6 Personen gleichzeitig befördert werden. Man kann in einem festgelegten Tageszeitraum jederzeit das On-Demand-Fahrzeug kurzfristig oder auch geplant für einen zukünftigen Zeitpunkt buchen. Bezahlt wird der Service schnell unkompliziert per App. Mehr Infos zu den genauen Bedienzeiten, den Preisen etc. sind auch unter www.r-t-v.de zu finden.

„Es handelt sich bei diesem Angebot um eine ganz neue Gattung im ÖPNV. Es ist sozusagen ein Busangebot auf Abruf, dessen Unterschied zum herkömmlichen Rufbus darin besteht, dass kein Fahrplan und kein fester Linienweg vorgegeben werden“, erklärt der Geschäftsführer der RTV, Thomas Brunke. „Der Begriff ‚On-Demand-Mobilität‘ ist zwar die Produktbezeichnung, wir möchten aber einen griffigen und einfachen Namen für unser Angebot in Taunusstein haben – und die Bürger auch daran teilhaben lassen“, betont der Geschäftsführer. Die RTV hat sich einige Namen bereits überlegt, wobei in die Auswahl auch Namen miteingeflossen sind, die Taunussteiner Bürger via Social Media bei der Stadt Taunusstein „in den Ring geworfen haben“.

Laut Brunke sollte der Name bestimmten Kriterien entsprechen, beispielsweise kein englischer Begriff oder auch die Option der Adaptierbarkeit auf andere Gemeinden im Rheingau-Kreis haben. „Das letzte Wort möchten die RTV aber gerne der Pilotkommune geben. Daher rufen wir zu einer Abstimmung auf und bitten die Bürgerinnen und Bürger Taunussteins, sich rege daran zu beteiligen: Bitte stimmen Sie hier anonym und datenschutzkonform ab, welcher Name Ihr Favorit ist. Der Name, der die meisten Stimmen auf sich vereinen kann, wird dann das Rennen machen“, verspricht Brunke.

Ob das Angebot im Rheingau-Taunus-Kreis auch bei anderen Gemeinden initiiert wird, hängt davon ab, wie es in Taunusstein angenommen wird. Das Projekt ist erstmal auf vier Jahre ausgelegt. Es sind vier Namen im Abstimmungsprozess: Die Rückmeldung muss bis zum 6. März 2021 eingehen, spätere Rückmeldungen können nicht mehr berücksichtigt werden. Die Vorschläge lauten im Einzelnen:

- Emil (hergeleitet von Elektromobil)

- Gondel

- Smart-e (gesprochen Smartie, hergeleitet von smartem Elektromobil)

- Stromer (hergeleitet von mit Strom fahrende Kleinbusse).

RTV passt Fahrplan an Wechselunterricht an

Taunusstein, den 19. Februar 2021: Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) gibt bekannt, dass die Schülerbeförderung ab dem 22. Februar 2021 den neuen Anforderungen durch den geplanten Wechselunterricht angepasst wurde. Ab dem kommenden Montag gilt nach hessischer Landesverordnung für die Schulklassen 1 bis 6 der sogenannte Wechselunterricht, dessen konkrete Ausrichtung (u.a. ob es tageweisen oder wochenweisen Wechsel der Schüler im Präsenzunterricht gibt) die jeweiligen Schulen entscheiden.

„Diese Ausgestaltung hat natürlich eine enorme Auswirkung auf die Auslastung der Busse: wenn an bestimmten Tagen nur die Hälfte der Schüler unterwegs ist, kann anders geplant werden. Für die Organisation des Schülerverkehrs war es daher wichtig, zunächst zu wissen, wie die einzelnen Schulen im Rahmen ihrer räumlichen, personellen und organisatorischen Gegebenheiten den Unterricht organisieren.“ macht Günter F. Döring, Verkehrsdezernent des Rheingau-Taunus-Kreises die logistische Anforderung deutlich. Für die Planung blieben nach Ankündigung zur Lockerung und gerade mal knapp zwei Wochen.

Nachdem diese schulorganisatorischen Planungen erfolgt sind, hat die RTV in Abstimmung mit dem Schulamt des Rheingau-Taunus-Kreises schnell und flexibel auf die Wünsche der einzelnen Schulen reagiert und auch umgesetzt. „Nachdem wir die nötigen Informationen seitens der Schulen bekommen haben, konnten wir direkt in die Planung gehen, wo wann welche Fahrzeuggröße benötigt wird und wo sie stattdessen eingesetzt werden könnten. Danach sind wir direkt in die Abstimmung und Beauftragung der Verkehrsunternehmen gegangen,“ erläutert Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV, den Ablauf zur Anpassung des Schülerverkehrs. Daher gelten ab dem 22. Februar 2021 teilweise andere Fahrpläne, die es beim Schulweg zu berücksichtigen gilt.

Laut aktueller hessischer Landesverordnung ist es für die Schülerinnen und Schüler ab der 1. Jahrgangsstufe Pflicht, auch während des Unterrichts eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Bislang war diese innerhalb des Klassenzimmers in den Schulstunden nicht zu tragen. 

Die RTV weist darauf hin, dass die Maskenpflicht innerhalb der Busse und an den Haltestellen gilt, hierbei aber auf eine medizinische Maske (OP-Masken oder Schutzmasken der Standards FFP2, KN95, N95) zu achten ist. „Wenn für den Unterricht also an mindestens eine Alltagsmaske gedacht werden muss, wird für den Schulweg im ÖPNV eine hochwertigere Maske benötigt. Eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung wie Schal oder Stoffmaske reicht im Bus nicht mehr, um der durch die hessische Landesregierung verordneten Maskenpflicht nachzukommen.“, macht Brunke den Sachverhalt abschließend nochmal deutlich. Ausnahmen gäbe es natürlich für diejenigen, die ein ärztliches Attest nachweisen können und für Kinder, die unter 6 Jahren alt sind.

"Wir wollen die Menschen für den ÖPNV begeistern“

Landrat Frank Kilian und Dezernent Günter F. Döring: RTV-Geschäftsführer Thomas Brunke für fünf weitere Jahre bestellt

Taunusstein, 29. Januar 2021: Die Blumen gab es sozusagen nur stellvertretend für seine Ehefrau. Die folgenden, lobenden Worte waren jedoch an den Geschäftsführer der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV), Thomas Brunke, direkt und persönlich gerichtet und galten dessen bisheriger und zukünftigen Tätigkeit. „Die Blumen sind für ihre Frau; zu verstehen als eine Art von frühzeitiger Abbitte, weil Sie, Herr

Thomas Brunke bleibt Geschäftsführer der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft

Das Bild zeigt Thomas Brunke, Geschäftsführer der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft sowie Landrat Frank Kilian Günter F. Döring, Kreisverkehrsdezernent.

Brunke, auch zukünftig beruflich sehr stark angespannt sein werden und dadurch sicherlich weniger Zeit Zuhause verbringen können“, erklärte der Dezernent für den ÖPNV im Kreisgebiet, Günter F. Döring, mit einem Schmunzeln. Gemeinsam mit Landrat Frank Kilian verkündete er am Dienstag, dass die Gesellschafterversammlung der RTV Brunke jetzt für weitere fünf Jahre zum alleinigen Geschäftsführer bestellte, wie es formell heißt.

Thomas Brunke ist seit 2010 als Prokurist und stellvertretender Geschäftsführer und seit 2017 als Geschäftsführer der RTV GmbH tätig. Der Vertrag wird damit bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. „Wir setzen mit der Verlängerung des Vertrages die erfolgreiche Zusammenarbeit fort und können dabei auf den vorhandenen, beruflichen Erfahrungsschatz von Herrn Brunke zurückgreifen“, sagte Landrat Frank Kilian und weiter: „Er ist der richtige Mann, um die Verkehrswende im Sinne der des Mobilitätskonzeptes des Rheingau-Taunus-Kreises voranzubringen.“

Schließlich reißt die Kette mit Herausforderungen in den kommenden Jahren nicht ab. Diesen will sich Brunke stellen. „Nach Ende der Corona-Pandemie wollen wir die Menschen wieder für den ÖPNV begeistern“, richtet Brunke den Blick in die Zukunft und weiß zu berichten: „Trotz der momentan ungünstigen Zeit halten uns die Stammkunden die Treue!“ Das heißt: „Wer ein Jahresticket besitzt, der fährt auch weiterhin mit Bussen oder Bahnen – selbstverständlich mit der notwendigen Schutzmaske!“ Döring ergänzt: „ÖPNV ist Daseinsvorsorge – trotz Corona und dadurch bedingt geringerer Nutzung hält die RTV ihre Angebote aufrecht.“ So verschweigt Döring auch nicht, dass seit Beginn der Pandemie vor knapp elf Monaten „ein großes Minus“ auf der Einnahmeseite der RTV zu registrieren ist“. Um aus dieser Situation zu kommen, sind Motivation und neue Ideen gefragt.

Um Menschen wieder in Busse und Bahnen – in einer Nach-Corona-Zeit – zu locken, will der Geschäftsführer deshalb die Attraktivität des ÖPNV im Kreisgebiet steigern. Dazu zählen für ihn zunächst Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Anschlusssicherheit, dichte Taktung und einfache Tarife im ÖPNV. Ganz wichtig ist für Kilian, Döring und Brunke zudem, die Zukunftsfähigkeit des ÖPNV in der Fläche durch neue innovative Projekte und Konzepte zu sichern. Brunke denkt dabei an On-Demand-Angebote, wie beispielsweise in Taunusstein, oder etwa den Aufbau einer Mobilitätsplattform. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Begleitung des Fahrgastes durch Navigation vom Startpunkt bis zum Ziel der Fahrt; unter andere durch das Angebot „Single SignOn - Informieren, Buchen, Bezahlen auch von Sharing-Angeboten mit nur einer Registrierung“. Weiterhin sollen im Kreisgebiet Mobilitätsstationen entstehen, an denen Car- und Bike-Sharing sowie die Verleihung von Fahrrädern möglich ist.

Ziele für die nahe Zukunft sind nach den Worten von Thomas Brunke zudem, eine Schienenanbindung für den Untertaunus zu realisieren und die Vorbereitung auf die Ausschreibung für das Linienbündel 2022 im Rheingau-Taunus-Kreis.

 

RTV bleibt für Kunden erreichbar

Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) bleibt weiterhin für ihre Kunden erreichbar. Durch die Arbeitsschutzverordnung, die die Bundesregierung ab dem 27.01.2021 einführt, sind die Unternehmen aufgefordert, gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren. „Ein Großteil der Maßnahmen hatten wir bereits vorher umgesetzt. Heutzutage ist es dank der technischen Voraussetzungen für viele Arbeitsstelle möglich, dass die Kollegen ihrer Arbeit auch von zuhause aus nachgehen können. Daher sind unsere Mitarbeiter via Telefon und E-Mail ganz normal erreichbar, auch wenn sie im Homeoffice arbeiten.“, so Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV. Das Unternehmen habe die Vorgaben, Homeoffice oder besonderen Schutz für anwesende Mitarbeiter anzubieten geprüft und umgesetzt.

Die MobiInfos in Taunusstein und Idstein bleiben weiterhin für Kunden offen: „Beispielsweise wurde seit längerem in unserer MobiInfo in Taunusstein Maßnahmen wie Desinfektionsmittel, Plexiglasscheibe und Hinweise auf die geltenden Abstandsregeln ergriffen, um unseren Kunden und Mitarbeitern einen größtmöglichen Schutz zu bieten, so dass ein Fahrkartenverkauf vor Ort nach wie vor möglich sein wird.“, fasst Brunke zusammen.

Ab 11. Januar 2021 gilt wieder Fahrplan im Regelbetrieb im ÖPNV des Rheingau-Taunus-Kreises

Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) kehrt ab dem kommenden Montag, 11. Januar 2021, zum Schulfahrplan im Regelbetrieb zurück, auch wenn für die hessischen Schülerinnen und Schüler ab diesem Tag für weitere drei Wochen die Präsenzpflicht im Allgemeinen ausgesetzt wird. Durch die neue Verordnung des Landes Hessen liegt es letztlich in der Verantwortung der Eltern, ob sie ihre Kinder in der aktuellen Situation zum Lernen in die Schule schicken, oder ob sie die Möglichkeit haben, ihre Kinder zuhause zu betreuen, die dann am Digitalunterricht teilnehmen. „Es ist davon auszugehen, dass nur ein Teil der Schüler tatsächlich zur Schule hin und später zurück befördert werden muss. Dennoch wird es keine Einschränkungen beim Mobilitätsdienstleister geben.“ erklärt Verkehrsdezernent Günter F. Döring.

„Wir haben uns dazu entschlossen, das Angebot im öffentlichen Personennahverkehr trotz weitergehender Beschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie vollumfänglich zur Verfügung zu stellen und kehren somit ab dem 11. Januar 2021 plangemäß zum Schulfahrplan zurück. Wir setzen alle zur Verfügung stehenden Busse ein, so dass sich die Schüler möglichst gut verteilen können. Erneut möchten wir in diesem Zusammenhang auf die Pflicht zum korrekten Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hinweisen. Dies gilt sowohl für den Aufenthalt im Bus, als auch an Bushaltestellen und Bahnhöfen“ so Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV. Seit dem 1. Januar 2021 kann das Bußgeld bei Verstoß gegen die sogenannte Maskenpflicht in Höhe von 50 Euro auch von Fahrausweisprüfern geahndet werden.

RTV: Busse sind vollständig umgerüstet

Tickets in allen Bussen bleiben beim Fahrer erhältlich

Taunusstein, 27.01.2021:Die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) gibt bekannt, dass die Busse aller beauftragten Verkehrsbetriebe bereits seit November 2020 mit einer Scheibe aus Polycarbonat an der Fahrerkabine ausgerüstet sind und dementsprechend der Fahrkartenverkauf beim Fahrer wieder ohne weiteres möglich ist. „Die Nachrüstung hat sich unter anderem aufgrund von Lieferengpässen bei einigen Verkehrsunternehmen etwas verzögert – es musste für alle Linienbus-Modelle eine TÜV-konforme Lösung gefunden werden. Wir sind froh, dass die Linienbusse und Rufbusse bereits Ende 2020 tatsächlich mit einer Abtrennung ausgestattet werden konnten“, so Kreisverkehrsdezernent Günter F. Döring.

Die Fahrkabine ist nun mit einer speziellen, TÜV-geprüften Scheibe zum Schutz der Fahrerinnen und Fahrer ausgestattet. Es gibt eine Aussparung zum Einstieg hin, so dass der Ticketverkauf möglich ist und gleichzeitig das Fahrpersonal mit der Scheibe optimal geschützt ist. Die Gesamtkosten der Umrüstungsmaßnahmen beliefen sich auf zirka. 120.000 Euro. „Wie angekündigt, werden wir dennoch den Kauf von Einzelfahrscheinen zusätzlich an den Vorverkaufsstellen zum direkten Fahrtantritt weiter ermöglichen, um unseren Fahrgästen ein möglichst breites Spektrum an Fahrscheinerwerbsstellen zu bieten.“, erläutert Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV, und weiter: „Aber jeder Fahrgast hat weiterhin die Möglichkeit, beim Fahrpersonal einen Fahrschein zu kaufen.“

Im Oktober 2020 hatte die RTV dieses Jahr bedingt durch Corona 20.000 Euro weniger Fahrgeldeinnahmen innerhalb der Busse, als im Oktober 2019. In den Monaten April bis Juni 2020 wurden nahezu gar keine Einnahmen in den Bussen verzeichnet, da der Vordereinstieg nicht geöffnet war und die Fahrgäste ihren Fahrschein lediglich online oder in den Vorverkaufsstellen kaufen konnten. „Wir sind daher sehr froh, dass die pandemiebedingten Fahrgeldausfälle vom Bundesland Hessen zu 100 Prozent ausgeglichen werden.“, resümiert Brunke.